Tag Archives: Heilung

Narben. Narbe. Heilung. Hoffnung. Vertrauen. Wachstum. Iris Ludolf. Friedensberaterin.

Narben. Sei sie Dir wert.

Wir alle tragen Narben
auf unserer Seele,
auf unserem Herzen,
auf unseren Körpern.

Wir können an ihnen festhalten,
sie immer wieder aufkratzen,
sie im Spiegel betrachten,
ihre Entstehungsgeschichte teilen
uns gegen sie wehren,
uns durch sie entstellt fühlen.

All das schwächt uns,
lässt uns auf der Stelle treten,
uns ohnmächtig fühlen.

Die Alternative dazu ist
zu schauen, was wir
durch diese Erlebnisse
gelernt haben.
Wie sie uns gestärkt haben.
Das Geschenk zu finden
und auszupacken.

Narben erzählen vom Leben.
Von Stärke.
Vom immer wieder Aufstehen.
Von Hoffnung.
Von Zuversicht.
Sie erzählen von
Vertrauen und von Hilfe.
Von Verbundenheit und von
Lernprozessen.
Sie sind Zeichen von Wachstum.

Mögest Du mit einem anderen Blick auf Deine Narben schauen können und offen dafür sein, dass sie heilen werden, das wünsche ich Dir.

Schmerz. Heilung. Familie. Iris Ludolf. Freidensberaterin.

Schmerz und Heilung in der Familie.

Wie geht es Dir? Bist Du, ist Dein Leben auch im Umbruch? Wenn es Dir ähnlich geht, wie mir, dann zeigt sich ein Thema derzeit mit einer glasklaren Deutlichkeit. Es ist nicht dasselbe Thema bei jedem. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es bei jeder*m in dieselbe Richtung geht:

der tiefste Schmerz.

Es ist faszinierend. 2015 erhielt ich bei einem Gruppentreffen von Menschen, die sich auf den Weg zu sich selber gemacht hatten, eine Rose, an die ein Spruch geheftet war. Jeder erhielt einen anderen Spruch. Meiner war:

Damals wusste ich, dass ich mich bis dato vor ihm verschlossen hatte. Ich sah damals in einer Meditation, wie er in mir wütete und rauswollte.

In den Jahren danach kam schon vieles an Schmerz hoch. Einiges war so traumatisch, dass ich es verdrängt hatte. Das Verdrängen hatte ich als Regulationstechnik meiner Wahl übernommen: Dinge, die ich nicht verarbeiten wollte, bzw. zu dem Zeitpunkt nicht konnte, drängte ich in einen Raum ab, der von mir abgespalten war. Gut gesichert war er außerdem.

So zeigten sich nach und nach die verschiedensten Themen, die alle Ursprung in meiner Familie und in meiner Kindheit hatten.

Ein Thema, das meine Kindheit bestimmte, war Armut. Meine Armut.

Ich weiß nicht, von wem meine Mutter Geld erhielt, wenn sie nicht arbeitete. Ich weiß nur, dass wir meist keines hatten. Sie schickte mich dann ins Dorf runter zum Tante-Emma-Laden. Ich ging noch zur Grundschule. Es muss also ungefähr 1975 oder 1976 gewesen sein. Ich konnte schon lesen. Meine Mutter hatte einen Zettel geschrieben und ihn mir mitgegeben. Es war die Bitte, anschreiben zu lassen. Den Zettel sollte ich der Kassiererin geben. Die Kassiererin nahm den Zettel und ging damit nach hinten zum Chef. Nach einer mir manchmal schier endlos vorkommenden Zeit kam er dann nach vorne zu mir und sagte, es ginge in Ordnung. Das erste, was ich in den Einkaufswagen legte war meist meine Belohnung. Ich durfte mir immer was aussuchen. Meist war es Schokolade. Oder Dany plus Sahne.

