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Warum der Aspekt der Freude bei Deiner Zielsetzung nicht fehlen darf

 

Du bist hier auf der Erde, um Freude zu erfahren.
Abraham Hicks

 

In den letzten Tagen kam das Gespräch immer wieder darauf, seiner eigenen Freude zu folgen. Egal, mit wem ich sprach.

Freude war einer der roten Fäden, der sich durch die Woche zog.

Sobald wir die Freude aus dem Fokus verlieren, fängt das Leben an, sich zäh wie Kaugummi anzufühlen. Alles wird träge und beschwert. Nichts macht wirklich Freude, denn wir jagen nur unseren Zielen hinterher. Verstehe mich nicht falsch: Es ist wichtig, Ziele zu haben!

Es ist aber noch wichtiger, das richtige Ziel anzuvisieren.

Man kann sich jede Menge Ziele setzen: So und so viel Kilo abnehmen, reich und berühmt sein, heiraten und zwei Kinder kriegen, in einem schönen Haus mit Garten und Hund im Vorort einer schönen Stadt leben, das aktuelle Projekt abschließen, und dann das nächste, und das nächste …

Aus meinem eigenen Leben kann ich Dir sagen: Es wird immer ein nächstes Projekt geben.

Als ich noch die Übersetzungsagentur leitete, habe ich sehr viel gearbeitet. Je nach Projekt auch mal die Nächte durchgearbeitet. Meist hatten wir enge Abgabetermine. Ich arbeitete immer auf den nächsten Abgabetermin zu. Er kam, ich gab das Projekt ab, stellte die Rechnung … und arbeitete direkt am nächsten Projekt, wenn ich nicht zeitgleich an mehreren Projekten arbeitete.

Ruckzuck waren 17 Jahre rum.

Irgendwann erwachte ich aus diesem Drang, auf die nächste Abgabe hinzuarbeiten. Dafür erwachte in mir der Drang, zu leben, zu fühlen, ich zu sein.

Es dauerte allerding noch einige Jahre, bis ich entdeckte, was für mich das Ziel ist, das mir als Ankerpunkt dient. Die altbekannte Art der Zielsetzung war noch für einige Zeit automatisch in mir aktiv. Ich musste mich erst umprogrammieren. Das war die maskuline Art der Zielsetzung.

Die feminine Art der Zielsetzung setzt ganz auf das Gefühl.

Mir wird gerade bewusst, wie lange es gedauert hat, bis mein Verstand das Konzept freigegeben hat, damit ich es verinnerlichen kann. Vor fünf Jahren schon las ich Danielle LaPortes Buch „The Desire Map“. Für mich war sie die erste, die fragte, was denn hinter den Zielen steckt, die man sich selber setzt:

Wie willst Du Dich fühlen?

Nicht „Warum willst Du Dich so fühlen?“. Das ist zweitrangig. Denn sobald Du ins Analysieren kommst, bist Du aus dem Gefühl draußen. Bleib im Gefühl. Lass das Gefühl aber nicht von äußeren Umständen abhängig sein!

Wie bei allem im Leben, so soll auch hier Freude und Leichtigkeit der Kompass sein.

Denn wenn Du der Freude und der Leichtigkeit folgst, bist Du definitiv auf Deinem Weg. Sobald es schwer wird und die Freude stiften geht, weißt Du, dass der eingeschlagene Weg nicht der ist, der für Dich in diesem Leben vorgesehen ist. Du kannst natürlich gerne auf diesem Weg bleiben. Das nächste Leben kommt bestimmt. Aber warum nicht das nutzen, was uns gegeben wurde?

Wir sind hier in diesem Leben, um Freude zu erfahren, zu leben und zu verbreiten.

So einfach und doch so komplex. Ich gehe also einen Schritt weiter und sage, dass hinter all den Gefühlen einer gesunden Zielsetzung zwei Kerngefühle stecken: Freude und Leichtigkeit.

Wie sich Freude und Leichtigkeit im Leben einzelner Menschen zeigt ist so unterschiedlich wie die einzelnen Menschen selber.

