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Wort des Tages: Liebe

2016-04-18_Liebe

Liebe.

Das Lebenselixier.

Liebst Du Dich selbst? Wenn nicht – warum nicht und warum erwartest Du es dann von anderen?

Und wenn Du Dich nicht liebst, wie kannst Du dann andere lieben?

Erst, wenn Du anfängst, Dich zu lieben, kann Dein Leben richtig durchstarten.

Sei es Dir wert!

Vom Berührenlassen und Berührtsein

Eines der Worte des Tages, das vor ein paar Tagen veröffentlicht werden wollte, war „Berührt“. Das Wort hat für mich persönlich ganz viel Bedeutung. In diesem einen Wort steckt so viel von meinem Leben. Und als ich gerade die Überschrift für diesen Artikel schrieb, wurde mir auch gleichzeitig die schattige Seite dieses Wortes sehr bewusst. Und dass ich an einem Punkt bin, an dem die Spirale des Lebens – diesmal in einem großen Bogen – mal wieder an mir vorbeikommt.

Es fing vor ca. 46 Jahren an mit der Berührung meines Großvaters. Er berührte mich so, wie man es als Großvater nicht tun sollte, und ich ließ es zu. Ich war erst drei Jahre alt. Diese Berührungen dauerten an, bis meine Mutter mit meinem Bruder und mir drei Jahre später aus Duisburg wegzog. Ich hatte mich immer gewundert, warum ich mich an meine Kindheit nie erinnern konnte. Es gab nur ganz wenige, vereinzelte Szenen vor meinem inneren Auge. Bis zu dem Tag, an dem an dem ich erfuhr, dass mein Großvater gestorben sei. Ab diesem Zeitpunkt habe ich viel mehr Erinnerungen.

Ich lebte mein Leben, bekam vier Töchter, war zwei Mal verheiratet, und war mit meinem zweiten Exmann mit einer Übersetzungsagentur recht erfolgreich.

Aber tiefe Gefühle kannte ich nicht.

Klar liebte ich meine Töchter, und liebe sie immer noch, aber ich konnte diese Liebe nicht zeigen, nicht fühlen. Eine meiner Töchter sagte mir mal. „Mama, ich habe Dich nur einmal weinen sehen, und das war nachts, nachdem Oma starb.“ Ich ließ mich von so gut wie nichts berühren. Meine Mauer war oben, und mindestens zehnfach verstärkt. Da kam nichts rein – aber da ging auch nichts raus. Ich habe funktioniert, habe über 15 Jahre lang von morgens bis nachts gearbeitet.

Ich hatte mir auch Ehemänner ausgesucht, die Liebe nur auf ihre eigene, teilweise sehr beschränkte, Art zeigen konnten. Das war für mich sehr sicher und vertraut.

Aber dann begann eine kleine Pflanze in mir zu wachsen. Ich denke, der Samen war eine Fernsehsendung, in der Oprah Winfrey und Cheryl Richardson über „Self-care“ sprachen, über Glaubenssätze, das Unterbewusstsein, etc.

Das war 2011 oder 2012. Immer mehr Menschen traten anschließend in die Peripherie meines Lebens, die nach und nach mein Denken veränderten: Danielle LaPorte, Marie Forleo, Mastin Kipp, Louise Hay, Tony Robbins etc.

Mehr und mehr wurde mir bewusst, dass ich nicht mehr 18 Stunden am Tag arbeiten wollte, dass ich leben wollte, auch wenn ich noch nicht wusste, was „Leben“ für mich genau bedeutete. Im Oktober 2013 trennte ich mich von meinem Mann, obwohl wir räumlich bereits seit über einem Jahr getrennt waren. Ich wollte aber langsam mehr vom Leben. Nach und nach erlangte ich Klarheit und wusste, dass ich so nicht mehr leben wollte. Dass diese Beziehung weder für mich noch für ihn gut war.