Eine andere Erinnerung muss so um dieselbe Zeit gewesen sein. Vielleicht auch vorher. Es war Sonntag. Ich saß mit meiner Mutter zu Hause und hatte Hunger. Wir hatten nichts zu essen zu Hause. Die Lösung war, dass ich zu meiner Freundin spielen ging. „Rein zufällig“ zur Essenzeit.

In Erinnerung bleibt mir ein Gefühl des Mitleids. Mitleid des Besitzers des Tante-Emma-Ladens. Mitleid der Mutter meiner Freundin.

Es gab auch andere Zeiten. Zeiten, in denen wir mehr Geld hatten. Das waren Zeiten, in denen ich den ganzen Tag alleine war, während meine Mutter arbeiten ging.

Lass uns 30 Jahre vorspulen. Mittlerweile bin ich selber Mutter. Mutter von vier Mädchen. Ich hatte mich mit meinem damaligen Ehemann selbstständig gemacht. Wir arbeiteten fast Tag und Nacht. Wir hatten ein großes Haus mit Pool, das Büro war im Souterrain.

Ab und zu hielt ich inne und dachte:

„Wir müssen etwas ändern. Das geht so nicht weiter. Die Kinder sind fast ganz auf sich selbst gestellt. Sie brauchen mehr.“

Ich wusste aber nicht, wie ich es anstellen sollte. Also machte ich weiter wie bisher.

Mittlerweile sehe ich die Zusammenhänge. Ich wollte sicherstellen, dass ich nicht den ganzen Tag außer Haus war und dass sie zu essen hatten.

Das ist mir auch gut gelungen.

Einiges blieb dabei auf der Strecke: Gefühl, Kommunikation, „Familie“.

Das kannte ich alles selbst nicht. Ich hatte gesunde Kommunikation nicht gelernt. Gefühle hatte ich in meiner frühestens Kindheit aus Selbstschutz schon abgespalten. Und die Familie bestand den Großteil meines Lebens aus meiner Mutter und mir. Meine beiden Brüder sind schon früh ausgezogen.

In den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass der Schmerz, der die tiefste Heilung noch bringen kann, der Schmerz der Mutter-Kind-Beziehung ist.

Die Beziehung zu meiner Mutter, die 1999 verstarb. Und die Beziehung zu meinen Töchtern.

Ich habe so einiges versaut, als sie noch Kinder waren. Ich hatte mehr von mir erwartet. Sie hatten mehr von mir erwartet. Und tun es immer noch.

Ich habe auch noch einiges zu lernen. Heute weiß ich, dass ich willens bin. Und ich lebe noch. Das sind gute Voraussetzungen. 🙂

Ich habe keine Ahnung, wie lange es dauern wird, bis wir zu der Familie zusammenwachsen, die ich mir und uns wünsche. Was ich weiß ist, dass da sehr viel Liebe zwischen uns ist. Und sehr viel Schmerz.

Eine der heilendsten Erkenntnisse, die ich erfahren durfte, ist, in meinem Leid als Kind gesehen zu werden. Das Geschenk machte mir mein Osteopath. Er ist sehr parteiisch. Er nimmt Partei ein für seinen Patienten. Für das innere Kind des Patienten. Ihm ist es egal, was für Gründe Erwachsene hatten, sich einem Kind gegenüber falsch zu verhalten. Ihm ist es egal, ob sie es nicht gelernt hatten, selber Traumata erlebt hatten oder was auch immer. Er sieht das Kind und das, was das Kind gebraucht hatte. Dieses bedingungslose Gesehen-werden und Anerkennen hat viele Heilungsprozesse in mir in Gang gesetzt.

Das möchte ich auch für meine Töchter tun.

Die Gründe, warum, weshalb, weswegen ich nicht die Mutter war, die sie sich gewünscht hatten, die ich mir für sie gewünscht hatte, sind für die ersten Schritte irrelevant. Es fehlte ihnen Aufmerksamkeit, Kommunikation, Gefühle, Anerkennung.

