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Samhain-Zeit ist Ahnenzeit

Ein Wesen, das verachtet seinen Stamm, kann nimmer fest begrenzt sein in sich selbst.
William Shakespeare, König Lear

Heute ist Samhain. Die Hoch-Zeit der Ahnen beginnt. Zur Feier des Tages gibt es heute den Impuls Nummer 27 meines Online-Kurses 37 Wege zum Frieden: den Einstieg zum Aspekt des Ahnensystems. Darin erfährst Du, wie Du den Kontakt zu Deinen Ahnen herstellst und ihn pflegst. Und warum Du es tun solltst. Viel Freude wünsche ich Dir!

Ganz egal, ob Du noch Bilder Deiner Ahnen hast, die zurückgehen bis zu der Zeit, in der die Fotografie gerade aufkam, oder Du Deine Ahnen überhaupt nicht kennst, weil Du ein Waisenkind bist: Deine Ahnen sind nicht einfach nur da, sondern auch für Dich da.

 

In der westlichen Welt ist es bislang eher unüblich gewesen, sich um die eigenen Ahnen zu kümmern, den Kontakt herzustellen und die Liebe fließen zu lassen. Und ja, auch Frieden herzustellen.

 

In der östlichen Welt und auch für indigene Völker ist es dagegen ganz normal sie zu verehren, ihnen einen Schrein aufzustellen etc.

Denn unsere Ahnen haben den Weg für uns bereitet. Ohne sie gäbe es uns nicht. Das alleine ist schon Grund, ihnen Ehre zu erweisen. Aber sie stellen uns auch ihr Wissen und ihre Hilfe zur Verfügung.

 

Die amerikanische Schriftstellerin Maya Angelou sagte mal, dass sie in schwierigen Situationen oder vor wichtigen Gesprächen etc. ihre Ahnen anruft und mit in den Raum bittet, um ihr den Rücken zu stärken. Genau dazu sind sie da. Unter anderem zumindest. Sie können uns auch Zugriff auf ihr Wissen und ihre Weisheit gewähren.

Aber zuerst einmal müssen wir dazu die Verbindung wieder herstellen. Damit fangen wir heute an.

 

Etwas ist dabei ganz wichtig zu beachten: Wenn Du schlechte Erfahrung mit einem oder mehreren Verwandten gemacht hast, sage Dich nicht von all Deinen Ahnen los. Deine Ahnen gehen Generationen um Generationen zurück. Schere nicht alle über einen Kamm. Du würdest ihnen Unrecht tun und Dir schaden.

Ich liste heute ein paar Möglichkeiten auf, den Kontakt zu Deinen Ahnen herzustellen und ihn zu halten. Es gibt noch viele andere. Wenn Du eigene Methoden hast, mit denen Du Deine Ahnen ehrst, würde ich mich freuen, wenn Du sie in den Kommentaren mit uns teilen würdest.

 

Ahnenplatz

Du kannst eine Ecke in Deiner Wohnung Deinen Ahnen widmen. Am besten in Richtung Westen, denn der Westen ist die Himmelsrichtung der Ahnen. Diesen Platz kannst Du auf vielfältige Art und Weise herrichten:

 

Kerze
Ein Ahnenlicht ist schön. Du kannst Dich für eine Kerze entscheiden, die entweder ständig brennt oder nur zu bestimmten Zeiten, oder ein Teelicht nehmen. Wichtig ist hier, dass Du die Kerze bzw. das Teelicht bewusst mit der Intention der Ahnenehrung entzündest.

 

Bilder
Wenn Du hast und möchtest, kannst Du eine Collage oder auch einzelne Bilder Deiner Ahnen aufstellen oder aufhängen.

 

Pflanzen
Das Heidekraut (Erika) sorgt für Harmonie zwischen den Lebenden und den Verstorbenen.

 

Räuchern
Es gibt verschiedene Kräuter, die man zu Ehren der Ahnen verräuchern kann. Man kann sie auch verwenden, um den Kontakt zu ihnen zu vereinfachen. Dazu gehören u. a. Mistelwurzel, Holunderblüten, Wacholderspitzen, Angelikawurzel, Löwenzahnwurzel, Iriswurzel, Eisenkraut, Ringelblume, Rosenwurzel, Beifuß und Weide.

