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April 2019: Reinheit

Reinheit

Die Reinheit Deines Herzens ist immer gegeben.
Ganz egal, was Du getan, gedacht,
oder auch nicht getan hast.
Genauso, wie die Sonne immer da ist,
auch wenn Regenwolken sie bedecken.
Hör auf, Dich zu verurteilen.
Höre auf, auf andere zu hören,
die Dich verurteilen.
Höre auf, andere zu verurteilen.
Alles was zählt,
ist der Augenblick.
Und die Reinheit Deines Herzens.
Erinnere Dich an sie.
Erfühle sie.
Lebe sie.
Gott vergibt jedem.
Es ist Zeit, es ihm gleichzutun.

Mögest Du Dir selber vergeben und die Reinheit Deines Herzens leben, das wünsche ich Dir.

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Oktober 2018: Vollkommen

Vollkommen.

Das, womit wir Menschen am meisten kämpfen,
ist die Realität, dass alles vollkommen ist, wie es ist.
Sie sehen den Mangel.
Das was fehlt,
was nicht gut gelaufen ist.
Was sie brauchen, ist der Blickwinkel,
aus dem alles vollkommen ist.
Sobald wir darauf vertrauen,
dass alles, was geschieht,
zu unserem Besten ist,
können wir entspannen.
Wir werden nicht immer zu Lebzeiten erfahren,
warum etwas nun wirklich vollkommen war,
so wie es gelaufen ist.
Aber sei gewiss,
dass dieser Blickwinkel derjenige ist,
der Dich nachts schlafen lässt.

Mögest Du dem Universum vertrauen, dass es weiß, was es tut, das wünsche ich Dir.

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Acht Schritte zum friedlichen Umgang mit Verzweiflung

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Geld ist im Allgemeinen ein Tabuthema. Man spricht einfach nicht drüber.

Am Dienstag letzter Woche kam es bei mir wie ein ausbrechender Vulkan hoch und ich schreibe drüber. Puh, einfach ist es allerdings nicht, darüber zu schreiben. Denn diese Zeilen sind nicht nur für mich, sie werden ja auch von anderen gelesen …

Der Tag und die Prozesse, durch die ich an diesem Tag ging, haben mir einiges abverlangt. Es gab zum Glück nur wenige Momente in meinem Leben (an die ich mich erinnern kann), an denen ich so verzweifelt war, wie am Dienstag.

Aber dieser Tag hielt viele Geschenke für mich parat. Hättest Du mich allerdings mitten in den Prozessen gefragt, was das Geschenk ist, hätte ich Dir mit Sicherheit irgendwas an den Kopf geschmissen. 🙂

Ich konnte ganz viele Denkmuster und Dramen loslassen, die noch in meinen Zellen gespeichert waren. Und ich kann Dir nun am Ende dieses doch recht langen Textes eine Zusammenfassung der Schritte bieten, die Dir helfen können, wenn Du mal verzweifelt bist.

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Seit einiger Zeit ist es finanziell sehr eng bei mir, um es vorsichtig auszudrücken, und die Situation spitzt sich momentan sehr zu. Am Dienstag Morgen bat ich in meinem morgendlichen Ritual den lieben Gott um mehr Klarheit. Ich hatte den Satz noch nicht ganz niedergeschrieben, als ich wusste, was gesehen werden wollte …

Ich wuchs in sehr armen Verhältnissen auf. Unter anderem äußerte sich das darin, dass ich im Alter von ca. 8-10 Jahren mit einem Brief in der Hand zum Tante-Emma-Laden geschickt wurde. In dem Brief bat meine Mutter darum, anschreiben zu dürfen. Ich gab den Brief also an der Kasse ab und stand dann vorne, auf eine Antwort wartend. Ich hatte da ewig nicht mehr dran gedacht.

Am Dienstag dann ploppte das hoch. Und mit der Erinnerung auch die Gefühle, die ich jahrelang verdrängt hatte, die sich aber aufgestaut hatten: die Erinnerung an das „Betteln“; das Gefühl von Mitleid, das mir von den Menschen im Tante-Emma-Laden entgegenschlug; das „Auf-mich-runterschauen“ – schon allein durch meine Größe bedingt; das Gefühl von Alleine- und Hilflossein.

Das hat mich erstmal richtig umgehauen. Ich habe Rotz und Wasser geheult.