Die Kindheit kann ich nicht nachholen. Was wir tun können ist, eine neue gemeinsame Basis finden. Jede in ihrem Tempo. Jede zu ihrer Zeit. Wir können Familie für uns neu definieren, neue Rituale kreieren, neue Erinnerungen erschaffen. Für uns und für die nächste Generation.

Ich wünsche uns, dass wir nach und nach mit der Vergangenheit in Frieden kommen, uns neu kennenlernen, anerkennen und so-sein-lassen, unsere gemeinsamen Jahre genießen und eine schöne, stärkende Zukunft für uns alle erschaffen können. Und ich weiß, dass unsere Ahninnen stärkend hinter uns stehen, denn zur Familie gehören nicht nur die Lebenden, sondern auch die, die vor uns waren.

In diesem Sinne:

iris Ludolf | Friedensberaterin | energetisch-systemische Lebenshilfe

Tochter der Ursula, Enkelin der Emma, Enkelin der Kate, Urenkelin der Pauline

Mitgefühl. Verbundenheit. Wolke. Heilung. Iris Ludolf. Friedensberaterin.

Habe Mitgefühl. Sei es Dir wert.

Habe Mitgefühl.
Mit Dir.
Du tust immer das Beste,
was Du in jedem einzelnen
Moment tun kannst.
Immer.
Wenn es Dir nicht gut geht,
dann ist das Beste
logischerweise nicht dasselbe
als wenn es Dir gut geht.

Lass den Druck raus.
Atme aus.
Nimm Dich in Gedanken in den Arm.
Nimm Dich an.

Habe Mitgefühl.
Mit anderen.
Sie tun immer das Beste,
was sie in jedem einzelnen
Moment tun können.
Immer.
Wenn es ihnen nicht gut geht,
dann ist das Beste
logischerweise nicht dasselbe
als wenn es ihnen gut geht.

Lass den Druck raus.
Atme aus.
Nimm sie in Gedanken in den Arm.
Nimm sie an.

Mitgefühl ist die watteweiche Wolke
der Verbundenheit,
der Heilung,
des Friedens,
der Leichtigkeit.

Mögest Du Dich immer öfter an Dein Mitgefühl erinnern und so eine neue Leichtigkeit erleben, das wünsche ich Dir.

Heilung. Gesundheit. Körper. Mut. Wille. Kraft. Iris Ludolf. Friedensberaterin.

Heilung. Sei sie Dir wert.

Alle körperlichen Beschwerden
haben ihren Ursprung auf
seelischer Ebene.

Alle.

Jetzt hast Du mehr denn je
die Gelegenheit, hinzuschauen:
auf den inneren Schmerz,
auf die innere Leere,
die übertretenen Grenzen,
Zweifel,
Inkompatibilität,
Erkenntnisse darüber,
wer Du bist, was Du willst,
was Du brauchst.

Es bedarf Mut,
die Konsequenzen aus
diesen Überlegungen
anzuerkennen und dann
auch noch umzusetzen.

Du bist nicht alleine.
Frage um Hilfe,
egal welcher Art.
Rückendeckung ist wichtig.

Und achte darauf, dass Du
nicht aus Angst vor
etwas oder jemandem handelst,
sondern aus Liebe zu Dir selbst.

Heilst Du Dein Inneres,
folgt die Gesundheit
des Körpers von alleine.

Mögest Du die Kraft, den Mut und den Willen haben, alle für Dich nötigen Änderungen in Deinem Leben zu implementieren, das wünsche ich Dir.

April 2019: Reinheit

Reinheit

Die Reinheit Deines Herzens ist immer gegeben.
Ganz egal, was Du getan, gedacht,
oder auch nicht getan hast.
Genauso, wie die Sonne immer da ist,
auch wenn Regenwolken sie bedecken.
Hör auf, Dich zu verurteilen.
Höre auf, auf andere zu hören,
die Dich verurteilen.
Höre auf, andere zu verurteilen.
Alles was zählt,
ist der Augenblick.
Und die Reinheit Deines Herzens.
Erinnere Dich an sie.
Erfühle sie.
Lebe sie.
Gott vergibt jedem.
Es ist Zeit, es ihm gleichzutun.