 

Steine
Steine sind selber sehr, sehr alt. Wenn Du eine Affinität zu Steinen hast, kannst Du einen Stein, der Dich anspricht, zu Deinem Ahnenstein deklarieren.

 

Worte
Dürfen natürlich nicht fehlen. 🙂 Wenn Du magst, kannst Du auch einfach nur das Wort „Ahnen“ oder etwas, was Dich anspricht, so gestalten, wie es Dir gefällt. Bringe es an der Wand an oder stelle bzw. lege es irgendwo auf. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

 

Ahnenhäuschen
Du kannst, auch gerade zu den Raunächten, im Garten ein Ahnenhäuschen aufstellen. Es gibt Teelichtbehälter in Form von Häusern, Du kannst es auch selber basteln. Auch hier sind Deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Google mal nach „Ahnenhäuschen“ und lass Dich inspirieren.

Eines liegt all dem Zugrunde: Sobald Dein Blick auf das fällt, was Du für Deine Ahnen hergerichtet hast, ist die Verbindung schon automatisch hergestellt. Deswegen ist es gut, diesen Platz dort einzurichten, wo Du jeden Tag hinschaust und nicht irgendwo unter der Treppe. 🙂

Je öfter Du es tust, desto einfacher geht es. Das kannst Du mit Muskeltraining vergleichen, in dem Fall ist es Dein „Ahnenmuskel“.

Räucher- und Kerzenrituale verstärken diese Verbindung.

Dadurch wird mit der Zeit auch die Kommunikation vereinfacht. Deine Ahnen werden merken, dass Du Dich bemühst, und dass Du dran bleibst.

Was ich bei meinen Ahnen-Clearings immer wieder feststelle: Unsere Ahnen wollen mit uns kommunizieren und warten nur darauf, dass wir uns ihnen öffnen.

Mach mal. 🙂

Möge sich die Verbindung zu Deinen Ahnen stärken und festigen, das wünsche ich Dir.

Wort des Tages: Ritual

Ritual.

Welche Rituale führst Du täglich aus?
Welche davon bewusst?
Beginne damit, Dir jeden Morgen
bewusst im Spiegel in die Augen zu schauen
und laut zu sagen:
Schön, Dich zu sehen!
Egal, ob Du es momentan fühlst.
Dann steigere die Anzahl dieses Rituals kontinuierlich,
bis Du es automatisch immer sagst,
wenn Du vor einer spiegelnden Fläche stehst.
Erweitere anschließend auf:
Ich liebe Dich.
Immer und immer wieder.
Bis Du es verinnerlicht hast.

Mögest Du Dir die Macht Deiner Worte zunutze machen, das wünsche ich Dir.

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Die volle Mondin und die dreifache Macht der Acht

Wenn es Dich nicht bewegt, bewegt sich nichts.

Iris Ludolf

 

Der morgige Vollmond steht im Steinbock und die Nummer 8 zeigt sich direkt dreifach.

∞ Seit dem 1.7. (auch wieder eine 8), befinden wir uns numerologisch gesehen in einem 8er Monat [2017 ist ein 1er Jahr (2+0+1+7 = 10 = 1+0 = 1). Der Juli ist der 7. Monat. (1 + 7 = 8)]

∞ Der Vollmond liegt auf der astrologischen Karte auf 17°. Das heißt auch hier wieder: 1+7=8.

∞ Sonntag ist ein 8er Tag: 9+7+2+0+1+7=26. 2+6=8

 

Ich möchte hier gerne die Worte einer meiner Lehrerinnen, der weisen Roswitha Stark, aus ihrem Buch „Heilen mit Seelencodes“ zitieren:

 

„Die 8 ist die Zahl der Gerechtigkeit, des Ausgleichs und der Erfüllung. Das Femegericht der Germanen bestand aus acht Richtern, denen man „Acht-ung“ zollte. Der Weihnachtsstern, der Christi Geburt verkündet, ist achtstrahlig. Die Auferstehung Jesu Christi wird als achter Schöpfungstag gefeiert.

