Wir alle tragen Narben auf unserer Seele, auf unserem Herzen, auf unseren Körpern.
Wir können an ihnen festhalten, sie immer wieder aufkratzen, sie im Spiegel betrachten, ihre Entstehungsgeschichte teilen uns gegen sie wehren, uns durch sie entstellt fühlen.
All das schwächt uns, lässt uns auf der Stelle treten, uns ohnmächtig fühlen.
Die Alternative dazu ist zu schauen, was wir durch diese Erlebnisse gelernt haben. Wie sie uns gestärkt haben. Das Geschenk zu finden und auszupacken.
Narben erzählen vom Leben. Von Stärke. Vom immer wieder Aufstehen. Von Hoffnung. Von Zuversicht. Sie erzählen von Vertrauen und von Hilfe. Von Verbundenheit und von Lernprozessen. Sie sind Zeichen von Wachstum.
Mögest Du mit einem anderen Blick auf Deine Narben schauen können und offen dafür sein, dass sie heilen werden, das wünsche ich Dir.
Werde Dir Deiner inneren Prozesse bewusst. Dabei hilft es, darüber zu sprechen. Worte schaffen Klarheit. Meist ist es einfacher, die Worte aufzuschreiben.
Schreibe Dir alles von der Seele. All die Angst, die Enttäuschung, die Verletztheit, die Verzweiflung.
Mache Platz in Deiner Seele.
Platz für Vergebung, Platz zum Atmen, Platz für die Möglichkeit der Vergebung. Vergebung dessen, was Du anderen vorwirfst, und vor allem Vergebung für all das, was Du Dir selber vorwirfst.
Diese Vorwürfe sind meist das, was Dich daran hindert, Frieden zu finden. Bitte Deine inneren Kräfte dabei um Hilfe und lass los.
Lasse die Vorstellung los, an wen Du Deine Worte richtest, wie die Hilfe aussieht, wann und in welcher Form sie Dich erreicht. Lass den Kampf los, die Anstrengung und atme tief durch.
Vertraue darauf, dass Deine Worte gehört werden und erwarte Erleichterung.
Wiederhole dies regelmäßig.
Mögest Du Deine Vorurteile gegen das Beten loslassen und Dich hingeben, das wünsche ich Dir.
Hallo, ich grüße Dich. Heute möchte ich mich mit Dir über das Thema Treue unterhalten.
Treue wird gemeinhin im Zusammenhang mit Partnerschaft gesehen: einem Partner treu sein. Es geht natürlich auch im Arbeitskontext, dem Arbeitgeber treu sein; einem Verein treu sein, Ideen treu sein.
Was ich Dich aber heute fragen möchte ist:
Bist Du Dir selber treu?
Und um die Frage beantworten zu können, ist es wichtig, dass Du Dir Gedanken machst, was Dich ausmacht, was Deine Werte sind, was Dein Ziel ist.
Wenn Du Dir Deiner Werte und Deinem Ziel nicht bewusst bist, kann Dir auch nicht bewusst sein, ob Du Deinen Werten und Deinem Ziel treu bleibst.
Dazu kommt, dass das immer wieder neu beachtet werden darf. Und immer wieder neu in Dir ausgerichtet werden darf: Sind die Werte noch aktuell? Ist mein Ziel noch aktuell?
Wer bin ich? Das ist immer wieder eine Frage, die Du Dir stellen darfst, um sicher zu stellen, dass Du Dir selbst treu bleibst.
Einige meiner Werte sind zum Beispiel Authentizität, Achtsamkeit, Bewusstsein und mich zu verbinden. Wenn ich diese Werte habe und in meinem täglichen Umgang mit Menschen mich nicht auf meine Werte ausrichte, sondern zum Beispiel auf die Erwartung anderer, komme ich von meinem Weg ab und bin mir selbst untreu. Und das nur um anderen zu gefallen oder ihnen einen Gefallen zu tun.
Das Wort Gefallen trägt das Wort fallen in sich. Das heißt, man stolpert auf seinem eigenen Weg, wenn man sich selbst nicht treu ist. Und deswegen ist diese Achtsamkeit und das Bewusstsein so wichtig, um sich selber immer wieder auszurichten und zu schauen: Bin ich mir selber treu? Das ist ein ganz wichtiger Aspekt im Alltag!