2014 begann sich mein Leben schon etwas schneller zu ändern. Ich fing an, für mein Leben aktiv zu werden, es zu ändern. Ich stieg aus meiner Eigenbrötlerei aus und ging regelmäßig ein Mal pro Monat zu einem Regionaltreffen des „Living Master Clubs“ (heute heißt diese „Life-Coaching Community“ Human Trust). Dort lernte ich mit Hilfe ganz fantastischer Menschen nach und nach immer mehr aus mir rauszugehen, mich ganz langsam zu öffnen. Erst, als das Leben merkte, dass ich nun bereit sei, wurden die Schleusen geöffnet, und das Tempo änderte sich von einem zarten Schleichen zu einem tosenden Galopp.

Im Juni 2014 erkannte ich, dass ich mich nach Liebe sehnte und mit der Hilfe einer Pferdeherde erhielt ich auf die Frage, wie ich Liebe in mein Leben lasse die Antwort: „Lass es geschehen“.

Daraufhin wurde ich langsam an den Punkt geführt, dass ich zum einen überhaupt erkannte, dass da eine Mauer war. Und dann, diese Mauer in mir abzureißen.

Im Februar 2015 erhielt ich am Ende eines der Regionaltreffen von den Leiterinnen dieses Treffens eine Rose mit diesem Spruch dran:

Heilender Schmerz

Diese Worte sprachen ganz tief in mir etwas an. Sie und das Bild, das ich ca. eine Woche vorher in einer Meditation erhielt, in der ich mich sah, wie ich voller Wut in einem Reagenzglas gefangen war und gegen die Wände schlug, die nachgaben, verdeutlichten mir, dass ich diesen Schmerz noch nicht bewusst gespürt hatte. Ich kannte keine Wut. Ich kannte keine Gefühle, die so tief waren. Auf dem Weg nach Hause dachte ich darüber nach und wusste auf einmal, dass ich diesen Schmerz spüren wollte. Dass ich genug vom seichten Gewässer hatte und endlich in die Tiefen des Ozeans eintauchen wollte. Zu Hause angekommen schrieb ich eine Mail an eine Bekannte, schilderte meinen aktuellen Zustand und bat um Hilfe. Ich klickte auf „Senden“ und in dem Moment, als die Mail meinen Postausgang verließ, spürte ich eine Leichtigkeit und eine Freude in mir, die mir fremd war. (Die hält auch noch an. J Bis zum heutigen Tag spüre ich diese Leichtigkeit und diese Freude.)

Zwei Tage nach diesem Abend wurde in mir im wahrsten Sinne des Wortes ein Schalter umgelegt und ich verspürte zum ersten Mal in meinem Leben Liebe in einer Tiefe, die mir total unbekannt war.

Es war die Kombination aus Erkennen, die Entscheidung dafür, etwas zu ändern und die Handlung dafür, die Magie in mein Leben brachte. Dadurch wurden nach und nach, Stein für Stein die Mauern abgetragen, die ich um mein Herz errichtet hatte.

Es gab seitdem noch viele andere Menschen, Schritte, Begebenheiten, Gespräche und „Zufälle“, die in den letzten zwei, drei Jahren eine wichtige Rolle in meinem Leben spielten, die mich berührten. Denn seitdem lasse ich es zu, dass ich von anderen auf allen Ebenen berührt werde. Ich habe gelernt, mich der Liebe wieder zu öffnen. Auch, wenn ich weiß, dass ich wieder verletzt werden kann, dass der Verlust von Liebe schmerzen wird. So habe ich mich doch bewusst für die Liebe entschieden. Denn für mich ist jeder Augenblick, in dem ich liebe und geliebt werde, wichtiger, als Augenblicke des Schmerzes. Denn solange ich mir Liebe gönne, solange kann diese Liebe jeden Schmerz heilen.