Die 8 steht für die Unendlichkeit. Sie ist die Zahl des Ausgleichs und des Wachstums in der Liebe. Die liegende Acht, die „Lemniskate“, ist das Symbol der Unendlichkeit und Unbegrenztheit. Dieses Ewigkeitssymbol veranschaulicht auch den hermetischen Grundsatz „Wie oben, so unten“, der seine christliche Entsprechung in „Wie im Himmel, so auf Erden“ hat.

Der achte Tag eröffnet eine neue Woche, mit dem achten Ton vollendet sich die Oktave und führt die Tonleiter wieder an ihren Anfang zurück –die 8 ist sozusagen die Schwelle zum Neubeginn auf höherer Ebene. Sie ist der Übergang vom Alten ins Neue, Bessere, Höhere. In der 8 erwacht unser Bewusstsein und macht sich bereit für die Transformation, die in der folgenden Zahl 9 ausgedrückt wird. Auf ihrem Weg zur Erlösung muss die Seele durch die sieben Himmel der sieben Planeten, bis sie die achte Sphäre, den Fixsternhimmel (die Wohnstätte der Götter), erreicht. Acht Speichen hat das Rad des Lebens.“

 

Und das kombiniert mit der vollen Mondin um 06:06 Uhr. Das geht ans Eingemachte! 🙂

Zum Glück steht die Mondin aber im Steinbock, das heißt, eine gewisse Erdung ist mit dabei.

 

Es geht um die Fülle Deiner Seele, um die tief gefühlte Fülle.

Es geht darum, zusammen mit Deiner Seele aufzuräumen und Platz zu schaffen, um ganz in Deine Größe zu kommen und Deinen Platz einzunehmen. Gerade und stolz einzunehmen.

Es geht darum, anzuerkennen, dass Du so viel größer bist, als Du Dich noch siehst.

Es geht darum, Dich den ganzen Möglichkeiten zu öffnen. Auch jenen, die Du noch nicht alle kennst oder siehst, weil es so viele sind.

Es geht auch darum, all den alten Ballast abzuwerfen, zu „verdauen“, um so noch mehr Platz für Dein eigenes Licht zu schaffen.

 

Wenn sonst nichts ist … Das schaffen wir doch mit Links. 🙂

Der erste Schritt ist:

Atmen

Puh, atme mal den ganzen Druck aus, der sich gerade beim Lesen dieser Worte angesammelt hat. Und wenn Du einatmest, atme die Unterstützung, Liebe und die Anerkennung aller liebevollen Energien um Dich herum ein. Und jetzt noch mal ausatmen … Gut. Ist der Druck besser geworden? Wenn nicht, atme noch ein wenig. Der Text läuft Dir nicht davon.

 

Vorab noch etwas, was zwar eigentlich selbst-veständlich ist, ich aber an der Stelle gerne noch mal betone:

 

Die folgende Übung ersetzt keine bestehende ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung oder Therapie. Noch ist sie eine Form der ärztlichen oder psychotherapeutischen Therapie. Die Übung ist eine praktische Hilfe zur Selbsthilfe, wobei Du die volle Verantwortung für Dich selbst trägst.
Okay, nun nimm Dir bitte einen Stift (am besten einen mit irgendeiner Form von Tinte) und einzelne leere Blätter. Wirklich einzelne Blätter, kein Heft. Ein College-Block ist zum Beispiel wunderbar geeignet, da die Seiten perforiert sind. Bei Heften reißt man dann öfter noch Teile von anderen Seiten hinaus, und dann wandern die Energie anderer – evtl. sogar beschriebener – Seiten mit. Muss ja nicht sein.

 

Sieh zu, dass Du ungestört bist. Stelle Dir genügend klares Wasser bereit. Kein Tee, Saft etc. Wasser ist ein wunderbares Energieleitsystem, das bei jeder Energiearbeit in Massen getrunken werden sollte. Schalte das Telefon ab, das Festnetz so leise, dass Du es nicht hörst. Wenn es Dich beruhigt, mache Musik an. Und eine Kerze. Am besten mit der Bitte um Unterstützung für das jetzt Folgende.

 

Atme noch mal tief durch. Jetzt geht es darum, Dir alles von der Seele zu schreiben, was Dich belastet.

Du wirst Dir wirklich alles aus Deiner Zellerinnerung schreiben. Wort-wörtlich.