Für die einen ist es Sport, der Freude bringt, für die anderen Musik hören, Tango tanzen, wieder für andere einfach das Sitzen in der Natur, die Sonne auf der Haut und den Wind um die Nase spüren, etc.. Ich definiere Freude so:

Freude ist das, was Dein Herz aufgehen und lächeln lässt, wenn Du nur daran denkst.

 

Aber was bedeutet das jetzt für Dich und wie kannst Du freudvolle Ziele finden?

Wenn Du schon Ziele hast, beginnt jedes gute Projekt mit einer Bestandsaufnahme:

  • Ziele auflisten

Schau Dir zuerst die Ziele an, die Du Dir bereits gesetzt hast. Wenn Du mehrere hast, schreibe sie alle auf.

  • Ziele fühlen

Fühle in jedes einzelne Ziel hinein. Spürst Du Freude, wenn Du an das Erreichen des Ziels denkst? Und spürst Du die Leichtigkeit? Freude und Leichtigkeit kommen bei Zielen immer im Doppelpack!

Übung:

Wenn Du Dir nicht sicher bist, was Du fühlst, schreibe Deine Ziele auf ein Blatt Papier. Jedes Ziel auf ein separates Blatt. (Mit einem Stift, der nicht auf die andere Seite durchscheint.) Dann drehe die Blätter um, mische sie und verteile sie auf dem Boden. Stell Dich drauf und fühle in jedes einzelne Ziel hinein. Schreibe Dir auf, was Du fühlst. Wenn Du keine Freude oder Leichtigkeit fühlst, lege sie zur Seite.

Es ist an der Stelle auch okay, wenn Du diese Freude bei keinem Deiner Ziele fühlst. Das heißt, Du kannst Dir ein neues Ziel setzen, das Dein Herz höherschlagen lässt.

Tipp:

Manchmal ändert sich auch das Gefühl, wenn man verschiedene Optionen aufeinanderlegt.

 

Wie kann sich das äußern?

Ein Ziel kann zum Beispiel die eigene Selbstständigkeit sein, ein anderes Ziel könnte sein, in Paris zu wohnen. Jedes einzelne Ziel an sich fühlt sich nicht richtig an, irgendwas fehlt. Wenn Du die Blätter mit den Zielen aufeinanderlegst, und dich total frei, fröhlich und leicht fühlst, so solltest Du anfangen herauszufinden, wie Du Dich in Paris selbstständig machen kannst. 🙂

 

Jetzt das Wichtige: Verliere dabei die Freude nicht aus den Augen!

An der Stelle verfallen wir oft wieder der männlichen Herangehensweise an Ziele: Listen machen, die man abarbeiten muss.

Und schon schleicht sich die Freude aus der Hintertür raus.

Listen sind okay – als Hilfsmittel. Aber erinnere Dich stets daran: Die Freude ist das Ziel, nicht Paris! In Paris zu wohnen ist nur ein Weg, wie sich Freude momentan in Deinem Leben äußert.

Alles verändert sich: Ziele, Wünsche, Umstände, wir selber. Es gilt, sich diesen Änderungen hinzugeben; und dabei immer als Ankerpunkt die Freude im Fokus zu behalten.

 

Was kannst Du tun, wenn Du kein Ziel hast?

Freude finden. Wer kein Ziel hat, hat die Freude aus den Augen verloren.

Auch hier gilt: Mache eine Bestandsaufnahme.

Was macht Dir Freude? Was hat Dir Freude gemacht, als Du Kind warst, oder auch im jungen Erwachsenenalter. Schreibe es auf.

Wenn Dir nichts einfällt, besorge Dir ein kleines Notizbuch und trage es mitsamt einem Stift überall mit Dir herum.

Beobachte Dich: Wobei geht Dir während des Tages das Herz auf?
Schreibe es auf.

Erinnere Dich, wann Du das letzte Mal Freude empfunden hast.
Schreibe auch das auf.

 

Aber noch viel wichtiger: Tue es mal wieder!

 

Da mir in letzter Zeit sehr häufig Bälle begegnen, greife ich das Thema hier wieder auf:

Wenn Du als Kind gerne Ball gespielt hast, schnapp Dir einen Tennisball und wirf ihn gegen die Haus- oder Zimmerwand (wenn sich dahinter nicht ein sensibler Nachbar befindet. :)).