Ich wünsche Dir, dass auch Du Dir jederzeit Liebe gönnst – die Liebe zu Dir selbst, die Liebe von Freunden, die Liebe der Natur und nicht zu vergessen: die Liebe Gottes.

Wort des Tages – Gnade

2016-04-17_Gnade

Gnade.

Bist Du Dir selber gnädig?

Bist Du offen, die Gnade Gottes zu erkennen und zu empfangen?

Siehst Du seine Gnade?

Das Zwitschern der Vögel. Das Rauschen des Baches. Die Liebe Deiner Freunde. Das Dach über Deinem Kopf.

Ihm ist es egal, wie Du ihn nennst – Gott, Allah, das Universum, Schöpfer … Was ihm nicht egal ist, bist Du. Und das ist die größte Gnade.

Der Nutzen des Benutzens und Benutzt-Werdens

Ich wurde heute auf ein Video aufmerksam, in dem die begnadete Sängerin Lauryn Hill aus Ihrem Herzen zu einem Raum voller Menschen sprach. Ein Satz sprang mich richtiggehend an: „In order to be used by God, you have to be really used“. Ins Deutsche kann man es in etwa so übertragen: „Wenn Du Gott zu Nutzen sein möchtest, so musst du Dich erst von ihm benutzen lassen.“

Was bedeutet das?

Wenn Du noch nie Farben sehen konntest, kannst Du anderen nicht darüber erzählen, wie es ist, Farben zu sehen, und wie welche Farbe auf Dich wirkt.

Wenn Du Dich aber wie Helen Keller für die Blinden einsetzen und ihnen dienen möchtest, dann hilft es immens, blind zu sein und somit Gott zu gestatten, Dich zu benutzen.

2016-03-02_Liebe wirkt am stärksten dort

Es ist mal wieder schön, wie Gott mich führt. Denn das Thema „Benutzen“ und „Benutzt werden“ kam in meinem persönlichen Leben in den letzten Tagen immer wieder auf unterschiedliche Art und Weise hoch.

In einem Gespräch mit meinem Partner wurde vor ein paar Tagen etwas in mir angetriggert, von dem ich zuerst nicht wusste, was es war. Ich war aber auf einmal stocksauer. Ich reflektierte vor dem Schlafengehen darüber und mir fiel auf, dass das, was gesagt wurde, mich an etwas erinnerte, was mir in einer früheren Beziehung regelmäßig widerfuhr, und was dazu führte, dass ich mich von dieser Person benutzt fühlte. Noch nicht einmal so sehr bewusst. Aber das Verhalten hinterließ einen immer schaler werdenden Nachgeschmack.

Nachdem ich eine Nacht drüber schlief, wurde mir noch mehr bewusst, nämlich u. a., dass dieses Verhalten dazu führte, dass ich mich immer kleiner und „unwürdiger“ fühlte, immer weniger „liebens-wert“. Gott sei Dank (und ich danke ihm wirklich täglich u. a. genau dafür), führen mein Partner und ich eine Beziehung, in der wir offen über alles reden können, da wir wissen, dass unausgesprochene Worte nur dazu führen, dass sie im Dunklen gären. Dadurch, dass wir darüber gesprochen haben, versteht er nun meine erste Reaktion und ich bin dadurch meiner Selbst wieder bewusster.

Ich sprach darüber auch mit meiner Freundin. Wir zwei komplimentieren uns wunderbar und sie ist selber auch sehr intuitiv und sieht Sachen und Zusammenhänge, die ich nicht selber sehe, und umgekehrt ist es genauso. Als ich ihr davon erzählte, sagte sie: „Du weißt aber auch, dass das vielleicht Deine Reaktion angetriggert hat, aber die Ursache dafür liegt noch viel weiter zurück, gell? Es ist der kleinen, dreijährigen Iris widerfahren.“