Mögest Du Dir selber vergeben und die Reinheit Deines Herzens leben, das wünsche ich Dir.

#Reinheit #Vergebung #Herz #Sonne #Gott #Liebe #Selbstliebe #Seele #Heilung #Raunacht #Rauhnacht #Rauhnächte #Raunächte #Botschaft #Channel #Saphiris #April #2019

März 2018: Verantwortung

Verantwortung

Achte in jeder Sekunde darauf,
ob Du die Verantwortung für Dich trägst
oder ob Du sie jemand anderem gibst
bzw. gegeben hast.
Achte auch darauf,
dass Du nicht die Verantwortung für jene trägst,
die sie selber tragen können.
Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben.
Inhaliere diesen Satz.
Beginne danach zu handeln.
Du kannst nur dann glücklich sein,
wenn Du die volle Verantwortung für Dein Leben
in Deine Hände nimmst.
Dazu gehört auch,
andere nicht für Dein Leben,
Deine Misserfolge,
Deine geplatzten Träume etc.
verantwortlich zu machen.
Dazu gehört auch,
sie nicht die Lorbeeren
für Deine Erfolge ernten zu lassen.
Alles liegt in Deiner Hand.
Bist Du bereit?

Mögest Du die volle Verantwortung für Dein Leben übernehmen, das wünsche ich Dir.

#Verantwortung #Schicksal #Leben #Träume #Liebe #Selbstliebe #Seele #Heilung #Raunacht #Rauhnacht #Rauhnächte #Raunächte #Botschaft #Channel #Saphiris #März #2019

Februar 2019: Vergebung

Vergebung

Finde die Liebe in Dir.
Du kannst kein glückliches Leben führen,
solange Du in der Wut,
der Angst,
den Anschuldigungen verhaftet bist.
Finde die Liebe zu Dir selbst.
Das Erste, was Du benötigst,
ist der Wunsch nach Frieden in Dir.
Je stärker dieser Wunsch wird,
je mehr Du Dich darauf konzentrierst,
desto mehr Wege werden sich für die Heilung
des Schmerzes in Dir auftun.
Je mehr Gedanken Du jedoch dem Schmerz widmest,
desto tiefer wird er.
Fokussiere Dich auf Heilung, auf das, was gut ist.
Tue es für Dich.
Nimm Dir den Schmerz.

Mögest Du erkennen, dass Vergebung der ultimative Akt der Befreiung ist, das wünsche ich Dir.

#Vergebung #Schmerz #Gefangen #Liebe #Selbstliebe #Seele #Heilung #Raunacht #Rauhnacht #Rauhnächte #Raunächte #Botschaft #Channel #Saphiris #Februar #2019

Emotionale Misshandlung

Schatten sind besser als ihr Ruf.
Einmal angeschaut, durchgefühlt und verziehen, sind sie total pflegeleicht und lassen sich unter E wie „Erfahrung“ einordnen.

Iris Ludolf

 

Mein ganzes Leben drehte sich bislang um emotionale Misshandlung. Nicht, dass es mir bewusst war. Das Bewusstsein dafür kam erst in den letzten zwei Wochen Schritt für Schritt so richtig zum Tragen. Gestern kam dann die Klarheit, der Aha-Moment.

 

Mein Leben lang war ich von Menschen umgeben, die emotional selber misshandelt wurden und ihr Leben davon bestimmen ließen. Das fing mit meinem Großvater an, der zwei Kriege miterlebte und dort viele Grauen erlebte, vor allem in Stalingrad. Er kam als gebrochener Mann zurück. Ein gebrochener Mann, der keine Gefühle mehr zeigte, weil er zu viel Schmerz kennengelernt hat. Ein gebrochener Mann, der anfing, seine Tochter und später mich, seine Enkeltochter sexuell zu misshandeln.