Wenn Du einkaufen gehst, lehne Dich auf den (vollen) Wagen und rolle damit durch den Laden oder über den Parkplatz. Da kommt sofort wieder Freude auf. 🙂

Wenn Du als Kind gerne Brötchen mit Schaumküssen gegessen hast, geh Dir Brötchen und Schaumküsse kaufen und gib Dich ganz der Freude hin. Genieße jeden einzelnen Bissen, ganz egal, ob Du Diät machst oder nicht. Du isst es ja nicht ständig.

(Und hier eine wahre Geschichte aus meinem Leben:

Ich liebe Eiscreme. Könnte ich kiloweise vertilgen. Deswegen ist es für mich ein Leichtes, Halb-Pfund-Packungen Eis ganz alleine und auf einmal zu vertilgen.

Wann immer ich dieses Eis esse, weil ich Frust schiebe, habe ich am nächsten Tag mindestens ein Kilo mehr auf der Waage.

Vor ein paar Jahren war ich im Frühjahr unterwegs, in der Stadt bummeln. Die Sonne schien, es gab tolle Straßenmusiker, ich hatte total gute Laune und Freude am Leben, am Tag und am riesigen Eisbecher mit extra Keksen, Sahne und Schokosoße. 🙂 Ich habe voller Freude jeden einzelnen Löffel genossen. Und ob Du es glaubst oder nicht – am nächsten Tag wog ich ein Kilo weniger als am Tag zuvor.

Es ist also größtenteils die Einstellung, die dick macht, denn die Kalorien waren ungefähr dieselben.)

 

Aber zurück zu Dir:

Es gibt einige Indoor-Spielplätze, die Ü-18-Toben anbieten (zum Beispiel das in Solingen).

Kurz: Bring Freude in Dein Leben. Mit der Freude kommt die Leichtigkeit und mit den beiden im Schlepptau findest Du Deinen Weg in diesem Leben.

 

Was Dich hindern könnte, Freude zu empfinden:

Die drei wichtigsten Punkte hier sind:

  • Drama.

Entweder Dein eigenes oder das anderer.

Nein, ich nehme ein schweres Schicksal nicht auf die leichte Schulter. Kenne ich selber. Aber auch hier gilt: Die Freude ist unser Ziel. Lerne, was daraus zu lernen ist, erkenne das Geschenk daraus, löse Dich aus der Situation und lebe Dein Leben. Ohne Drama.

  • Falsche Freunde.

Diejenigen, die Dich in ihr Drama einwickeln. Oder diejenigen, die versuchen, die Verantwortung für ihr eigenes Leben auf Dich abzuwälzen. Diejenigen, die alles negativ sehen. Menschen, die Dich daran hindern wollen, Dein Leben zu leben. Diejenigen, die Dich kleinhalten, um selber größer dazustehen, etc.

  • Betäubung durch TV, Facebook, WhatsApp, Gaming etc. Kurz: Alles, was Dich davon abhält, Deinen Weg zu gehen.

Du bist hier, um Dein Leben zu leben, nicht, um das Leben anderer Menschen zu beobachten.

 

Was Dir helfen wird, Zugang zur Freude zu finden:

  • Neugier, um herauszufinden, was sich jenseits Deiner Komfortzone befindet.
  • Abenteuerlust, um den ersten Schritt zu gehen. Und den nächsten. Und noch einen.
  • Gute Freunde. Freunde, die Dich aufrichten. Freunde, die sehen, was alles möglich ist, was alles möglich sein könnte. Freunde, die selber alles tun, um ihr Leben zu leben. Freunde, die Dir Mut zusprechen, wenn Du verzweifelt bist. Freunde, die ehrlich genug sind, Dir auf liebevolle und unterstützende Weise zu sagen, wenn Du Dich verrannt hast. Freunde, die eine eigene Meinung haben und sie auch vertreten, weil sie so Dir den Raum geben, Deine eigene Stimme zu finden und sie zu nutzen.
  • Und immer wieder Ausrichtung auf die Freude. Immer wieder Kurskorrektur.