Bevor Du anfängst, richte die Bitte an Deinen Körper und jede einzelne Zelle, alles loszulassen, was Du nicht mehr brauchst und was noch negativ in Dir schwingt.

Du kannst Dir das so vorstellen, dass mit jedem Wort, das Du zu Papier bringen wirst, die Energie aus den Zellen abgeleitet wird. Sie wandert zum Beispiel aus den Zellen des linken kleinen Zehs den Fuß entlang, das Bein hinauf. Wenn Du Rechtshänder bist, wechselt sie an der Hüfte rüber auf die rechte Seite, hoch zum Arm, über die Schulter runter in die Hand, in den Zeigefinger und von da mit der Tinte auf das Papier. Dort bleibt sie.

Das heißt, jeder einzelne Buchstabe trägt Energien, die Dir nicht mehr dienlich sind. Energien, die noch dafür sorgen, dass Du nicht in Harmonie mit dem schwingst, was Du in Deinem Leben manifestieren willst.

 

Manchmal fällt es uns schwer, in den Fluss zu kommen. Dann fange einfach an, so was zu schreiben, wie:

„Schreiben soll ich, hat sie gesagt. Aber was denn? Ich habe keine Ahnung. Blöde Übung. Schreiben, als ob das was bringen würde! Eine genauso bescheuerte Übung, wie damals in der Schule bei Frau Schwinn. Die musste ich auch noch vorlesen. Hab mich total geschämt.“

Du siehst, sobald Du die Tür öffnest (=anfängst zu schreiben), kann die Energie rein und fließen. Und wenn Du seitenweise erst mal Dinge schreibst, die scheinbar nichts mit der Übung zu tun haben, kein Problem, schreibe.

 

Der Schlüssel ist hier, die Position des Beobachters einzunehmen.

Ja, es geht um Dinge, die Dir wehgetan haben. Eventuell auch traumatische Ereignisse. Aber Du willst ja die damit verbundenen Gefühle, Glaubenssätze und niedrig schwingenden Energien loslassen. Das kannst Du nur, wenn Du nicht in diesen Gefühlen badest. Schreibe sie Dir so objektiv wie möglich von der Seele. Ohne Schimpfworte, Beleidigungen und Selbstmitleid. So objektiv, wie möglich.

Du kannst das.

Wenn Dir dabei Tränen kommen – umso besser! Tränen sind ein Zeichen der Heilung. Ein Zeichen dafür, dass sich die Chemie des Körpers verändert. Sei dankbar für die Tränen. Wenn Du so sehr weinst, dass Du nichts mehr siehst, dann lege einfach eine kurze Schreibpause ein. Lass die Gefühle durch Dich durch. Verurteile sie nicht. Verurteile Dich nicht. Sei dankbar und lass sie ziehen.

 

Du wirst wissen, wann der Punkt gekommen ist, an dem Du Dir alles von der Seele geschrieben hast.

Atme nochmal tief durch. Öffne am besten das Fenster, wenn es noch nicht offen war. Wenn Du hast, räuchere mit Salbei, Weihrauch oder Beifuß etc. Energiesprays sind auch gut geeignet.

 

Der letzte Schritt ist, die Blätter zu verbrennen.

Und zwar nicht einfach so, sondern mit der Intention, all das an die geistige Welt/Gott/den Schöpfer/das Universum/Deinen Schutzengel (wie auch immer Du deine geistigen Helfer nennen willst) abzugeben, damit sie damit tun können, was zu tun ist. Wir brauchen nicht zu wissen, wie es „weiterverwertet“ wird. Gib es einfach ab. Briefe schmeißt Du ja auch einfach in den Briefkasten, ohne darauf zu warten, dass der Kasten geleert wird, um dem Brief dann auf Schritt und Tritt zu folgen, bis er beim Empfänger ankommt. Dasselbe Prinzip gilt auch hier. Und da Vollmond ist, bitte die Mondin dabei um Unterstützung.

 

Wenn Du eine Feuerschale oder einen Kamin etc. hast, ist es am einfachsten. Achte bei der Hitze aber unbedingt darauf, dass nichts außer dem Papier Feuer fängt.