 

So war ich auch von einer Mutter umgeben, die auch emotional misshandelt wurde und durch die sexuelle Misshandlung kam noch mehr emotionale Misshandlung hinzu. Denn wenn man sexuell misshandelt wird, sucht man meist die Schuld bei sich selber. Meine Mutter war dadurch eine sehr starke Frau, die ihr ganzes Leben lang „gegenanlebte“. Gegen alles mögliche lebte sie an, sie sah überall Hürden und Menschen, die ihre den Weg erschwerten, und genau das fand sie auch ihr Leben lang. Sie wollte, dass ihre Kinder von klein auf mit der „Realität“ aufwuchsen, mit der „Wahrheit“. Und so wurde ich groß mit Schauergeschichten über meinen Vater.

Heute weiß ich, dass diese Geschichten für meine Mutter wahr waren, da sie sie durch ihren eigenen Erfahrungsfilter gesehen hat. Heute weiß ich, dass es so viele Wahrheiten gibt, wie Blickwinkel. Heute weiß ich auch, dass auch das emotionale Misshandlung war, egal wie gut gemeint es war.

So war ich nicht von einem Vater umgeben, und auch das war emotionale Misshandlung. Meine Mutter trennte uns von ihm und stellte sicher, dass wir keinen Kontakt zu ihm hatten.

 

Ich suchte mir bislang immer Männer aus, die emotional selber misshandelt wurden und dadurch, dass sie ihre Gefühle nicht zeigen konnten, selber emotional misshandelten.

 

Dadurch verrammelte ich meine eigenen Gefühle immer mehr. Und ich misshandelte meine Töchter emotional, ohne dass ich es merkte, bzw. ohne dass mir das Ausmaß bewusst war.

 

Denn emotionale Misshandlung ist alles, was sich und andere schlecht fühlen lässt.

 

Der Knackpunkt daran ist, dass wir so viele Schutzmechanismen vor unsere Emotionen gebaut haben, dass wir gar nicht mehr merken, was sich für uns nicht gut anfühlt. Wir sind Schmerz so gewohnt, dass er normal für uns ist.

Und so wuchsen meine Töchter mit einer Mutter auf, die emotional nicht erreichbar war. Einer Mutter, die Arbeit vor Gefühle setzte. Eine Mutter, die viel arbeitete und immer gestresst war. Eine Mutter, die aus Stress ihre Töchter immer wieder anfuhr und ihnen zeigte, dass sie „störten“, weil ja noch etwas getan werden musste, gerade das Telefon schellte usw.. Eine Mutter, die ihre Töchter nicht aufrichtete, sondern ihnen dadurch immer wieder zeigte, dass sie nicht wichtig waren. Eine Mutter, die ihren Töchtern nicht zeigen konnte, wie man positive Gefühle zeigt, weil sie selber keine positiven Gefühle zeigen konnte.

Liebe ist das ultimative positive Gefühl.

Und so konnte ich meinen Töchtern nicht zeigen, dass ich sie liebte, weil ich nichts Positives fühlen konnte. Auch zeigte ich nie tiefe Gefühle. Wenn ich weinen musste, verließ ich den Raum oder wartete, bis die Kinder schliefen.

 

Und so habe ich vier wundervolle Töchter, auf die ich sehr stolz bin, auf jede einzelne von ihnen. All meine Töchter sind sehr stark, denn die Kindheit und Jugend hat sie stark gemacht. Alle sind sehr verletzlich, weil ich sie verletzt habe. Drei meiner Töchter redeten nicht mit mir. Jetzt sind es Gott sei Dank nur noch zwei. Und ich habe die Hoffnung, dass wir es schaffen, uns gegenseitig so zu öffnen, dass positive Gefühle zwischen uns ihren Platz finden.