 

Was macht Dir Freude? Wie hast Du die Freude in Deinem Leben wiederentdeckt? Wie bist Du aus Deinem Drama herausgekommen? Ich würde gerne von Dir in den Kommentaren hören – entweder auf meiner Webseite, oder auf Facebook.

 

Mögest Du immer öfter die Freude in Deinem Alltag spüren, das wünsche ich Dir!

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Wort des Tages: Bereitwillig

Bereitwilig.

Wenn Du wirklich Dein höchstes Potenzial leben willst,
musst Du dazu bereit sein und willens,
Deiner Freude zu folgen.
Yep, Deiner Freude.
Höre auf Dein Herz.
Wann immer es aufgeht,
wann immer Du Freude und Glück spürst,
ist das ein Zeichen dafür,
dass Du auf dem richtigen Weg bist.
Fühlst Du Dich klein,
weißt nicht, wann Du das letzte Mal
aus tiefster Seele gelacht hast,
weißt Du, dass es Zeit ist,
einen anderen Weg einzuschlagen.
Hast Du endlich genug Mühsal erlebt
und bist bereit für Veränderung?
Dann sage, am besten laut (und mit Gefühl):
Ich bin bereit!

Mögest Du immer der Stimme Deines Herzens und der darin wohnenden Freude folgen, das wünsche ich Dir.

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Wort des Tages: Energie

Energie.

Sprühst Du vor Energie oder fehlt sie Dir?
In was investierst Du Deine Energie?
Was raubt Dir Energie
und was gibt Dir Energie?
Wenn Du etwas tust, was Dir Energie raubt,
Du es aber tun musst,
dann füge der Situation etwas hinzu,
was Dir Energie gibt.
Musst Du zum Beispiel die Steuern machen,
dann höre nebenbei Deine Lieblingsmusik.

Mögest Du immer weniger von dem tun, was Dir Energie raubt, und immer mehr von dem, was Dir Energie schenkt, das wünsche ich Dir.

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Wort des Tages: Neuanfang

Neuanfang.

Jetzt ist genau der richtige Augenblick,
um neu anzufangen,
alles hinter Dir zu lassen,
was Dich schwer macht,
was nicht funktioniert,
was Dir keine Freude bringt.
Es macht keinen Sinn,
ein Leben zu leben,
das Dich beschwert,
jeder Freude beraubt.
Wann hast Du das letzte Mal aus tiefstem Herzen gelacht?
Wann bist Du das letzte Mal grinsend durch den Tag gegangen?
Und warum ist das so lange her?
Nein, suche die Schuld nicht bei anderen.
Übernimm stattdessen die Verantwortung für Dein Leben.
Fang jetzt damit an!

Mögest Du die Verantwortung für Dein Leben wieder fest in Deine eigenen Hände nehmen, das wünsche ich Dir!

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Wort des Tages: Wonne

Wonne.

Das Wort wird noch viel zu selten genutzt bzw. gelebt.
Wonne …
Daraus spricht so viel unschuldige Freude am Augenblick.
Einfach sein.
Ohne Wenn und Aber.
Breites Grinsen auf dem Gesicht.
Wohliges Gefühl.
Einfach schön.
Was ruft Wonne in Dir hervor?
Wenn Du es nicht weißt,
schreib das Wort auf einen Zettel
und stell Dich drauf.
Mach die Augen zu und fühle, was in Dir hochkommt.
Erinnerungen, Liedtexte, Situationen …?
Tue einfach mehr davon
und bade jeden Tag mindestens einmal im Gefühl der Wonne.

Mögest Du mit der Wonne wieder auf Du und Du stehen, das wünsche ich Dir!

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Mein Umgang mit dem Tod

 

Zeit ist nicht Geld, Zeit ist Leben.
Anke Birkenfeld

Gestern war ein schöner Tag.
Ich hatte schöne Begegnungen mit einem lieben Menschen, die Sonne schien, ich habe schöne Schuhe zu einem genialen Preis gefunden, und eine meiner Freundinnen schrieb mir und wollte telefonieren. Wie toll. Ich hatte schon lange nicht mehr mit ihr telefoniert. Ich kenne sie schon seit über 25 Jahren. Ich hatte sie damals über ihren Bruder kennengelernt.

