FAQ

Fragen und Antworten zu Jenseitskontakten

Hier sind ein paar Fragen, die zu meiner Arbeit als Sprachrohr für die Verstorbenen aufkamen, und natürlich die Antworten dazu. 🙂 Wenn Ihr noch Fragen habt, die hier nicht gelistet sind, sprecht/schreibt mich einfach an.

Wie gestaltet sich so ein Abend?
Was meinst Du mit „interpretieren“?
Welche Art Botschaften erhältst Du?
Kann jeder den Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen?
Erhält jeder Anwesende immer eine Botschaft?
Wer kommt denn an solchen Abenden „von drüben“?
Darf ich dem Kontakt Fragen stellen?
Muss ich wissen, mit wem ich sprechen will oder zeigt sich jemand?
Woran erkenne ich, dass jemand aus meiner Familie oder Freundeskreis mit mir sprechen möchte?
Muss ich Angst haben?
Was, wenn sich jemand zeigt, mit dem ich nicht sprechen möchte, weil es z. B. zu Lebzeiten zu Misshandlungen kam?
Bist Du, Iris, für mich auch nach dem Abend noch da, wenn ich Fragen habe?
Warum machst Du das?

Wie gestaltet sich so ein Abend?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort, da jeder Abend anders verläuft. Was aber immer gleich sein wird, ist dass Verstorbene sich mir einer nach dem anderen „vorstellen“, ich die Information, die ich von ihnen erhalte, hoffentlich so interpretiere, dass die anwesenden Angehörigen sie auch erkennen, und dann ihre Nachricht/Botschaft weitergebe.

Manchmal wird mir auch im Verlauf des Abends nach ein paar Kontakten zu verstehen gegeben, dass jetzt niemand mehr durchkommt, dass wir Anwesenden uns jetzt aber unterhalten sollen. Manchmal wird dazu ein Thema durchgegeben, manchmal ergibt es sich einfach. Anfangs war ich sehr verunsichert, denn ich dachte: „Die Menschen sind hier, weil sie Botschaften erhalten wollen, ich kann doch jetzt nicht einfach einen Gesprächskreis daraus machen!“ Die Antwort, die ich von oben dazu erhielt war: „Du bist hier, weil Du uns dienen möchtest. Sei offen und sei das Werkzeug, das Du versprachst zu sein. Lass Dich führen, lass uns durch Dich agieren. Lass Deine Erwartungen los und schwimm einfach auf dem Strom des Seins.“ Die Gespräche waren dann auch das, was die Anwesenden wirklich brauchten. Sie erhielten handfeste Tipps, gaben Hoffnung, sie konnten selber helfen und erhielten Hilfe.

Was meinst Du mit „interpretieren“?
Die Verstorbenen bedienen sich des Mediums. Sie können (und ich höre gerade von jemandem auf der anderen Seite ein verschmitztes „leider“ :D) nur mit dem arbeiten, was das Medium kennt und weiß. Zur Veranschaulichung hier ein paar Beispiele:

Ein Kontakt, der durchkam, erinnerte mich sofort an Tom Selleck in der Fernsehserie „Blue Bloods“: groß, imposant, Polizeichef. Im richtigen Leben war der Verstorbene auch groß, imposant, und arbeitet bei der Polizei.

Ein andermal fühlte ich die Anwesenheit einer Dame, und die Energie, die sie und die „Empfängerin“ verband, war eine „Tantenenergie“. Ich konnte sie nicht sehen, aber ich wusste, dass sie Reitstiefel trug. Das Bild der Reitstiefel könnte jetzt bedeuten, dass sie gerne reiten ging, oder auch, dass sie es im übertragenen Sinn mit „hohen Tieren“ zu tun hatte. Später stellte sich heraus, dass sie zu Lebzeiten Chefsekretärin war und im Zuge dieser Tätigkeit in der Tat viel mit „hohen Tieren“ zu tun hatte.

Am selben Abend spürte ich die Anwesenheit eines Herrn. Er erinnerte mich sofort an den Tierarzt in der Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ – die hohen Gummistiefel, die Cordhose, der Stall. Die Serie spielte in England und die meisten Patienten dieses Tierarztes waren Schafe. Mein Kontakt, der zu Wort kommen wollte, war zu Lebzeiten Pfarrer – hütete also im übertragenen Sinne Schafe.