 

Als ich mich 2015 in meiner allerersten Aufstellung der Liebe und somit meinen Gefühlen öffnete, begann ich meinen Weg zu mir selber. Da begann meine emotionale Heilung. Meine Töchter konnten damit erst gar nichts anfangen. Sie kannten mich nicht mehr. All das, was sie sich in ihrer ganzen Kindheit wünschten, zeigte ich auf einmal, aber ich sorgte dabei erstmal für mich selber. Noch immer stellte ich ihr Wohlbefinden nicht an erste Stelle. Das mache ich bis zum heutigen Tage nicht. Denn das ist etwas, was ich lernte: Egal was ich tue, ich muss mich dabei gut fühlen. Das heißt, mein Wohlbefinden muss an erster Stelle stehen, sonst verrate ich mich und diene keinem. Wenn ich mich gut fühle, gebe ich alles, was ich zu dem Zeitpunkt geben kann, und das von Herzen.

 

In den letzten Wochen wurde mir vor Augen geführt, was ich unbewusst meinen Kindern antat.

Seit einigen Wochen verbringe ich sehr viel Zeit mit einem Menschen, der mir sehr sympathisch ist. Dieser Mensch hat einen sehr schönen, trockenen Sinn für Humor und ist sehr nett. Dieser Mensch ist aber auch der Frau, die ich war, als die Kinder noch jung waren, sehr, sehr ähnlich.

Jetzt haben sich die Rollen gedreht und ich habe erlebt, wie es ist, immer wieder das zu erhalten, was das Gegenüber austeilt. Meine Kinder waren jung, und ich ihre Mutter, das heißt, die Wirkung ging bei ihnen tiefer.

 

Vom Verstand her weiß ich genau, was bei dem Menschen innerlich abgeht und warum er so handelt, so spricht, so genervt ist. Und habe all das, was er emotional abfeuerte, wortlos geschluckt. Habe es „nicht persönlich genommen“. Bis ich nach 8 Wochen weinend da saß und sagte, dass ich nicht mehr ertragen kann.

 

Das hat uns beide aufgerüttelt. Mein Gegenüber hat zum ersten Mal gemerkt, was für eine Wirkung das Verhalten auf mich hat. Und ich habe gemerkt, dass ich viel früher den Mund aufmachen muss. Dass all das Verhalten wehtut, auch wenn es nicht als persönlicher Angriff gedacht war. Es sind energetische Pfeile, die ziellos verschossen werden. Wenn ich da bin, treffen mich diese Pfeile dann auch, egal, ob sie für mich gedacht waren oder nicht.

 

Das bedeutet nicht, dass ich „zu feinfühlig bin“, „mich anstelle“ oder „immer alles persönlich nehme“. Nein, meine Gefühle werden gerade verletzt. Punkt. Das ist alles, was zählt. Und es ist wichtig, dass ich darauf reagiere.

 

Ich bin dafür verantwortlich, dass ich aus der Schussbahn komme.

 

Bislang war es okay, wenn ich was abbekommen habe. Schmerz war ich gewohnt, den kannte ich, das war normal.

 

Früher habe ich habe mich emotional oder auch räumlich zurückgezogen. Oder irgendwann mein Schild hochgehalten. Oder auch zurückgefeuert. Frei nach dem alten (und direkt gerade mit einem Streichholzritual aufgelösten) Glaubenssatz „Angriff ist die beste Verteidigung“.

Ja, dieses Verhalten hat uns schon das ein oder andere mal geholfen, aber die Zeit ist um.

 

Ich hatte nicht gelernt, mit Gefühlen umzugehen oder ihnen Raum zu geben, sie in Worte zu fassen.

 

Das lerne ich gerade.

 

Und damit gebe ich meinen Gegenüber die Gelegenheit, etwas an seinem Verhalten zu ändern, wenn er denn will. Er muss sich aber nicht ändern.

 

Mein Wohl hängt nicht davon ab, dass er sich ändert.

 

Das ist seine Entscheidung. Ich lerne gerade, dass ich mir selber das Recht einräumen darf, meine Gefühle in Worte zu fassen, meine Gefühle ernst zu nehmen.

 

Mein Wohl hängt davon ab, dass ich meine Gefühle ernst nehme und mich von ihnen leiten lasse.