Ich bin mit den besten Freunden gesegnet. Mit drei von ihnen bin ich in einer WhatsApp-Gruppe vereint. Sie schrieb ich in dem Moment an, berichtete ihnen von meinem Zusammenbruch. Ihre Reaktion, ihre Liebe, brachte mich erst mal wieder auf die Beine.

Ich hatte den Impuls, eine Karte aus dem Maria-Magdalena-Kartendeck von Jeanne Ruland und Marion Hellwig zu ziehen und zog „Körpergefühl“. Meine erste Reaktion war: „Was soll ich denn damit? Körperlich geht es mir gut, die Seele leidet!“. Dann las ich u. a. die Worte: „Der Körper ist der Tempel der Seele.“ Und „Dein Körper verfügt über enorme Selbstheilungskräfte.“ Ich wusste dann, was mir helfen würde, schnappte mir meine Hunde und ging knapp zwei Stunden im Wald spazieren. Der Spaziergang war sehr reinigend und hat noch einige andere „Nebenschauplätze“ dieses Prozesses gezeigt.

Wieder zu Hause angekommen, hatte ich den Impuls, erneut eine Karte zu ziehen. Diesmal aus dem Kartendeck von Doreen Virtue: „Loving Words from Jesus“. Es fielen mir zwei Karten entgegen, die mir Hoffnung und Frieden schenkten: „Mit Gott ist alles möglich.“ und „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.“

Ich tauschte mich kurz mit meinen Freundinnen per WhatsApp aus. Dabei hatte ich den Impuls, ihnen zu schreiben, dass jede Einzelne von ihnen mir etwas zu sagen hat, was mir weiterhilft. Sie sollten es aber nicht über die Gruppe senden, sondern privat an mich, um sich nicht untereinander zu beeinflussen.

An diesem Punkt fühlte ich mich so emotional durch den Fleischwolf gedreht, dass ich mich spontan mitten am Tag hinlegte und knapp vier Stunden schlief.

Als ich wach wurde, hatte ich eine Antwort von zwei von ihnen. Eine hatte handfeste, reale Tipps, die ich dann teilweise auch sofort in die Tat umsetzte. Es tat gut, aktiv zu sein.

Die zweite half mir, in dem etwas von dem, was sie mir schrieb, mich weiter antriggerte und die nächsten Knöpfe drückte. Es hatte gar nichts mit dem zu tun, was sie sagte, sondern es zeigte mir eine weitere Schicht des Themas auf: Mein Glaube und mein Vertrauen in meinen Weg.

Okay, ich denke, ich muss noch ein wenig weiter ausholen.

Seit Juli bin ich als Coach selbstständig. Ohne Netz, doppelten Boden oder Nebenjob. Bis Ende des Jahres hatte ich noch so viele Ausbildungen und Seminare mitgemacht, dass ich gar keine Zeit gehabt hätte, mir einen Job zu suchen. Dann wurde das Geld aber immer enger.

Ich hatte aber immer das Gefühl, dass ich mir keinen Nebenjob suchen, sondern mich darauf konzentrieren sollte, mich mit meinem Wirken mehr zu zeigen. Das tat ich dann auch. Der Newsletter erscheint seit Mitte November, ich habe den 37-Tage-Kurs „Der Frieden in mir“ entwickelt und auch gestartet, das Wort des Tages erscheint nun auch auf Englisch, etc.

Aber all das hilft mir nicht bei meinen Fixkosten, geschweige denn bei den laufenden Kosten. Ich spürte wieder rein, was ich tun sollte. Wieder erhielt ich die Antwort: Kein Job. Ich habe andere blind reinfühlen lassen, selbst eine meiner Freundinnen, die sehr vehement die Meinung vertrat, ich solle mir einen Job suchen. Immer erhielt ich die Antwort: „Kein Job, tue das, wozu Du hier bist“. Und: „Vertraue“.

Dann erinnerte ich mich wieder an meine Wünsche, die ich Ende 2015 für das Jahr 2016 aussprach:

Bedingungslose Liebe und bedingungsloses Vertrauen.

Bedingungsloses Vertrauen, hm? Und dann wunderte ich mich, dass ich in einer Situation gelandet war, in der ich bedingungslos vertrauen muss? 🙂

Ich bin mit einem sehr großen Grundvertrauen gesegnet. Auch hatte ich immer wieder Zeichen und Botschaften „von oben“ erhalten, dass für mich gesorgt ist. Und das wärmte mein Herz auch immer und gab mir Kraft, weiterzumachen.