Ihn kenne ich schon seit knapp 30 Jahren. Er wohnte damals in einer WG mit zwei anderen zusammen. Eine war eine seiner anderen Schwestern, die andere eine Frau, die ich damals in der Stadt kennenlernte. Sie lud mich zu sich nach Hause ein, und so lernte ich ihn kennen. Toller Sinn für Humor, der Mann, und er hat einen Tag nach mir Geburtstag. Wie praktisch, wenn es ums Feiern ging. 🙂

Der Kontakt brach in den dreißig Jahren nie ab. Auch, wenn es meist dann der obligatorische Anruf zu unserem Geburtstag war, an dem wir uns darüber austauschten, wie denn das letzte Jahr für uns war, und wie es uns geht.

Der Kontakt zu seiner Schwester war in den 25 Jahren, die wir uns schon kennen, enger geworden, als der Kontakt zwischen ihrem Bruder und mir. Nicht, dass wir zwei täglich telefonierten, aber doch öfter. So auch gestern.

Ich rief meine Freundin an und merkte sofort, dass etwas nicht stimmte.
Ich fragte sie, was los sei.

Ihr Bruder war gestorben.
Er starb an einem Herzinfarkt. Einfach so.

Nein, ich konnte es nicht glauben. Kann nicht sein. Wir haben an unserem letzten Geburtstag das erste Mal nicht telefoniert.

Meine Freundin und ich unterhielten uns ein Weilchen. Es sackte immer noch nicht. Ich spürte keine Trauer, nur Unglaube. Ich wusste aber, dass es stimmte, weil ich ihn und seine Energie während unseres Gesprächs spüren konnte.

Ich spürte, dass es ihm gut geht, dass er okay ist mit dem Timing. Ich spürte seine Freude über diese absolute Freiheit, die er jetzt hat.

Das half mir und ich glaube, es half seiner Schwester auch ein bisschen.

Erst heute sackte es so richtig. Erst, als ich es laut aussprach. Erst dann kamen die Tränen. Ich weiß, dass es ihm gut geht. Ich weiß, dass ich mich jederzeit mit ihm unterhalten kann. Ich weiß, dass er immer da sein wird, wenn seine Familie ihn braucht und vermisst. All das wusste ich. Der Kopf hatte es begriffen.

Aber das Herz hatte es nicht gefühlt. Bis zum Herz hatte ich es nicht vordringen lassen.

Trauer gehört dazu.

Ganz egal, ob Du Dich mit den Verstorbenen „auf der anderen Seite“ unterhalten kannst oder nicht. Etwas ist vorbei. Ein Mensch ist gegangen und hinterlässt eine Leere.

Es ist an uns, diese Leere zu spüren, anzuerkennen und ziehen zu lassen, oder in ihr zu ertrinken. Ignorieren geht nicht. Oder nur bedingt. Gefühle kann man nur für eine gewisse Zeit verdrängen, bzw. versuchen mit egal welcher Art der Ablenkung zu betäuben.

Gefühle wirklich zu fühlen ist wichtig.

Überlebenswichtig. Nicht nur Trauer. Jedes Gefühl. Genauso wichtig, wie nicht in ihnen zu ertrinken.

Der Tod. Welch ein Thema, um aus meiner einmonatigen Pause zurückzukommen. Aber aus so vielen Gründen auch sehr passend für mich.

Der Tod hat so viele Facetten.

Man kann ihn fürchten, man kann ihn hassen, man kann ihn begrüßen und man kann ihn annehmen. Es gibt ihn. Wie die Sonne. Wie die Geburt.

Ich sehe Tod und Abschied nicht als etwas Zerstörerisches. Für mich ist es etwas Transformatives. Es ist unsere Entscheidung, ob wir am Schmerz festhalten, oder uns fragen: „Okay, und was ist das Neue? Wofür ist jetzt Platz gemacht worden?“.

Hier ist es wichtig, sich immer daran zu erinnern, dass uns alles, was geschieht, auf irgendeine Art und Weise dient.

