Category Archives: Worte der Woche

Über die heilende Macht von Worten

 

Worte und Zauber waren ursprünglich ein und dasselbe. Auch heute besitzt das Wort eine starke magische Kraft.
Sigmund Freud

 

Diese Woche erlebte ich am eigenen Leibe, wie wichtig es ist, wenn uns jemand Mut zuspricht, wenn man es am nötigsten brauchen.

Drei Worte sprachen direkt zu meiner Seele.

Wer mit mir auf Facebook befreundet ist, weiß, dass ich einen Aufruf startete für meinen Bruder, meine Familie und mich zu beten. Für ein paar Stunden hatte ich große Angst um ihn. Er hinterließ mir eine Sprachnachricht, zu der ich morgens wach wurde, und sagte, er müsse ins Krankenhaus. Der Ausgang des Krankenhausbesuches war offen. Es klang danach, als wäre diese Nachricht das letzte, was ich je von ihm hören würde.

Mir ging ganz, ganz viel durch den Kopf

Ich versuchte ihn telefonisch zu erreichen, erreichte ihn aber nicht. Innerhalb von ca. 45 Minuten habe ich alle möglichen Emotionen durchlebt und habe alles getan, was ich tun konnte.

Unsere erste Reaktion ist immer Handlung.

Aber es gab nicht viel zu tun. Ich bin momentan in den USA, er in Deutschland. Mal eben ins Auto steigen ist da nicht möglich.

Die einzige für mich logische Handlung war es, um Hilfe zu bitten. Also schrieb ich meine Freunde an und bat sie, für ihn und uns zu beten. Ich bin zwar in der gesegneten Situation, viele Freunde zu haben, die mir wirklich nahe stehen, aber ich fühlte, mein Bruder braucht noch mehr Hilfe.

Also startete ich den Aufruf auf Facebook, auch zu beten. Denn ich weiß, dass diese Energien ankommen, dass tief empfundene Gebete Berge versetzen können.

Das einzige, was mir übrig blieb zu tun, war in die Natur zu gehen und zu böthen.

Ich errichtete einen Naturaltar und bat alle himmlischen Mächte um Hilfe. Anschließend ging ich an einen Platz unter einer wunderschönen Akazie und ließ mir die Sonne das Herz von außen erwärmen und den Wind um die Nase wehen. Das hilft mir immer, wieder bei mir selber anzukommen.

Während ich unter dem Baum saß, rief mein Bruder an. Wir sprachen eine Weile und sagten uns alles, was wir an dieser Stelle sagen konnten. Am Ende des Gesprächs waren wir in Frieden. Ich wusste, dass es nun seine Entscheidung, bzw. die seiner Seele sein würde, ob er es schafft oder nicht. Ich wusste auch, dass ich alles tat, um seine Seele wissen zu lassen, dass hierbleiben eine wirkliche Option ist.

Auf dem Rückweg hielt ich auf einer wunderschönen Elfenlichtung an und schnitt dem kleinen Volk als Gabe noch einen Apfel auf, entzündete ein Räucherstäbchen und bat auch das kleine Volk noch um Hilfe.

Die Entscheidung lag bei ihm.

Ich hatte akzeptiert, dass ich sonst nichts tun konnte. Ich ging zurück zum Haus und war auf einmal so müde, dass ich mich wieder ins Bett legte und drei Stunden schlief. Am helllichten Tag.

Als ich aufwachte, schaute ich auf mein Handy und sah die Nachricht einer Freundin. Sie schrieb nur drei Worte:

Er schafft es.

Ich war schlagartig innerlich ruhig und in Frieden.

Ich denke nicht, dass ich beschreiben kann, was diese Worte, diese Zuversicht, die aus ihnen sprachen, mir bedeuteten.

Es waren keine Worte, die dahergesprochen wurden. Sie ist keine Frau, die sagt, was andere hören wollen. Sie sagt nur das, was sie fühlt.