Und immer wieder kam ich an den Punkt, an dem mein Vertrauen scheinbar aufgebraucht war. Meist, nachdem ich meinen Kontostand betrachtete. Oder Mahnungen in der Post erhielt.

Oft half es entweder, mit meiner Freundin zu sprechen und mich so wieder auf das Vertrauen zu konzentrieren oder „oben“ um Hilfe zu bitten. Prompt erhielt ich wieder Zeichen oder Botschaften, die mir weiterhalfen. Meist wieder das Wort „Vertrauen“. Oder Bibelzitate wie „Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“ (Matthäus 6, 26)“

Bis zum Dienstag. Da war Schluss mit Vertrauen. Das einzige, was an dem Tag vorherrschte, war tiefste Verzweiflung.

In diesem Gefühl der Verzweiflung las ich dann in den lieben Zeilen meiner Freundin etwas, was meinen Glauben an meinen Weg und die Führung von oben erschütterte. Durch diese Erschütterung wurde eine Stimme in mir laut, die mir sagte, dass ich mir das alles nur einbildete. So würde das nie was. Wer ich denn überhaupt sei, dass ich denke, dass ich anderen helfen könne und damit auch noch Geld verdienen.

An dem Punkt wusste ich, dass es Zeit für eine Entgiftung war. Ich ließ Badewasser ein, füllte es mit Totem-Meer-Salz und griff intuitiv nach einem Aromaöl, das ich dem Wasser hinzufügte: Pfefferminz.

Ich lag ca. eine Stunde im Wasser, döste ein wenig und ließ das Salz und das Öl ihre Wunder wirken. Anschließend duschte ich und stellte mir dabei vor, wie das Wasser all das Negative abspülte.

Freundin Nummer drei schickte mir anschließend ihren Impuls, der zeitlich nicht besser hätte kommen können. Sie erwähnte wieder Vertrauen: Vertrauen in mich und in das, was ganz tief in mir steckt.

Mittlerweile war es Mitternacht und ich ging ins Bett. Dort waren es dann hauptsächlich die Worte von Jesus, von Paul Ferrini in dem Buch „Stille im Herzen“ gechannelt, die mich dann wieder ganz abholten. Jetzt war ich auch wieder bereit, Fragen zu stellen und auf die Antwort des Universums zu hören.

Meine Bitte war erneut, mir Klarheit zu bringen, und auch Heilung. Ich bat darum, mir zu zeigen, was ich noch tun kann. Sofort kam die Antwort: Vertraue. Ich schrieb dann noch all meine Ängste in Bezug auf die Situation auf. Einfach, um sie mir im wahrsten Sinne des Wortes von der Seele zu schreiben.

Nachdem ich Gott noch für den Prozess dankte, und drei Mal „Befreie mich vom Leid“ aufschrieb , ging es mir wieder gut. Gut genug, um tief und fest zu schlafen.

Der Prozess ging seitdem noch in sehr gemäßigter Form weiter. An jedem Tag erhielt ich das Geschenk, das Geldthema von jeweils anderen Perspektiven aus anschauen zu können. Aber wirklich gemäßigt.

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Hier die Schritte und Hilfsmittel, die mir halfen, aus der Verzweiflung herauszukommen:

1. Rede darüber
Wenn Du Vertraute hast: Sprich mit ihnen. Hast Du keine, öffne Dein Herz und sei anderen ein Vertrauter. Bis dahin schreibe Dir auf, was Dich beschäftigt. Der Schöpfer ist ein erstklassiger Zuhörer.

 

2. Gehe in die Natur
Starke Emotionen verarbeite ich am besten in der Natur und durch körperliche Bewegung. Spazieren gehen, joggen, schwimmen etc.

 

3. Schlafe
Im Schlaf werden die Prozesse am besten und effektivsten verarbeitet. Der Schlaf ist Dein Freund.

 

4. Reflektiere
Wenn Dich Menschen oder Situationen antriggern, gehe dem auf den Grund. Was genau ist der Dorn, der in Deiner Seite steckt? Das was Dich erregt, ist Deine Wunde. Es hat nichts mit Deinem Gegenüber oder einer Situation zu tun. Was steckt dahinter?