Der Tod und ich hatten bislang auf persönlicher Ebene nicht so viel miteinander zu tun. Das erste Mal begegnete er mir richtig bewusst im Jahre 1999, als ich meine Mutter in ihrer Wohnung aufgefunden hatte.

Mein letztes Gespräch mit meiner Mutter endete damit, dass ich wütend war und den Hörer aufknallte. Das hat mich bis vor kurzem noch verfolgt.

Circa ein Jahr, nachdem ich meine medialen Fähigkeiten angenommen hatte und anfing, sie zu leben, starb mein ältester Bruder. An dem Tag, als ich in die USA flog, um Urlaub zu machen. Ich war noch in der Luft, als er starb. Gefunden hatte ihn mein anderer Bruder am Tag darauf. An seinem Geburtstag.

Er starb an Herzinfarkt. Einfach so.

Ich war geschockt. Und meine Gedanken rasten. Ich überlegte mir, ob ich den Urlaub abbrechen und sofort zurückfliegen sollte.

Ich spürte aber, dass mein Bruder, bzw. seine Seele, sich den Zeitpunkt seines Todes sehr bewusst ausgesucht hatte.

Er wusste, dass mein anderer Bruder das nur überstehen konnte, wenn ich nicht da bin. Er musste sich um alles kümmern und organisieren. Ich war nicht da, um ihm zu helfen. Er hatte keine Zeit, bzw. keine Gelegenheit, in der Trauer zu ertrinken. Wenn ich dagewesen wäre, hätte das anders ausgesehen.

Ich habe das Glück, dass ich meine medialen Fähigkeiten seit Jahren schule, so dass ich in der Lage bin, Energien wahrzunehmen. Egal, ob es die Energien von Verstorbenen sind oder andere Energien. Jeder kann das.

Das half mir, als mein Bruder starb.

Wir hatten nun besseren Kontakt als zu Lebzeiten.

Wir telefonierten beide nicht gerne. Wir schrieben in recht großen Abständen. Gesehen hatten wir uns selten. Kurz nach seinem Tod aber war er sehr präsent. Ich spürte seine Anwesenheit. Ich spürte sein Lächeln, seine Worte. Er sorgte auch auf sehr elaborate Art und Weise dafür, dass mein anderer Bruder und ich unsere Kommunikation nicht einschlafen ließen. 🙂

Auch bei der Beerdigung war er anwesend.

Er stand etwas abseits und schaute zu. Verstorbene kommen immer zur eigenen Beerdigung.

Im Jahr drauf starb ein Mann, den ich zum Zeitpunkt seines Todes erst zwei Jahre kannte. Ich lernte ihn im Rahmen meiner Ethnomedizin-Ausbildung kennen. Er gehörte mit zur Ausbildungsgruppe. Unsere Gruppe ist sich in den zwei Jahren sehr nahe gekommen und ist es immer noch. Als wir uns alle kennenlernten, war er bereits an Krebs erkrankt. Er war ein sehr starker, liebevoller und gefühlvoller Mann. Er wollte unbedingt an unserem Abschluss im Allgäu teilnehmen. Und er tat es und schenkte uns noch viele schöne Erinnerungen an ihn. Kurz danach starb er. Er ist uns allen noch immer sehr nah.

Er steht uns auch von „drüben“ aus noch mit Rat und Tat zur Seite.

Er wird immer ein Teil von uns sein. Wir „Ethnos“ haben uns von ihm gebührend mit Ritual, Gesang und geselligem Zusammensein verabschiedet.

Und jetzt mein langjähriger Freund.
Ich werde sein verschmitztes Lächeln vermissen, das Grinsen, das durch den Hörer kam, wann immer er mich „Garnerle“ nannte.

Diesmal werde ich es nicht zur Beerdigung schaffen, sondern mich mit einem eigenen Ritual von ihm verabschieden.

 

Vorhin erfuhr ich dann noch, dass letzte Woche einer meiner Dozenten starb. Auch er starb an einem Herzinfarkt. Einfach so. Beim Tango-Tanzen.

Mein erster Gedanke war: „Wie geil!“. (Nicht, dass er starb, aber wie er starb.)

So möchte ich auch sterben!