Ich stöhnte und lachte mehr oder weniger gleichzeitig, denn die arme Kleine hat ganz viel mitgemacht, und ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mir schon alles angesehen hätte, was der Kleinen damals wiederfuhr. Aber scheinbar nicht. Aber ihr geht es definitiv besser, denn obwohl mir die Tränen schon quasi hinter den Augen brannten, war der Impuls zu lachen viel größer, denn ich spürte ihre Lockerheit mit der sie mir einfach zeigen wollte: „Duuuu, schaust Du da bitte auch noch hin? Da zwickt noch was.“

Ich weiß jetzt, dass die Kleine noch einige Baustellen hat, die nach und nach hochkommen werden, und die ich dann in die Heilung bringen kann. Aber ich bin glücklich darüber, dass ich diesen Aspekt mit Hilfe der Einhandrutentechnik und dem Heilen mit Symbolen erfolgreich als „Erledigt“ loslassen kann.

Die kleine Iris wurde von meinem Großvater sexuell missbraucht. Es fing an, als sie drei Jahre alt war und endete mit dem Wegzug aus Duisburg, als ich sechs war. Ich hatte es sehr geschickt verdrängt. So gut, dass ich mich an kaum eine Begebenheit aus meiner Kindheit oder Jugend erinnern konnte. Die Erinnerungen fingen erst an dem Tag wieder an, an dem meine Mutter vom Tod ihres Vaters erfuhr. Diese Szene hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt und erst seit kurzem weiß ich, warum.

Und erst jetzt, während ich diese Worte niederschreibe, geht mir auf, warum ich mich an recht viele andere Begebenheiten in meinem Leben nicht oder nicht gut erinnern kann: So bin ich mit tiefem Scherz umgegangen. Das Verdrängen von Schmerz ging so in Fleisch und Blut über. Was aber nicht bedeutet, dass Schmerz der alleinige Grund für mein Vergessen ist. 🙂

Ich habe meinem Opa und dem Rest der Familie, die mir eigentlich hätte zu Hilfe kommen können/sollen, vergeben. Ich weiß, dass mein Opa durch den 2. Weltkrieg ein ganz schweres Schicksal trug und das Beste tat, zu dem er in der Lage war.

Nein, ich sage nicht, dass es gut war, dass er mich vergewaltigt hat. Ich habe ihm verziehen, aber heiße das Verhalten nicht gut. Ich weiß, dass jeder Mensch immer das Beste tut, wozu er in jedem einzelnen Augenblick in der Lage ist. Wir wissen nicht, wie wir reagieren würden, wenn wir genau das Schicksal erfahren hätten, das die Menschen durchleben mussten, die Gewalt in jeglicher Form ausüben. Denn sei gewiss: Auch Ihnen wurde Gewalt angetan. Hass bringt wieder Hass hervor. Nur mit Liebe hat man die Möglichkeit, den Hass zu wandeln.

Und da ist der Brückenschlag zum Benutzt-werden durch Gott:

Liebe wirkt am stärksten dort, wo Hass seinesgleichen sucht. Das heißt, man muss in eine Situation kommen, in der ein möglicher Weg der Hass ist – und sich dann für die Liebe entscheiden, damit Gottes Liebe so richtig zur Wirkung kommen kann.

Und Gott dankt es immer auf vielfältige Weise. Heute zum Beispiel hatten die kleine Iris und ich ganz viel Spaß, als wir ganz viel freie Fläche beim Einkaufen nutzten, um quer durch das Einkaufszentrum mit dem Einkaufswagen als Fortbewegungsmittel zu pesen (jagen). Was wiederum wieder das Lächeln in die Gesichter meiner Mitmenschen zauberte. Herrlich! 🙂

Der See

Ich sprach gerade mit einem Freund und während unseres Gespräches kam mir ein Bild, das ich gerne mit Dir teilen möchte, da es einen guten Weg zeigt, um „Altlasten“ abzulegen. Ganz egal, ob es sich um Ängste, Sorgen, Denkmuster oder sonst was handelt.