 

5. Entgifte und entspanne
Baden ist immer gut. Duschen geht auch, vor allem, wenn Du Dir vorstellst, dass das Wasser alles wegspült, was Dir den Frieden geraubt hat. Du kannst Dir auch vorstellen, wie Du mit dem Wasser Deine Aura abspülst. Wenn Du badest, kannst Du dem Wasser Totes-Meer-Salz hinzufügen oder ein anderes basisches Salz. Natron geht auch. Aromaöle helfen auch. In meinem Fall verhalf mir die Pfefferminze zu mehr Klarheit.

 

6. Sprich mit Gott und bitte ihn auch um Hilfe
Nicht nur Neale Donald Walsh kann mit ihm sprechen, wir alle können das. 🙂 Stelle ihm Fragen und lausche der Antwort. Mir hilft es sehr, wenn ich schreibe und ihm dabei Fragen stelle. Oft kommt mir beim Schreiben schon eine Antwort. Aber ich habe Übung darin. 🙂 Du kannst auch Gespräche mit ihm führen. Übe es einfach immer und immer wieder. Suche täglich den Kontakt zu ihm. Danke ihm zum Beispiel für all die guten Dinge in Deinem Leben. Und sei es an manche Tagen einfach nur, dass Du ein Dach über dem Kopf hast. Manchmal reicht es einfach nicht zu mehr, und das ist okay.

Wenn Du Hilfe brauchst, bitte Ihn und die geistige Welt um Hilfe. Sie können erst helfend eingreifen, wenn wir darum bitten. Freier Wille und so. 🙂

 

7. Sei sanft zu Dir
Prozesse wollen nicht nur gefühlt, sondern auch integriert werden. Sei dabei sanft und liebevoll zu Dir und gönne Dir Zeit und schaffe Dir den Raum, den Du dazu brauchst.

 

8. Achte die Zeichen und Impulse
Immer ganz wichtig, aber speziell, wenn es Dir richtig schlecht geht: Du erhältst immer Zeichen. Sei es in Form von Liedern; Worten, die Dir entgegenspringen; etwas, was Du auf Facebook siehst; ein Gespräch; etwas im Fernsehen usw. … Sei offen dafür. Und folge Deinen Impulsen. Nein, damit meine ich keine Impulskäufe. 🙂 Höre auf Deine innere Stimme.

 

Zum Abschluss noch ein paar Worte und einige Links zu Orakelkarten

Ich liebe Karten und habe ganz unterschiedliche Decks. Ich habe eine besondere Beziehung zu Karten. Sie helfen mir immer weiter und ich wurde auch schon „von oben“ mit einigen Legemethoden beschenkt.

Wenn Dir beim Mischen schon Karten entgegenfallen, stecke sie nicht zurück ins Deck, die wollen zu Dir. 🙂

Wenn Du keine Karten hast, gibt es auch verschiedene Webseiten, auf denen Du Karten ziehen kannst.

Jeanne Rulands Krafttier-Orakel:

http://www.shantila.com/orakel.html

Alana Fairchild ist Australierin, daher ist ihre Webseite Englisch. Aber ihre Karten sind sehr machtvoll. Hier kannst Du aus drei verschiedenen Decks wählen:

http://alanafairchild.com/online-oracle/

Was mir in dieser Woche sehr geholfen hat, die allgemeinen Energien zu verstehen, und somit meinen Tag besser zu meistern, waren die Videos von Gregory Scott. Er ist Brite, Astrologe und veröffentlicht täglich eine Kartenlegung auf YouTube. Als ich am Mittwoch die Legung der Karten für Dienstag sah, war ich von ihm und seinem Wirken total überzeugt. Auch die astrologische Wochen- und Vollmondvorschau war sehr akkurat. Er ist sehr authentisch und ich kann ihn nur empfehlen, wie Du merkst. 🙂

Du findest ihn hier:

https://www.youtube.com/user/tarotastrology

lilie_45

Und nun Du:

Was hilft Dir, aus tiefer Verzweiflung zu kommen?

Mit welche Karten arbeitest Du am liebsten?

Möge die Zeit, die Du in tiefer Verzweiflung verbringst, immer kürzer werden, das wünsche ich Dir.