Ein Aspekt davon ist auch, wenn Du Dir etwas vornimmst. Du möchtest etwas tun, nimmst Dir aber dafür nicht die Zeit, weil anderes oder andere Dir wichtiger sind und erreichst dieses Ziel, diesen Plan nicht. Dann bist Du Deiner Selbstverantwortung nicht gerecht geworden. Du machst Dir Selbstvorwürfe. Das Vertrauen in Dich wird erschüttert. Immer wieder, wenn Du die Wünsche eines anderen vor Deine eigenen setzt, erschütterst Du das Vertrauen in Dich selbst.
Das Vertrauen in sich selbst ist eines der wichtigsten Güter.
Du kannst es auch praktisch angehen: Nimm Dir einen Kalender. Wenn Du ein Ziel hast, frage Dich, was kann ich heute tun, um dieses Ziel zu erreichen? Trage es in den Kalender ein. Es muss nichts Großes sein. Lauter kleine Schritte, die vielleicht drei Minuten hier und fünf Minuten da ausmachen, sorgen dafür, dass sie Dich zu Deinem Ziel hinziehen.
Ich habe gerade ein Buch eines amerikanischen Autors gelesen: Nir Eyal: Indistractable (Unablenkbar). Was mich sehr fasziniert, ist der Unterschied zwischen distraction (Ablenkung) und traction (Hinlenkung), den er in seinem Buch macht. Traction ist, wenn etwas Fahrt aufnimmt, immer mehr in eine Richtung geht.
Frage Dich: Das, was Dir im Alltag begegnet, lenkt es Dich zu Deinem Weg hin oder lenkt es Dich davon ab?
Auch da ist Achtsamkeit und das kurze In-Dich-gehen, um Dir diese Frage zu stellen, extrem wichtig.
Du bist wichtig.
Nimm Dir diese Zeit, manchmal sind es nur Sekundenbruchteile, und frage Dich: Ist es für mich oder für jemand anderen? Es kann auch für jemand anderen sein und gleichzeitig einen oder mehrerer Deiner Werte bedienen. Da ist sehr viel Achtsamkeit gefragt.
Sei Dir selber wichtig! Nichts und niemand ist wichtiger als Du.
Wenn es Dir nicht gut geht, wenn Du Dir selber untreu wirst, immer und immer wieder, verlierst Du das Vertrauen in Dich selbst und Deine Selbstwirksamkeit.
Du gibst Deine Macht an andere Menschen ab. Denn wenn Du Dir selbst nicht vertraust, selbstwirksam zu sein, muss es ja jemand anders für Dich tun.
Also: Setze Dir erreichbare Zwischenetappen. Egal, was es ist. Und wenn es ist, dass Du Dich selber wichtig nimmst:
Kriegst Du genug Schlaf? Kümmerst Du Dich um eine für Dich gute Ernährung? Bewegst Du Dich genug? Finde als ersten kleinen Schritt heraus, wie viel Schlaf Du brauchst, um mit genügend Energie den Tag zu beginnen. Wenn es acht Stunden sind, trage diese acht Stunden Schlaf in Deinen Kalender ein. Und dabei ist es egal, ob Du eine Nachteule bist oder ein früher Vogel.
Sieh zu, dass Du Deinem Körper die Nährstoffe zufügst, die er braucht. Du kannst Dein Ziel nicht erreichen, wenn Du nicht genügend Energie hast. Die Energie kommt …
a) durch Schlaf b) durch gesunde Ernährung c) durch Bewegung.
Das ganze System muss hochgefahren werden. Für den Anfang langt es schon, wenn Du sagst: Ich gehe einmal die Woche spazieren. Das ist ein Anfang. Dann beobachte das ein paar Wochen. Vielleicht gehst Du jeden Donnerstagabend spazieren. Und wenn Du das drei, vier Wochen machst, kannst Du Dir auf die Schultern klopfen und sagen: „Ey, ich habe mir etwas vorgenommen und es durchgezogen!“
Setze Dir kleine, erreichbare Ziele und bleib Dir treu.
Du bist wichtig. Lebe das! Und in diesem Sinne wünsche ich Dir eine wunderschöne Woche.