„Er schafft es.“ hat eine ganz andere Qualität als zum Beispiel „Das wird schon wieder.“ oder auch „Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ Mit diesen Worten hatte mein Bruder versucht, mich zu beschwichtigen.

Diese Worte gaben mir Halt. Sie waren wie ein Rettungsanker, den die geistige Welt mir durch sie zuwarf, an dem ich mich festhalten konnte.

Mein Bruder hat es geschafft.

Er muss zwar momentan so viele Medikamente zu sich nehmen, dass er „morgens ein halbes Brötchen weniger essen muss“ [Originalzitat :)], und sein Gesundheitszustand ist in dem Augenblick, in dem ich diese Worte schreibe, ernst – aber nicht hoffnungslos. Gebete werden immer noch dankend begrüßt, aber er hat es geschafft.
Er ist sogar nach nur zwei Tagen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden und ich bin unendlich dankbar.

Zuspruch.

Ein schönes Wort. Wird leider noch viel zu selten benutzt und angewendet.

Wir können gar nicht ermessen, wie viel durch Zuspruch erreicht werden kann.

Zuspruch ist etwas, was sofort wirkt und weite Kreise zieht.

Ein ernst gemeintes : „Du schaffst das!“ kann Berge versetzen und der Unterschied zwischen Gelingen und Misslingen sein.

Damit helfen wir bei weitem mehr als durch Aufzählen, warum ein Plan, ein Vorhaben nicht gelingen kann.

Du schaffst das!

Die Worte müssen von Herzen kommen, ehrlich gemeint sein, um Halt geben zu können.

Gehe in Dich und finde in Dir das Vertrauen in Dein Gegenüber, in sein Vorhaben. Und aus diesem Vertrauen heraus sprich ihm Mut zu:

Du schaffst das!

 

Ich würde gerne von Dir hören. Welche Situationen haben sich für Dich durch den Zuspruch von anderen zum Positiven gewendet?

Mögest Du Zuspruch geben und auch empfangen, wenn Du ihn brauchst, das wünsche ich Dir.

 

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Wie Hoffnung mich immer wieder weiterbringt

Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Václav Havel

Hoffnung war das erste Wort des Tages, aus dem ich eine Postkarte machte. Weil es für mich so wichtig ist, so viel bedeutet.

Egal, in welcher Situation ich mich befinde, solange ich Hoffnung spüre, brauche ich die Lösung nicht zu kennen.

Denn Hoffnung öffnet Türen.
Türen zur Lösung.
Türen zu Ideen.
Türen zu Menschen, die helfen.

Ich sprach vor ein paar Monaten mit einer sehr lieben Freundin über dieses Wort. Sie empfand es als sehr passiv. Für sie fühlte es sich an, als würde man sich in sein Schicksal ergeben. Zuversicht gab ihr all das, was für mich Hoffnung bereit hält. Lustigerweise ist für mich Zuversicht passiver als Hoffnung. 🙂

Aber Du siehst, dass jeder die Wirkung von Worten anders empfinden kann, und das ist total okay.

Jeder von uns ist in jedem Moment die Summe aus all seinen Erfahrungen aus diesem Leben, aus vergangenen Leben und aus den Erfahrungen unserer Ahnen.

All das ist in unseren Genen hinterlegt (das wurde sogar inzwischen wissenschaftlich bewiesen). Kein Wunder, dass jeder anders reagiert.

Wenn Hoffnung und Zeichen zusammenkommen, dann geschieht etwas in uns.

Ein Raum wird bereitet, in dem Magie geschieht und Vertrauen aktiviert wird. Auch das ist ein Muskel, der durch Trainieren immer stärker wird.

Ich möchte Dir ein Beispiel geben.

Es gibt gerade aktuell eine Situation in meinem Leben, die läuft nicht so, wie ich das gewünscht oder geplant hatte. Mein Urvertrauen, dass alles so geschieht, wie es soll, ist sehr stark. Das hat mir bislang einfach mein Leben immer wieder gezeigt.