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Wort des Tages: Heilung

2016-08-31_Heilung

Heilung.
Heilung geschieht auf so unterschiedliche Art und Weise,
aber immer von innen heraus.
Kein Medikament,
kein Arzt
kein Therapeut,
keine Therapie
wird Dir helfen,
wenn Du nicht bereit bist,
zur Quelle zu gehen.
Zur Quelle des Leids
und zur Quelle der Heilung,
zur Liebe.
Die Liebe zu Dir selbst
und die allumfassende Liebe des Universums.
Viele können Dir den Weg zeigen.
Gehen kannst nur Du ihn.
Aber sobald Du Dich dazu entschlossen hast,
wirst Du überall helfende Hände und Herzen antreffen.
Mach den ersten Schritt.
Jetzt.

Wort des Tages: Gott

2016-04-28_Gott

Gott.

Gott sei Dank.

Oh, Gott.

Gütiger Gott.

Vater unser.

Ja, er ist unser Vater. Unser aller Vater.

Er ist auch mal streng. Aber immer nur dann, wenn wir wie bockige Kinder nicht sehen, dass der Weg, auf dem wir uns befinden, nicht gut für uns ist, ihn aber trotzdem mit aller Gewalt weitergehen.

Weil wir das schon immer so gemacht haben.

Weil wir den anderen Weg nicht sehen.

Weil wir mit unserem Verhalten jemanden bestrafen wollen.

Dann kommt Gott in seiner Güte und weist uns den Weg.

Erst sanft.

Dann etwas vehementer.

Dann so, dass wir nicht mehr ignorieren können, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, so nicht der richtige sein kann.

Gott sei Dank.

Wort des Tages – Gnade

2016-04-17_Gnade

Gnade.

Bist Du Dir selber gnädig?

Bist Du offen, die Gnade Gottes zu erkennen und zu empfangen?

Siehst Du seine Gnade?

Das Zwitschern der Vögel. Das Rauschen des Baches. Die Liebe Deiner Freunde. Das Dach über Deinem Kopf.

Ihm ist es egal, wie Du ihn nennst – Gott, Allah, das Universum, Schöpfer … Was ihm nicht egal ist, bist Du. Und das ist die größte Gnade.

Der Nutzen des Benutzens und Benutzt-Werdens

Ich wurde heute auf ein Video aufmerksam, in dem die begnadete Sängerin Lauryn Hill aus Ihrem Herzen zu einem Raum voller Menschen sprach. Ein Satz sprang mich richtiggehend an: „In order to be used by God, you have to be really used“. Ins Deutsche kann man es in etwa so übertragen: „Wenn Du Gott zu Nutzen sein möchtest, so musst du Dich erst von ihm benutzen lassen.“

Was bedeutet das?

Wenn Du noch nie Farben sehen konntest, kannst Du anderen nicht darüber erzählen, wie es ist, Farben zu sehen, und wie welche Farbe auf Dich wirkt.

Wenn Du Dich aber wie Helen Keller für die Blinden einsetzen und ihnen dienen möchtest, dann hilft es immens, blind zu sein und somit Gott zu gestatten, Dich zu benutzen.

2016-03-02_Liebe wirkt am stärksten dort

Es ist mal wieder schön, wie Gott mich führt. Denn das Thema „Benutzen“ und „Benutzt werden“ kam in meinem persönlichen Leben in den letzten Tagen immer wieder auf unterschiedliche Art und Weise hoch.

In einem Gespräch mit meinem Partner wurde vor ein paar Tagen etwas in mir angetriggert, von dem ich zuerst nicht wusste, was es war. Ich war aber auf einmal stocksauer. Ich reflektierte vor dem Schlafengehen darüber und mir fiel auf, dass das, was gesagt wurde, mich an etwas erinnerte, was mir in einer früheren Beziehung regelmäßig widerfuhr, und was dazu führte, dass ich mich von dieser Person benutzt fühlte. Noch nicht einmal so sehr bewusst. Aber das Verhalten hinterließ einen immer schaler werdenden Nachgeschmack.

Nachdem ich eine Nacht drüber schlief, wurde mir noch mehr bewusst, nämlich u. a., dass dieses Verhalten dazu führte, dass ich mich immer kleiner und „unwürdiger“ fühlte, immer weniger „liebens-wert“. Gott sei Dank (und ich danke ihm wirklich täglich u. a. genau dafür), führen mein Partner und ich eine Beziehung, in der wir offen über alles reden können, da wir wissen, dass unausgesprochene Worte nur dazu führen, dass sie im Dunklen gären. Dadurch, dass wir darüber gesprochen haben, versteht er nun meine erste Reaktion und ich bin dadurch meiner Selbst wieder bewusster.