Der vorletzte Impuls ist ein Dreigestirn: Vertrauen, sich fallenlassen und sich tragen lassen. Die drei gehören zusammen. Das Vertrauen in die Führung. Das Fallenlassen in dieses Vertrauen. Das Sichtragenlassen von dieser Führung. Am Anfang wird es ganz viel Mut und Überwindung kosten. Wenn Du dann aber merkst, dass Du nicht platt wie eine Flunder am Boden liegst, sondern dass sich wie aus dem Nichts ein Boden unter Deinen Füßen auftut, wirst du Dich immer selbstverständlicher der Führung Deines inneren Navigationssystems anvertrauen.
Mögest Du Dich Deiner inneren Führung immer bereitwilliger anvertrauen, das wünsche ich Dir.
Ich merke dieses Jahr sehr die Energie der Natur: Nach außen hin sieht es etwas karg und leblos aus, alles ist sehr ruhig und in sich gekehrt, aber auf Wurzelbasis herrscht Hochbetrieb. So ähnlich fühlt es sich bei mir an.
Seit ein paar Tagen oder auch Wochen ruhe ich sehr in mir. Es ist wirklich nicht sehr einfach in Worte zu fassen (und das mir! J) Ich fühle mich sehr verbunden: mit der Erde verbunden, mit „oben“ sowieso, aber auch mit mir verbunden. Das gibt meine Ruhe eine neue Tiefe.
Wer mich kennt oder auch wer mir folgt, weiß, dass ich der Intuition sehr viel Raum lasse. Ich folge meinen Impulsen immer mehr. Ich lasse mich davon leiten, was sich gut anfühlt. Und auch davon, was sich nicht gut anfühlt. Wenn etwas sich nicht gut anfühlt, dann ändere ich meinen Kurs, egal, was für Konsequenzen dies für mich hat. Nein, ich tue es nicht leichtfertig. Ich spüre schon immer wieder nach.
Diese neue Ruhe führt auch dazu, dass ich etwas länger nachfühle und nicht jede Idee, von der ich denke, dass sie richtig gut ist, sofort umsetze. Ich gebe ihr erst etwas mehr Substanz. Das tut der Idee gut, aber auch mir. 🙂
In meinem „öffentlichen“ Leben zeigt sich das derzeit darin, dass ich zum einen momentan keine Worte des Tages veröffentliche. Da ist gerade kein Impuls in mir. Ich spüre, dass sich in meinem Wirken gerade ganz viel neu sortiert und die Bahnen, die Wege feinjustiert werden. Ich weiß noch nicht, wohin dies führt, aber ich lasse mich leiten.
Ein alter Teil in mir denkt – allerdings sehr leise – dass ich doch regelmäßig schreiben müsste, regelmäßig Texte veröffentlichen müsste, dafür sorgen müsste, dass der Traffic auf meiner Facebook-Seite läuft und steigt etc.
Der andere, ruhige, wissende Teil in mir sagt: „Alles zu seiner Zeit. Höre auf mich. Folge Deinen Impulsen. Folge der Energie. Die Zeit der aus der Angst motivierten Aktion ist vorbei. Jetzt ist die Zeit der Aktionen, die aus Impulsen heraus entstehen.“
Das funktioniert mit einer verblüffenden Leichtigkeit. Und Ruhe.
Aus einem dieser Impulse heraus startete jetzt im Januar ein Pilotprojekt, das mich sehr erfüllt und mein Herz zum Singen bringt. Ich habe das Gefühl, dass es in absehbarer Zeit, in etwas abgewandelter Form, ein öffentliches Projekt wird und freue mich darauf.
Seit Dezember gibt es „Aufstellungen für Deine Seele“. An diesen Abenden werden die Ursachen der Themen, die sich bei Dir im Alltag zeigen, auf Seelenebene aufgelöst. Dabei ist es egal, ob die Ursache in der Kindheit oder in einem früheren Leben liegt oder ob Du sie aus dem Ahnensystem übernommen hast. Diese Aufstellungen sind immer wieder sehr interessant und berührend. Ab Februar gibt es sie an jedem zweiten Freitag im Monat. Die im Februar findet in Essen statt.
Wenn Du nicht auf Facebook bist und Interesse an meinen Wochenlegungen hast, die ich mit meinen eigenen Karten mache, kannst Du sie auch hier auf meiner Webseite nachlesen. Das sind Vorschauen auf die Energien, die in der kommenden Woche auf Herzens-, Gedanken sowie Seelenebene auf Dich einwirken.