 

Ich habe auch gelernt, dass es auf die Intention ankommt, in der ein Gespräch geführt wird.

 

Wenn ich mir und auch meinem Gegenüber den Raum gebe, authentisch zu sein, offen für die Möglichkeit einer für beide guten Lösung, erschaffe ich gleichzeitig auch den Raum, die Situation zu entspannen, Frieden dort hineinzubringen.

 

Gehe ich mit dem Gefühl rein, dass der andere Unrecht hat, und er mich ja nicht so behandeln darf, was er sich denn dabei denke, das geht ja so nicht, das müsste er besser wissen …, dann betrete ich das Gesprächsfeld mit einer vergifteten Energiewolke um mich herum, die auch das Gespräch vergiften wird.

 

Diese Prozesse haben für mich Klarheit gebracht.

 

Ich habe mir direkt auch andere mir wichtige Beziehungen angeschaut und festgestellt, dass ich in einigen bislang immer noch viel zu schmerztolerant war.

 

Es ist Zeit, dass sich die Waage wieder harmonisiert. Ab sofort bin ich nur noch freudetolerant.

 

Und selbst, wenn ich wieder in alte Muster verfallen sollte, so weiß ich doch, dass es mir immer schneller auffällt.

 

Ich bin dankbar für den Schmerz, da er mir doch den Weg weist. Er zeigt mir, dass ich von meinem Weg abgekommen bin. Ohne ihn würde ich mich verirren.

 

Und ich bin extrem dankbar, dass ich so feinfühlig geworden bin, bzw. meine Fühlfähigkeit in den letzten Jahren mehr und mehr geübt und damit aktiviert habe. Denn jetzt erkenne ich viel schneller, wenn ich mich von mir und meinem Weg wegbewege.

 

Und noch dankbarer bin ich für das Geschenk, dass ich dadurch erhalten habe: den Zugang zu meiner inneren Stimme, zu meiner Seele. Zu den Weiten und Welten in mir und um mich herum.

 

Und ich bin dankbar dafür, dass ich erkannt habe, dass ich anderen Menschen helfen kann, ihre eigenen Gefühle anzuerkennen, sich selber anzuerkennen, ihren Weg in Freude und Selbstbewusstsein zu gehen, all das in sich zu entfalten, was bislang verborgen, vergraben und versteckt war.

 

Wenn Du möchtest, helfe ich auch Dir, Dir selber zu helfen. Entweder in Einzelgesprächen oder gemeinsam in einer sich gegenseitig stärkenden Gruppe.

 

Mögest Du Ja! zu all Deinen Gefühlen sagen, das wünsche ich Dir.

Wort des Tages: Ansicht

Ansicht.

Was ist es,
was Du Dir in letzter Zeit
immer und immer wieder ansehen solltest?
Von dem Du denkst,
Du hättest es schon oft genug angesehen.
Wenn Du genauer hinschaust,
wirst Du sehen,
dass sich der Blickwinkel
immer etwas geändert hat.
Das geschieht solange,
bis Du die Sache wirklich
von allen Blickwinkeln aus
durchgekaut und abgehakt hast.
Dann ist Heilung geschehen.

Mögest Du die Ausdauer und den Willen haben, Dir all Deine Schatten von allen Blickwinkeln aus anzusehen, um sie zu transformieren und für das Neue Platz zu machen, das wünsche ich Dir.

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Wort des Tages: Worte

Worte.

Worte können Brücken bauen.
Worte können heilen.
Worte können Hoffnung geben.
Worte können Wissen vermitteln.
Worte können neue Welten öffnen.
Worte können andere Blickwinkel offenbaren.
Worte können segnen.
Worte können Freude schenken.
Worte können Verbundenheit schaffen.
Worte können Fremde zu Freunden machen.
Achte auf Deine Worte.
Denn Worte können Welten schaffen und verändern.

Mögest Du Deine Worte stets zu Deinem Wohle und dem Wohle aller einsetzen.

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