Stell Dir vor, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, Schmetterlinge fliegen über die Wiese und Du läufst auf einen wunderschönen See zu, während Du die warme Luft als sanfte Brise auf Deiner Haut spürst.

Auf der anderen Seite des Sees, der so groß ist, dass Du ihn ganz bequem durchschwimmen kannst, siehst Du Dein Ziel – in den schönsten Farben.

Du gehst also ganz gemütlich auf den See zu und ziehst Dich (bis auf Deine Badesachen, ist ja jugendfrei hier :)) aus. Neben dem Stapel mit den Kleidungsstücken legst Du alles, was Dich schwer macht, was Dich runterdrücken würde, weil es Dich belastet. Du kannst es Dir als dicken, fetten Backstein vorstellen, den Du aus der Tasche ziehst und neben Deine Kleidung legst. Du bedankst Dich für die Dienste und gehst befreit ins Wasser. Schau mal, ob Du eher langsam gehst, oder voller Freude reinspringst. Beides ist gut, nichts ist falsch.

Mit Blick auf Dein Ziel durchschwimmst Du mühelos den See. Je näher Du dem Ziel kommst, desto aufgeregter wirst Du und desto mehr Freude kommt auf, die Dich noch mehr anspornt.

Wenn Du nicht schwimmen kannst, stell Dir vor, dass ein Schlauchboot am Ufer steht und Du zum anderen Ende ruderst. Den Backstein kannst Du trotzdem nicht mitnehmen, denn er ist so scharfkantig, dass das Schlauchboot einen Riss kriegen und sinken würde.

Am Ufer angekommen siehst Du noch schönere Kleidungsstücke liegen, so dass Du gar nicht zurückschwimmen musst (und Du siehst, dass der Backstein in der Zwischenzeit total austrocknete, bröselig wurde, und sich der so entstandene Sand in alle Winde verstreut hat). Aber bevor Du Dich abtrocknen und anziehen kannst, wirst Du von Deinem Ziel wie von einem kleinen verspielten Welpen freudig begrüßt. Dir geht das Herz auf vor Dankbarkeit dem Ziel, aber auch Dir selbst gegenüber, dass Du Deinem Weg gefolgt bist und so nun all das Gute annehmen kannst, das sich jetzt in Deinem Leben manifestieren kann.

Wenn Du beim ersten Mal nicht auf die andere Seite kommst, ist nicht schlimm. Dreh einfach um, und schwimme zurück. Hier gibt es aber allerdings kein Handtuch, so dass Du nass in die Klamotten schlüpfen musst. Uncool. Dann liegt da ja auch noch der Backstein. Du beugst Dich nieder, um ihn aufzuheben, und merkst, wie viel schwerer er jetzt ist. Es kostet Dich mehr Mühe, ihn aufzunehmen. Wenn Du ihn erst mal trägst, ist es okay, dann ist das Gewicht dasselbe, aber das Aufnehmen ist sehr viel beschwerlicher.

Du kannst diese Visualisierung jederzeit wiederholen. Es ist egal, wie oft du wieder zurückschwimmst, alles zu seiner Zeit. Aber wisse, dass bei jeder Rückkehr der Backstein mit den Altlasten beim Aufnehmen schwerer wird. Bis Du Dir irgendwann denkst: „Warum versuche ich eigentlich, auf Biegen und Brechen diesen alten Mist mit mir rumzuschleppen? Die ganze Muskelkraft, die ich durch das Aufheben des Backsteines aufgebaut habe, kann ich doch dazu nutzen, um an das andere Ende des Sees zu kommen!“

Und Du probierst es wieder. Und auf einmal schaffst Du es! Du kommst drüben an. Und diesmal stehen da auch Deine ganzen Ahnen und verstorbenen Freunde und Tiergefährten und jubeln. Glückwunsch, Du hast es geschafft!