Wenn Du keinen Kamin oder Feuerschale hast, tut es auch eine feuerfeste Schüssel im Spülbecken in der Küche. Achte nur auf Hängeschränke, Feuermelder und Deine Haare. 🙂 Es ist auch keine gute Idee, den Zettel direkt in der Spüle zu verbrennen – gibt Flecken im Edelstahl. [Hab ich ausprobiert. :)]

Es hilft, den Zettel zu falten.

 

Achte darauf, dass auch das letzte Fitzelchen verbrennt.

Also am besten auch nicht in die nasse Spüle legen 🙂

 

Wie gesagt, trinke viel Wasser. Nicht nur währenddessen, sondern auch in den Tagen danach. Normalerweise sagt man drei Tage, aber ich habe das Gefühl, dass einige länger „prozessieren“ werden. Das ist vollkommen okay. Sei einfach gut zu Dir selber. Verwöhne Dich. Sei sanft zu Dir. Mach so langsam, wie es Dir möglich ist. Und schau, ob nicht doch mehr Langsamkeit und einfach „Sein“ machbar ist.

Wenn Du kein Traumtagebuch hast, lege Dir etwas zu schreiben neben das Bett. Deine Seele kommuniziert auch über Deine Träume mit Dir. Schreibe Dir direkt nach dem Wachwerden auf, an was Du Dich erinnerst. Je mehr Du Dich bewegst, desto mehr vergisst Du. Im Zweifelsfall nimm das Schreibzeug mit auf Toilette. 🙂

 

Mich würde freuen, von Deinen Vollmond-Erlebnissen zu hören. Nutze dazu einfach die Kommentarfunktion.

 

Mögest Du die unterstützenden Energien der Mondin nutzen, um Deiner eigenen Größe Platz zu machen, das wünsche ich Dir.

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Über die heilende Macht von Worten

 

Worte und Zauber waren ursprünglich ein und dasselbe. Auch heute besitzt das Wort eine starke magische Kraft.
Sigmund Freud

 

Diese Woche erlebte ich am eigenen Leibe, wie wichtig es ist, wenn uns jemand Mut zuspricht, wenn man es am nötigsten brauchen.

Drei Worte sprachen direkt zu meiner Seele.

Wer mit mir auf Facebook befreundet ist, weiß, dass ich einen Aufruf startete für meinen Bruder, meine Familie und mich zu beten. Für ein paar Stunden hatte ich große Angst um ihn. Er hinterließ mir eine Sprachnachricht, zu der ich morgens wach wurde, und sagte, er müsse ins Krankenhaus. Der Ausgang des Krankenhausbesuches war offen. Es klang danach, als wäre diese Nachricht das letzte, was ich je von ihm hören würde.

Mir ging ganz, ganz viel durch den Kopf

Ich versuchte ihn telefonisch zu erreichen, erreichte ihn aber nicht. Innerhalb von ca. 45 Minuten habe ich alle möglichen Emotionen durchlebt und habe alles getan, was ich tun konnte.

Unsere erste Reaktion ist immer Handlung.

Aber es gab nicht viel zu tun. Ich bin momentan in den USA, er in Deutschland. Mal eben ins Auto steigen ist da nicht möglich.

Die einzige für mich logische Handlung war es, um Hilfe zu bitten. Also schrieb ich meine Freunde an und bat sie, für ihn und uns zu beten. Ich bin zwar in der gesegneten Situation, viele Freunde zu haben, die mir wirklich nahe stehen, aber ich fühlte, mein Bruder braucht noch mehr Hilfe.

Also startete ich den Aufruf auf Facebook, auch zu beten. Denn ich weiß, dass diese Energien ankommen, dass tief empfundene Gebete Berge versetzen können.

Das einzige, was mir übrig blieb zu tun, war in die Natur zu gehen und zu böthen.

Ich errichtete einen Naturaltar und bat alle himmlischen Mächte um Hilfe. Anschließend ging ich an einen Platz unter einer wunderschönen Akazie und ließ mir die Sonne das Herz von außen erwärmen und den Wind um die Nase wehen. Das hilft mir immer, wieder bei mir selber anzukommen.