Und trotzdem gibt es immer wieder Momente in meinem Leben, in denen ich (ver)zweifle.

Am Mittwoch kam ich an einen solchen Punkt. Ich hatte eine Woche vorher eine Nachricht erhalten, die die Umsetzung meiner Pläne total blockierte. Seitdem hatte ich alles mir Mögliche getan, damit es weitergeht. Es rührte sich immer noch nichts. Die Hoffnung aller Beteiligten schwand, die Enttäuschung stieg mit jedem Tag, der verging, ohne, dass es weiterging.

Auch der Vormittag änderte nichts daran. Mittags sprach ich dann mit einer guten Freundin, die mich fragte, wie es mir ginge. Ich spürte rein und nahm den Frust wahr, aber gleichzeitig hatte ich das tiefe Wissen, dass irgendwo im Hintergrund ganz viel, ganz schnell in meinem Sinne läuft und sagte ihr das auch so. Sie bezeichnete es dann passenderweise als Untergundarbeit. 🙂
Ein paar Stunden später hatte ich eine Unterhaltung mit einem Menschen, der mir sehr am Herzen liegt. Sie war sehr down. Ich unterstützte sie, soweit es mir möglich war, wünschte aber, ich hätte in dem Moment mehr tun können. Zumindest umarmen, was aber durchs Telefon nicht wirklich umsetzbar ist.

Das hatte mich ganz schön mitgenommen. Und ich habe es mitgenommen.

Ich habe mir ihr Problem auf meine eigenen draufgelegt.

Abends ging ich dann zu einem Treffen mit einigen fantastischen Menschen. Auf dem Weg dorthin wurde ich plötzlich total müde. Es wurde auch nicht besser, als ich da war.

Ich fühlte mich schwer wie Blei. Und hoffnungslos.

Am Ende des Treffens kam die Sprache auf Hoffnung. Wir standen im Kreis und wurden gefragt, was für uns ein Zeichen der Hoffnung sei. Die Frage wurde uns gestellt, damit wir uns dessen bewusst werden und mit anderen teilen können, um so Hoffnung zu verbreiten. Wir waren knapp 10 Menschen, jeder sagte etwas anderes, was Grund zur Hoffnung ist.

Ich konnte förmlich spüren, wie meine Stimmung und mein Energielevel immer weiter anstiegen.

Ich sagte, dass ich Hoffnung daraus ziehe, dass …
immer mehr Menschen erkennen, dass sie liebenswert sind,
immer mehr Menschen zu sich und ihrer Größe stehen,
immer mehr Menschen das leben, wozu sie hier auf Erden sind,
immer mehr Menschen so ihr Licht leuchten lassen und dafür sorgen, dass die Erde immer heller wird.

Nach mir kam jemand dran, der mir im Kreis gegenüberstand. Er erzählte, wie zwei Tage vorher in dem Gebäude, in dem er arbeitet, die Menschen zusammenkamen, die gerade ihr gesamtes Hab und Gut in einem Hausbrand verloren. Sie liefen teilweise im Schlafanzug herum. Sie waren aber nicht alleine: da waren Feuerwehrmänner, die Decken verteilten und ganz viele Freiwillige, die das Ihre taten, um diesen Menschen zu helfen.

Dann schaute er mich direkt an und sagte, was ihm Hoffnung schenkt, sei das Wissen, dass er jeder von uns jederzeit Hilfe erfährt, wenn er sie braucht.

 

Ich war wie vom Blitz getroffen und mir kamen spontan die Tränen. Ich wusste, diese Worte waren direkt für mich. Es war eine Bestätigung von etwas, was ich kurzfristig durch die Schwere in mir aus den Augen verloren hatte.
Das Zeichen, das ich brauchte, um mein Vertrauen wieder zu aktivieren.