Einfach umfallen, am besten bei etwas, was mir ganz viel Spaß macht. Das ist doch ein toller Moment, um zur anderen Seite zu wechseln!

Für die Hinterbliebenen ist es am schwersten.

Wenn die Lieben plötzlich und unerwartet sterben, hat man keine Zeit, sich zu verabschieden. Vielleicht gibt es noch Ungesagtes, bzw. Ungeklärtes. Man hat vielleicht im letzten Gespräch den Hörer auf- oder die Tür zugeknallt.

Sorge dafür, dass Deine Beziehungen zu den Menschen in Deinem Leben in Frieden sind.

Oder zumindest, dass Du mit der Beziehung, so wie sie momentan ist, in Frieden bist.

Was wäre, wenn heute jemand sterben würde, der Dir wichtig ist? Gäbe es etwas, was Du bereutest, nicht getan oder gesagt zu haben?

Erkenne die Zeichen, dass Deine Lieben „auf der anderen Seite“ noch da sind.
Zum Schluss möchte ich Dir noch etwas an die Hand geben, was Dir helfen kann, diese Zeichen zu erkennen.
Wenn unsere Lieben sterben, sind sie immer noch nahe. Und sie tun einiges, um sich bemerkbar zu machen.

Oft machen sie sich durch Federn oder Cent-Stücke bemerkbar. 

Es können auch Lieder sein, die man im Radio hört, oder Sätze, die beim Zappen von einem Sender zum nächsten hängenbleiben. Es können Bilder sein, die schief hängen. Es kann ein Geruch sein, den man plötzlich in der Nase hat. Oder eine Erinnerung, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Man kann sie um Zeichen bitten.

Diese Infos teilte ich auch mit meinem Bruder. Kurz darauf sah er auf seinen Spaziergängen immer wieder Federn. Das gab ihm Kraft und das Wissen, dass Wolfgang bei ihm ist. Und das gab ihm Trost.

Als wir uns längere Zeit nicht unterhielten und Wolfgang dafür sorgte, dass ich mich ins Auto setzte und meinen Bruder einfach überraschte, erzählte er mir etwas sehr Faszinierendes:

An einem Tag, an dem er Wolfgang sehr vermisste und schon lange keine Federn mehr gesehen hatte, sprach er in Gedanken mit ihm und sagte ihm, dass er sich alleine fühlt und er gerne ein Zeichen hätte, dass Wolfgang noch da sei. Diesen Gedanken hatte er in seiner Wohnung. Fenster waren alle geschlossen, die einzigen Tiere im Haus waren seine zwei Hunde. Er ging von der Küche ins Wohnzimmer, schaute auf den Tisch …

Und sah dort eine Feder liegen.

Solche unerklärlichen Ereignisse sind nichts Ungewöhnliches, auch wenn es so klingt.

Wir alle können das Universum/den Schöpfer/Gott – wie auch immer man es nennen will – um ein Zeichen bitten.

Ja, auch Du. Bitte ihn einfach um ein Zeichen dafür, dass Du nicht alleine bist, dass „im Hintergrund“ Kräfte wirken, die uns helfend zur Seite stehen.

Achte darauf, dass Du Dich und sie nicht zu sehr einschränkst.

„Wenn Du wirklich da bist, zeige mir morgen um 16 Uhr einen roten Drachen mit einem riesigen Schwanz und langen Stacheln. Und Feuer soll er speien.“ Das wäre sehr einschränkend. 🙂

Wenn Du nur einen Drachen als Zeichen ausmachst, kann dieser Drache in der Woche drauf auf dem Flyer vom neuen chinesischen Restaurant in Dein Haus kommen. Oder Du siehst Kinder, die Drachen steigen lassen. Halte es allgemein. Und sei offen. Denn im Radio könnte dann auch „Puff the Magic Dragon“ gespielt werden oder Du siehst die Werbung für das neue „Dungeon & Dragon“-Spiel etc. …

Du siehst, es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten.

Vor ein paar Jahren bat ich zum ersten Mal um ein Zeichen.

Ich glaube, es war damals nur aus Neugier, um zu sehen, ob es funktioniert. Ich überlegte mir, was das Zeichen sein sollte und entschied mich für ein rotes Herz.