Das Buch macht auch stetige Fortschritte. Wir sind bereits am Layout. Ich freue mich wirklich total darauf.
Ach ja, am 19. Februar würde mein Großvater 121 Jahre alt werden. Ich hatte den Impuls, anlässlich seines Geburtstages, mal wieder einen Jenseitskontakte-Abend stattfinden zu lassen. Irgendwie passend. 🙂 Wenn Du also Lust, Zeit und Interesse hast, würde ich mich freuen, wenn Du zu diesem „Seelentreff“ auch kommen magst, würde ich mich freuen. Antworte mir einfach auf diese Mail und melde Dich an. Der Seelentreff findet in Duisburg im Kulturgarten statt.
Dafür, dass ich eigentlich nicht viel mache, ist es ja doch auf eine Art schon wieder eine ganze Menge. Es kommt mir wirklich nicht so vor. Ich nehme an, das ist einer der Unterschiede, wenn man aus der eigenen Mitte heraus handelt.
Echt schön, daran kann ich mich gewöhnen. 🙂
Wie sieht es in Deinem Leben aus? Hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, wie viele Deiner Handlungen aus einem Gefühl des Mangels heraus motiviert sind? Und wie viele folgen wirklich einem Impuls, aus Deiner Mitte heraus? Mach mal, achte doch mal darauf. Dinge, die wir aus einem Gefühl des Mangels heraus tun, verursachen Stress. Wie kannst Du den Blickwinkel ändern, um Handlungen aus Deiner Mitte heraus zu vollziehen?
Ich würde gerne Deine Gedanken und Erfahrungen dazu kennenlernen. Teilst du sie mir in den Kommentaren mit?
Mögest Deine Handlungen immer öfter aus Deiner eigenen Mitte heraus kommen, das wünsche ich Dir.
Das, womit wir Menschen am meisten kämpfen, ist die Realität, dass alles vollkommen ist, wie es ist. Sie sehen den Mangel. Das was fehlt, was nicht gut gelaufen ist. Was sie brauchen, ist der Blickwinkel, aus dem alles vollkommen ist. Sobald wir darauf vertrauen, dass alles, was geschieht, zu unserem Besten ist, können wir entspannen. Wir werden nicht immer zu Lebzeiten erfahren, warum etwas nun wirklich vollkommen war, so wie es gelaufen ist. Aber sei gewiss, dass dieser Blickwinkel derjenige ist, der Dich nachts schlafen lässt.
Mögest Du dem Universum vertrauen, dass es weiß, was es tut, das wünsche ich Dir.
Das ganze Jahr steht unter der Schirmherrschaft dieses Wortes. Du hast die Gelegenheit, Dich auszudehnen. Bis in die letzten Winkel Deiner Seele. Wie immer hast Du auch die Wahl, aber wir werden in manchen Fällen keinen Stein auf dem anderen lassen, damit Du Dich endlich auf Deinen Weg zu Dir selbst begibst. Wisse, Du wirst auch jede Hilfe erhalten, die Du benötigst. Öffne Dich Deinem Weg. Sei bereit, ihn zu gehen. Und gehe ihn. Das Vertrauen wird auf dem Weg gestärkt. Du hast viele Weggefährten und wirst auf dem Weg noch viele neue Gefährten kennenlernen. Jetzt ist die Zeit. Ergreife die Gelegenheit und Dich selber beim Schopfe. Zieh Dich aus etwaigen Löchern raus und gehe Deinen Weg. Du hast immer Hilfe. Wenn Du die Hilfe nicht siehst, ändere Deinen Blickwinkel.
Mögest Du Dich in alle Winkel Deiner Seele ausdehnen, das wünsche ich Dir.
Die einzige Sicht auf Dein Leben, die wirklich zählt, ist die Deiner Seele. Was andere Menschen über Dein Leben denken oder daran auszusetzen haben, ist egal. Wenn jemand sagt, Du seist einsichtig, heißt das, dass Du Deine Sicht auf die Dinge gegen die ihre getauscht hast. Dadurch wird das Leben grau und Du verrätst Dich. Vertraue Dir. Vertraue Deiner eigenen Sicht auf Dein Leben. Vertraue Deiner inneren Stimme. Es ist Dein Leben. Du bestimmst, wo es langgeht.
Mögest Du stets Deinem Herzen folgen, das wünsche ich Dir.