Ich sprach darüber auch mit meiner Freundin. Wir zwei komplimentieren uns wunderbar und sie ist selber auch sehr intuitiv und sieht Sachen und Zusammenhänge, die ich nicht selber sehe, und umgekehrt ist es genauso. Als ich ihr davon erzählte, sagte sie: „Du weißt aber auch, dass das vielleicht Deine Reaktion angetriggert hat, aber die Ursache dafür liegt noch viel weiter zurück, gell? Es ist der kleinen, dreijährigen Iris widerfahren.“

Ich stöhnte und lachte mehr oder weniger gleichzeitig, denn die arme Kleine hat ganz viel mitgemacht, und ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mir schon alles angesehen hätte, was der Kleinen damals wiederfuhr. Aber scheinbar nicht. Aber ihr geht es definitiv besser, denn obwohl mir die Tränen schon quasi hinter den Augen brannten, war der Impuls zu lachen viel größer, denn ich spürte ihre Lockerheit mit der sie mir einfach zeigen wollte: „Duuuu, schaust Du da bitte auch noch hin? Da zwickt noch was.“

Ich weiß jetzt, dass die Kleine noch einige Baustellen hat, die nach und nach hochkommen werden, und die ich dann in die Heilung bringen kann. Aber ich bin glücklich darüber, dass ich diesen Aspekt mit Hilfe der Einhandrutentechnik und dem Heilen mit Symbolen erfolgreich als „Erledigt“ loslassen kann.

Die kleine Iris wurde von meinem Großvater sexuell missbraucht. Es fing an, als sie drei Jahre alt war und endete mit dem Wegzug aus Duisburg, als ich sechs war. Ich hatte es sehr geschickt verdrängt. So gut, dass ich mich an kaum eine Begebenheit aus meiner Kindheit oder Jugend erinnern konnte. Die Erinnerungen fingen erst an dem Tag wieder an, an dem meine Mutter vom Tod ihres Vaters erfuhr. Diese Szene hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt und erst seit kurzem weiß ich, warum.

Und erst jetzt, während ich diese Worte niederschreibe, geht mir auf, warum ich mich an recht viele andere Begebenheiten in meinem Leben nicht oder nicht gut erinnern kann: So bin ich mit tiefem Scherz umgegangen. Das Verdrängen von Schmerz ging so in Fleisch und Blut über. Was aber nicht bedeutet, dass Schmerz der alleinige Grund für mein Vergessen ist. 🙂

Ich habe meinem Opa und dem Rest der Familie, die mir eigentlich hätte zu Hilfe kommen können/sollen, vergeben. Ich weiß, dass mein Opa durch den 2. Weltkrieg ein ganz schweres Schicksal trug und das Beste tat, zu dem er in der Lage war.

Nein, ich sage nicht, dass es gut war, dass er mich vergewaltigt hat. Ich habe ihm verziehen, aber heiße das Verhalten nicht gut. Ich weiß, dass jeder Mensch immer das Beste tut, wozu er in jedem einzelnen Augenblick in der Lage ist. Wir wissen nicht, wie wir reagieren würden, wenn wir genau das Schicksal erfahren hätten, das die Menschen durchleben mussten, die Gewalt in jeglicher Form ausüben. Denn sei gewiss: Auch Ihnen wurde Gewalt angetan. Hass bringt wieder Hass hervor. Nur mit Liebe hat man die Möglichkeit, den Hass zu wandeln.

Und da ist der Brückenschlag zum Benutzt-werden durch Gott:

Liebe wirkt am stärksten dort, wo Hass seinesgleichen sucht. Das heißt, man muss in eine Situation kommen, in der ein möglicher Weg der Hass ist – und sich dann für die Liebe entscheiden, damit Gottes Liebe so richtig zur Wirkung kommen kann.

Und Gott dankt es immer auf vielfältige Weise. Heute zum Beispiel hatten die kleine Iris und ich ganz viel Spaß, als wir ganz viel freie Fläche beim Einkaufen nutzten, um quer durch das Einkaufszentrum mit dem Einkaufswagen als Fortbewegungsmittel zu pesen (jagen). Was wiederum wieder das Lächeln in die Gesichter meiner Mitmenschen zauberte. Herrlich! 🙂