Ein paar Tage später erhielt ich ein Päckchen mit einer Bestellung. Ich öffnete das Päckchen und was sah ich dort neben meiner Bestellung?

Einen weißen und einen roten Luftballon – in Herzform.

Da war mein Zeichen und meine Bestätigung, dass ich unterstützt werde, auch wenn ich es nicht wahrnehme.

Ich würde gerne von Dir hören: Was hast Du erlebt, das Dir zeigte, dass Du nicht alleine bist?

 

Mögest Du mit Deinem Leben und Deinen Lieben in Frieden sein und die Zeichen erkennen, die Dir bestätigen, dass Du nicht alleine bist, das wünsche ich Dir.

 

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Wort des Tages: Überfluss

Überfluss.

Wenn wir aus dem Überfluss heraus leben,
haben alle genug.
Denn wir verausgaben uns nicht,
wir geben von dem, was reichlich da ist.
Nimm z. B. die Freude:
Wenn wir voller Freude sind
und diese weitergeben,
andere damit anstecken,
wird unsere Freude ja davon nicht weniger.
Wir sprudeln über vor Freude.
Wenn wir von Herzen lieben,
sprudeln wir über vor Liebe.
Wenn wir aber lieben,
weil wir eine Gegenleistung erwarten,
wie z. B. zurückgeliebt zu werden,
lieben wir aus dem Mangel heraus.
Dem Mangel an Selbstliebe.

Mögest Du heute und an allen Tagen aus einem vollen Herzen heraus lieben, das wünsche ich Dir.

Wort des Tages: Erleichterung

Erleichterung.

Was ist in Deinem Leben gerade schwer?
Was drückt Dich, was lastet auf Deinen Schultern?
Und was gibt es in Deinem Leben, das Dir Leichtigkeit bringt?
Es muss noch nicht mal was mit dem zu tun haben, was Dich bedrückt.
Ganz allgemein gefragt:
Was zaubert Dir ein Lächeln auf das Gesicht?
Wodurch verbessert sich Deine Laune?
Musik?
Bewegung?
Dein Haustier?
Deine Freunde?
Ein gutes Buch?
Was immer es auch ist, tue es.
Je öfter Du es tust, desto eher ändert sich
Dein Blickwinkel auf Deine Probleme
und Du siehst Lösungen,
die Du vorher nicht sehen konntest.

Mögest Du Erleichterung in den kleinen Dingen des Lebens finden, das wünsche ich Dir.

Wort des Tages: Arbeitslos

2017-02-14_Arbeitslos

Arbeitslos.

Es ist nicht Dein Los, immer zu arbeiten.
Arbeiten an sich ist nicht Dein Los.
Du bist hier, um mit Deinem Wirken Dir und anderen zu helfen.
Wenn Du die Arbeit los bist, sei froh.
Denn Arbeit hat immer einen Beigeschmack von Bemühung, von Schwere.
Wenn Du Dein Wirkungsfeld gefunden hast,
tust Du das, was Du tust, gerne.
Es macht Dir Spaß und Du hast Freude dran.
Wenn Du schon mit einem schlechten Gefühl aufwachst,
weil Du arbeiten gehen musst, bist Du nicht am rechten Ort.

Mögest Du Dein Wirkungsfeld finden und es Dir dort nie langweilig werden, das wünsche ich Dir.

Wort des Tages: Feiern

2016-12-15_feiern

Feiern.
Wann genau feierst Du Dich oder Dein Leben?
Nie? Zu wenig? Jeden Tag?
Siehst Du, was es sich zu feiern lohnt?
Was ist es für Dich?
Wie hoch sind Deine Ansprüche?
Vergleichst Du Dich mit anderen?
Was ist mit den kleinen Schritten?
Siehst Du sie auch?
Erkennst Du Dich dafür an?
Was ist mit der Freude?
Spürst Du sie?
Feierst Du sie?
Achte auf die Freude in Deinem Leben, und achte sie.
Sie ist heilig – und immer wieder ein Grund zu feiern.

Mögest Du die Freude in Deinem Leben spüren, achten und feiern können, das wünsche ich Dir.

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