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Veranschaulichen wir das Prinzip mal an einem Beispiel:

Du hast Dich beworben und möchtest telefonisch nachfragen, ob die Bewerbungsunterlagen auch eingegangen sind, da Dir der Job richtig viel Spaß machen würde. Nun weißt Du aber nicht, was Du am Telefon sagen sollst, hast Angst, aufdringlich zu sein, nur Stuss am Telefon zu erzählen und überhaupt, beim letzten Bewerbungsgespräch hast Du auch nur rumgestammelt.

Das ist die Momentanaufnahme aus Deinem jetzigen verkrampften Blickwinkel.

Atme erst mal tief durch.

So, was ist das Ziel?

In diesem Fall ist es das Ziel, den Mut zu haben, beim potenziellen zukünftigen Arbeitgeber anzurufen, um ihn ganz offen und natürlich zu fragen, ob die Bewerbungsunterlagen angekommen sind, da Du wirklich gerne für ihn und das Unternehmen arbeiten und Du ungern diese Chance verpassen würdest, weil der Umschlag mit den Unterlagen beim Postamt hinter einen Schrank gefallen ist.

Also visualisiere ein lockeres Telefonat mit dem zukünftigen Chef. Dahinter siehst Du am besten schon die Personalakte mit Deinem Namen drauf, weil dem Chef es total gut gefallen hat, dass Du so viel Eigeninitiative ergriffen hast, ohne aufdringlich zu sein und gezeigt hast, dass Dir der Job wirklich wichtig ist.

Die Altlasten: negative Selbstgespräche und Minderwertigkeitsgefühle, Erinnerungen an das letzte Bewerbungsgespräch. Also alle Ängste, die Dir im Weg stehen. Ängste sind okay, sie sind total hilfreich – und sie sind beweglich. Hast Du das noch nicht gewusst? Klar – sie folgen Dir ja auch überall hin, wenn Du sie lässt. Stell Dir vor, Du schaust Deine Ängste mal ganz genau an, ohne wegzusehen. Genau, blicke mal rechts neben Dich: Siehst Du die vier Rollen unter Deiner Angst? Sieht aus, wie ein Blumenroller für große Pflanzenkübel. Komisch gell? Weißt Du, wozu sie da sind? Genau – man kann die Angst zur Seite schieben. Nein, nicht ignorieren, das hilft nicht, aber sieh sie, erkenne sie an und schiebe sie zur Seite. Und ja – löse vorher noch die Schnur, die diese Angst mit Deinem Bein verbunden hatte, so dass Du sie bislang immer überall mitnehmen konntest. 🙂

Geh dann einen Schritt auf Dein Ziel zu. Auf der anderen Seite, bei mir ist es links, da ist auch eine Energie. Spürst Du sie? Das ist die Liebe. Sie freut sich gerade total, dass Du diesen Schritt gewagt hast. Sie und Deine Ahnen schauen liebevoll zu Dir rüber und unterstützen Dich, denn jetzt steht die Angst ja nicht mehr im Weg und Du kannst die Liebe ganz in Dir aufnehmen. Ja, dieses unbekannte Gefühl, dass Du da spürst – das ist die Selbstliebe, die spielt auch mit. Die Angst überdeckt sie meist sehr gekonnt. Aber jetzt kann sie sich zeigen.

Also nimm die Altlasten – diesmal auch gerne in Form eines grünen Luftballons – und lass den Ballon los. Du siehst ihn befreit in die Lüfte aufsteigen. Du siehst, wie eine Möwe kommt, ein Loch reinpickt und wie der Luftballon zerplatzt. Jetzt hält Dich erst recht nichts mehr auf dieser Seite des Ufers. Voller Freude springst Du in den See (oder in das Schlauchboot) und feierst Deinen Weg.

Mögest Du Dich immer für die Liebe entscheiden, das wünsche ich Dir.

 

Valentinstag – der Tag der Liebe

Ich las heute eine Geschichte in dem Buch A Deep Breath of Life: Daily Inspiration for Heart-Centered Living von Alan Cohen mit kurzen inspirierenden Texten für jeden Tag des Jahres.