Während ich unter dem Baum saß, rief mein Bruder an. Wir sprachen eine Weile und sagten uns alles, was wir an dieser Stelle sagen konnten. Am Ende des Gesprächs waren wir in Frieden. Ich wusste, dass es nun seine Entscheidung, bzw. die seiner Seele sein würde, ob er es schafft oder nicht. Ich wusste auch, dass ich alles tat, um seine Seele wissen zu lassen, dass hierbleiben eine wirkliche Option ist.

Auf dem Rückweg hielt ich auf einer wunderschönen Elfenlichtung an und schnitt dem kleinen Volk als Gabe noch einen Apfel auf, entzündete ein Räucherstäbchen und bat auch das kleine Volk noch um Hilfe.

Die Entscheidung lag bei ihm.

Ich hatte akzeptiert, dass ich sonst nichts tun konnte. Ich ging zurück zum Haus und war auf einmal so müde, dass ich mich wieder ins Bett legte und drei Stunden schlief. Am helllichten Tag.

Als ich aufwachte, schaute ich auf mein Handy und sah die Nachricht einer Freundin. Sie schrieb nur drei Worte:

Er schafft es.

Ich war schlagartig innerlich ruhig und in Frieden.

Ich denke nicht, dass ich beschreiben kann, was diese Worte, diese Zuversicht, die aus ihnen sprachen, mir bedeuteten.

Es waren keine Worte, die dahergesprochen wurden. Sie ist keine Frau, die sagt, was andere hören wollen. Sie sagt nur das, was sie fühlt.

„Er schafft es.“ hat eine ganz andere Qualität als zum Beispiel „Das wird schon wieder.“ oder auch „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Mit diesen Worten hatte mein Bruder versucht, mich zu beschwichtigen.

Diese Worte gaben mir Halt. Sie waren wie ein Rettungsanker, den die geistige Welt mir durch sie zuwarf, an dem ich mich festhalten konnte.

Mein Bruder hat es geschafft.

Er muss zwar momentan so viele Medikamente zu sich nehmen, dass er „morgens ein halbes Brötchen weniger essen muss“ [Originalzitat :)], und sein Gesundheitszustand ist in dem Augenblick, in dem ich diese Worte schreibe, ernst – aber nicht hoffnungslos. Gebete werden immer noch dankend begrüßt, aber er hat es geschafft.
Er ist sogar nach nur zwei Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden und ich bin unendlich dankbar.

Zuspruch.

Ein schönes Wort. Wird leider noch viel zu selten benutzt und angewendet.

Wir können gar nicht ermessen, wie viel durch Zuspruch erreicht werden kann.

Zuspruch ist etwas, was sofort wirkt und weite Kreise zieht.

Ein ernst gemeintes : „Du schaffst das!“ kann Berge versetzen und der Unterschied zwischen Gelingen und Misslingen sein.

Damit helfen wir bei weitem mehr als durch Aufzählen, warum ein Plan, ein Vorhaben nicht gelingen kann.

Du schaffst das!

Die Worte müssen von Herzen kommen, ehrlich gemeint sein, um Halt geben zu können.

Gehe in Dich und finde in Dir das Vertrauen in Dein Gegenüber, in sein Vorhaben. Und aus diesem Vertrauen heraus sprich ihm Mut zu:

Du schaffst das!

 

Ich würde gerne von Dir hören. Welche Situationen haben sich für Dich durch den Zuspruch von anderen zum Positiven gewendet?

Mögest Du Zuspruch geben und auch empfangen, wenn Du ihn brauchst, das wünsche ich Dir.

 

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Wort des Tages: Dankbarkeit

2016-08-18_Dankbarkeit

Dankbarkeit.

Praktizierst Du sie?

Feierst Du sie?

Ein Ritual wäre schön.

Am besten täglich.

Dankbarkeit möchte zelebriert werden.

Sie ist voller Energie.

Und wenn sie Energie erhält, gibt sie sie tausendfach zurück.

Abends, kurz vor dem Einschlafen,

lasse Revue passieren, wofür Du dankbar bist.

Fange klein an:

das Dach über dem Kopf, Internet, um diese Zeilen zu lesen, ein Platz, an dem Du Dich hinlegen kannst.

Lass die Dankbarkeit die letzten Gedanken sein, bevor Du einschläfst,

und die ersten, wenn Du wieder aufwachst.

Achte darauf, wie sie sich revanchieren wird.

Danke.