Du siehst, die Damen und Herren von der anderen Seite arbeiten mit dem, was ich ihnen zur Verfügung stelle: Mit meiner Fernsehserien-Vergangenheit, selbst mit meinem alten Glaubenssatz, dass alles kompliziert sein muss (und danke für die Erinnerung, den wollte ich noch mal eben auflösen), so dass sie bislang wirklich ihre Informationen von hinten durch die Brust ins Auge ablieferten, statt sie mir auf einem silbernen Tablett zu präsentieren. 🙂

Welche Art Botschaften erhältst Du?
Auch das ist unterschiedlich. Zum einen kommt es darauf an, ob es ein Gruppenabend ist, oder die Botschaft in einer Einzelsitzung durchkommt. An einem Gruppenabend wird nichts gesagt, was die Anwesenden in Verlegenheit bringen wird. Ich erhalte dann auch mal die Info, dass der Verstorbene den Kontakt sucht und dass der/die Hinterbliebene sich dem doch bitte in entspannter Atmosphäre öffnen möge. Ansonsten zeigt die Erfahrung, dass die Verstorbenen kommen, wenn wirklich Hilfe gebraucht wird. Zum Beispiel waren an einem Abend Mutter und Tochter anwesend. Für die Tochter kam ihr Bruder durch, der seiner Schwester etwas für sie Wichtiges durchgeben wollte. Die Mutter wurde zwar mehr oder weniger „gegrüßt“, aber sie brauchte ihn nicht. Selbst sein Vater, der kurz zuvor verstarb, kam nicht durch – und dieser Tag war sogar ein für uns Sterbliche wichtiger Tag, wie Geburtstag oder Jahrestag (sorry, an die Details kann ich mich nicht mehr erinnern).

Kann jeder den Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen?
Ja. Aber eines sollte dabei beachtet werden: Wenn der Kontakt Angst und Unbehagen auslöst, bitte rigoros wegschicken. Kontakte mit der geistigen Welt sollten stets mit einem Gefühl der Liebe und Freude einher gehen.

Erhält jeder Anwesende immer eine Botschaft?
Nein, das kann ich nicht versprechen.

Wer kommt denn an solchen Abenden „von drüben“?
Auch das weiß ich vorab nie. Ich lasse mich überraschen. 🙂 Es sind aber immer Besuche, die dazu beitragen, dass Heilung geschehen kann. Entweder wird Heilung vorbereitet, indem Erinnerungen, bzw. tiefe Gefühle bzw. tiefer Schmerz angetriggert werden (aber von „drüben“ immer so dosiert, dass die Situation bewältigt werden kann), oder es zeigen sich neue Blickwinkel/Impulse, um die Heilung voranzubringen.

Es kommen Familienangehörige, Freunde, Lehrer, es können auch mal alte Klassenkameraden oder Nachbarn erscheinen, von denen man gar nicht weiß, dass sie gestorben sind. Oder auch der Lieblings-DJ aus dem Lieblings-Club. Am besten also immer offen bleiben und über den Tellerrand der Familie hinausschauen.

Darf ich dem Kontakt Fragen stellen?
Darfst Du, ja. Ob dazu Antworten kommen, bzw. Antworten, die Du hören willst, kann ich Dir aber nicht verspechen. Eines kann ich Dir vorab sagen: Verstorbene nehmen Dir keine Entscheidung ab. Sie werden Dir nie sagen: Das und das ist richtig und das ist falsch. Sie werden an Deiner Seite mit Dir Deinen Weg gehen, Dir an einer Weggabelung aber nie sagen, ob Du rechts, links oder geradeaus gehen sollst. Wo der Weg lang geht entscheidest alleine Du. Sie werden Dir vielleicht Tipps geben – aber auch das sind Sachen, die Du eigentlich selber weißt. Sachen, die Dir nicht neu vorkommen. Meist ist das so, weil die Verstorbenen Dir immer nahe sind und Du ihre Energie spürst, und Du Ihre Botschaften durch eine Art Gedankenübertragung empfangen kannst und es auch ständig tust. Du erkennst nur nicht, dass diese Gedanken von ihnen kommen. Oder Du denkst „Mutti würde jetzt sagen: ‚Wenn Du nicht so gut atmen kannst, solltest Dich vielleicht mal etwas gesünder ernähren.‘“. Weißt Du, warum Dir der Gedanke kommt? Weil Deine verstorbene Mutter Dir das wirklich gerade gesagt hat. 🙂

Muss ich wissen, mit wem ich sprechen will oder zeigt sich jemand?
Es zeigt sich jemand. Oder auch nicht. 🙂 Ich habe keinen Einfluss darauf, wer kommt. Ich spreche nur eine Einladung aus – an Dich und an die Damen und Herren in der geistigen Welt. Wer kommen will, der kommt.

In Einzelsitzungen ist das ein kein bisschen anders. Allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit etwas, dass der gewünschte Verstorbene „mitspielt“.