Der heutige Text dreht sich passenderweise um den „Urheber“ des Valentinstages, um Valentinus, der von den Römern ob seines Bekenntnisses zum Christentum zum Tode verurteilt wurde. Im Kerker schloss er Freundschaft mit einer der Wachen, mit dem er lange Gespräche führte. Diese Wache respektierte Valentinus und seine Weisheit und brachte auch seine siebenjährige blinde Tochter Julia zu ihm, damit Valentinus sie unterrichten möge. Es dauerte nicht lange, da verband auch Julia eine tiefe Freundschaft, Respekt und Liebe zu ihrem Mentor. Eines Tages fragte Julia ihn, ob sie denn jemals wieder würde sehen können. Valentinus entgegnete der Kleinen: „Mit Liebe im Herzen und Deinem Glauben an Gott ist alles möglich.“. Es wird gesagt, dass sie in diesem Moment von einem hellen Lichtstrahl getroffen wurde und fortan wieder sehen konnte. Als Julia Valentinus am nächsten Tag besuchen wollte, fand sie die Zelle leer vor, denn Valentinus wurde hingerichtet. Er hinterließ Julia aber eine Nachricht, die der Überlieferung nach das Folgende sagte:

„Auch wenn wir uns niemals wiedersehen werden, wisse, dass ich Dich immer lieben werde. Du bist mir sehr wichtig und ich schätze Dich sehr. Ich werde immer an Deiner Seite sein, auch wenn Du mich nicht siehst, und ich werde für immer in Deinem Herzen leben. Ich glaube an Dich.“

Obwohl ich diese Worte schon mindestens zum dritten Mal lese, haben sie mich noch nie so sehr berührt, wie heute. Diese unschuldige, reine Liebe, die Valentinus und die kleine Julia verband, treibt mir immer wieder die Tränen in die Augen. Sie und das Wissen, dass diese Liebe uns alle umgibt. Wir können diesen Strom der Liebe immer „anzapfen“. Und er versiegt nie.

Ich denke, ein weiterer Grund, warum mich diese Geschichte heute besonders anrührt, ist eine Begegnung, die ich am Freitag erleben durfte, die mich genauso berührt hat:

Am Freitag fand im Kulturgarten in Duisburg wieder ein Abend mit Jenseitskontakten statt. Unter anderem kam ein Herr durch, der einer der Anwesenden mitteilen wollte, dass es ihm gut geht, dass er nun frei sei. Er wollte auch seiner Liebe für sie Ausdruck verleihen. Das Gefühl war so tief, dass mir quasi die Brust schwoll vor lauter Liebe, und die Dame konnte sie auch spüren. Nach der Veranstaltung kam sie auf mich zu und sagte mir, dass dieser Herr erst zwei Tage zuvor beerdigt wurde und wie sehr es ihr half, zu wissen, dass es ihm jetzt gut geht. Das hat mich total berührt und ich bin seitdem von einer noch tieferen Dankbarkeit darüber erfüllt, dass ich Menschen in dieser Weise dienen und ihre Liebe über die Grenzen der „Realität“ hinweg übermitteln darf.

Ich lebe mittlerweile für die Liebe. Und mein Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich diese Liebe spüren zu lassen.

Diese Worte sind für Dich. Atme sie ein, lasse sie auf Dich wirken und glaube daran, dass Du wichtig bist, dass Du einen Unterschied machst, dass Du eine Stimme und Fähigkeiten hast, dass Du eine Geschichte hast, die sonst niemand hat, dass es Menschen gibt, die Dich brauchen, Deinen Glauben und Deine Liebe. Vergiss nie, dass die Welt auf Dich wartet. Auf Dich und Deinen einzigartigen und schönen Beitrag. Danke für Dein Sein. Ich liebe Dich.

 

2016-02-14_Dass ich wichtig bin_

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