Woran erkenne ich, dass jemand aus meiner Familie oder Freundeskreis mit mir sprechen möchte?
Wenn die Informationen, die ich erhalte, und die bei Dir ankommen, Gefühle und/oder Erinnerungen in Dir wecken. Es passt nicht immer alles, was ich sage, denn zum einen kann ich die Information falsch interpretieren, zum anderen zeigen sich mir die Verstorbenen von ihrem Wesen her, wie sie sich fühlten. Und zwar tief drinnen. Und diese Seite, wie wir uns tief drinnen fühlen, zeigen wir nur den wenigsten Menschen, wenn überhaupt. Das ist eine der Lektionen, die ich jetzt gerade beim Schreiben verstehe: Wir sollen uns schon zu Lebzeiten so zeigen, wie wir wirklich sind. Wir sollen uns den Menschen, die uns nahe stehen, öffnen. Nur wenn wir uns ganz öffnen, ist tiefe Verbindung möglich. Ist Verstehen möglich, ist eine tiefere Liebe möglich.

Muss ich Angst haben?
Nein, überhaupt nicht. An diesen Abenden bewegen wir uns stets im geschützten Raum der Liebe.

Was, wenn sich jemand zeigt, mit dem ich nicht sprechen möchte, weil es z. B. zu Lebzeiten zu Misshandlungen kam?
Grundsätzlich gilt: Du musst mit niemandem sprechen. Mir persönlich würde es helfen, wenn Du mir genau das sagen würdest, zum Beispiel: „Das ist mein Vater, aber ich möchte mit ihm nicht sprechen.“ Dann kann ich mich bei ihm für seinen Besuch bedanken und er kann Platz für den nächsten Kontakt machen.

Das kam schon öfter vor. Beim ersten Mal fühlte ich den Kontakt buchstäblich vor der Tür stehen, diese einen Spalt geöffnet, die Hand auf der Klinke, den Kopf in den Raum streckend. Die „Empfängerin“ sagte nur: „Er kann die Tür direkt wieder zu machen, ich will mit ihm nicht sprechen.“ Und das ist vollkommen okay.

Eines möchte ich an dieser Stelle erläutern: Sobald man stirbt, hat man einen ganz anderen Blickwinkel auf sein Leben und auf die Konsequenzen der eigenen Aktionen auf das Leben der anderen. Die Verstorbenen, die an solchen Abenden mit Jenseitskontakten bei mir durchkommen, sehen ihre Handlungen quasi durch die Brille der Liebe und möchten den Hinterbliebenen helfen, den Schmerz und das Leid zu heilen, das sie zu Lebzeiten verursacht haben. Ist das von den Hinterbliebenen einfach anzunehmen? Oh nein. Da steckt ganz viel Schmerz drin. Aber in diesem Schmerz liegt auch der Schlüssel zur Heilung.

Zur Erläuterung ein anderes Beispiel: Eine Empfängerin versuchte ganz lange den Umstand zu ignorieren, dass ihr Vater durchkam und den Kontakt suchte. Er spürte aber, dass sie bereit war, sich diese Zeit ihres Lebens, die daraus resultierenden Konsequenzen und seine Rolle darin anzusehen, um all das dann loszulassen, und schickte mir immer andere Bilder, bis sie schließlich nachgab und sagte: „Okay, okay, der gehört zu mir, das ist mein Vater.“ Sie öffnete sich im daraus resultierenden Kontakt mit ihrem Vater der Heilung. Der anfängliche Kontakt war hergestellt, sie blockte ihn nicht mehr, so dass sie auch nach diesem Abend die Verbindung zu ihm immer wieder gestattete und sie diesen alten Schmerz heilen konnte.

Seht den Kontakt zu Verstorbenen, die Euch Leid zugefügt haben, nicht als Angriff, sondern als ausgestreckte Hand der Liebe und geht den Weg der Heilung.

Bist Du, Iris, für mich auch nach dem Abend noch da, wenn ich Fragen habe?
Aber sicher.

Warum machst Du das?
Das hat mehrere Gründe. Zum einen, weil es mich mit ganz viel Liebe und Dankbarkeit erfüllt, nicht nur meinen Mitmenschen, sondern auch der geistigen Welt im Allgemeinen und Verstorbenen im Besonderen unterstützend zur Seite zu stehen. Ich tue es, weil ich weiß, wie wichtig es für den eigenen Heilungsweg ist, auch das Ahnensystem und die eigene Seele zu heilen. Weil ich weiß, dass Heilung über die Grenzen hinweg möglich ist. Und weil ich mich gerne als Werkzeug in diesem Prozess zur Verfügung stelle.