 

Wir wissen nie, womit wir andern helfen können. Welche unserer Worte unserem Gegenüber, oder den Menschen, die unsere Worte zum Beispiel auf Facebook lesen, weiterhelfen.

Wir wissen nie, wie das nächste Zeichen aussehen wird, das uns hilft, mit unserem Vertrauen wieder in Kontakt zu treten.

Aber wir können offen dafür sein. Und wir können darum bitten, dass wir es erkennen.

Wir können auch darum bitten, dass wir nicht erst knietief in die Verzweiflung fallen, bevor wir es erkennen. 🙂

Und ja, bei mir ging es am nächsten Tag wieder weiter. Ich brauchte zwar noch ein bisschen Hilfe und noch ein Zeichen „von oben“, aber es hat sich ein neuer Weg aufgetan.

 

An dieser Stelle möchte ich noch mein Wort des Tages vom 1. April 2016 mit Dir teilen.

Hoffnung.
Öffne Dich ganz für dieses Wort.
Spürst Du seine Leichtigkeit?
Wenn nicht, nimm ein DIN-A-4-Blatt, schreibe das Wort mit großen Buchstaben auf das Blatt, am besten mit einem dicken grünen Stift, und stelle Dich darauf.
Schließe die Augen und sauge die Hoffnung in Dich auf.
Bleibe so lange auf dem Blatt stehen, bis Du sie tief in Dir spürst.
Auf einmal weißt Du, welchen kleinen Schritt Du jetzt tun kannst, um Deinem Ziel näher zu kommen.
Tue ihn.
Wiederhole dies so oft wie nötig.

 

 

Was gibt Dir Hoffnung und wie gibst Du Hoffnung an andere weiter?

Mögest Du immer wieder aus dem Quell der Hoffnung trinken können, das wünsche ich Dir!

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Mein Umgang mit dem Tod

 

Zeit ist nicht Geld, Zeit ist Leben.
Anke Birkenfeld

Gestern war ein schöner Tag.
Ich hatte schöne Begegnungen mit einem lieben Menschen, die Sonne schien, ich habe schöne Schuhe zu einem genialen Preis gefunden, und eine meiner Freundinnen schrieb mir und wollte telefonieren. Wie toll. Ich hatte schon lange nicht mehr mit ihr telefoniert. Ich kenne sie schon seit über 25 Jahren. Ich hatte sie damals über ihren Bruder kennengelernt.

Ihn kenne ich schon seit knapp 30 Jahren. Er wohnte damals in einer WG mit zwei anderen zusammen. Eine war eine seiner anderen Schwestern, die andere eine Frau, die ich damals in der Stadt kennenlernte. Sie lud mich zu sich nach Hause ein, und so lernte ich ihn kennen. Toller Sinn für Humor, der Mann, und er hat einen Tag nach mir Geburtstag. Wie praktisch, wenn es ums Feiern ging. 🙂

Der Kontakt brach in den dreißig Jahren nie ab. Auch, wenn es meist dann der obligatorische Anruf zu unserem Geburtstag war, an dem wir uns darüber austauschten, wie denn das letzte Jahr für uns war, und wie es uns geht.

Der Kontakt zu seiner Schwester war in den 25 Jahren, die wir uns schon kennen, enger geworden, als der Kontakt zwischen ihrem Bruder und mir. Nicht, dass wir zwei täglich telefonierten, aber doch öfter. So auch gestern.

Ich rief meine Freundin an und merkte sofort, dass etwas nicht stimmte.
Ich fragte sie, was los sei.

Ihr Bruder war gestorben.
Er starb an einem Herzinfarkt. Einfach so.

Nein, ich konnte es nicht glauben. Kann nicht sein. Wir haben an unserem letzten Geburtstag das erste Mal nicht telefoniert.

Meine Freundin und ich unterhielten uns ein Weilchen. Es sackte immer noch nicht. Ich spürte keine Trauer, nur Unglaube. Ich wusste aber, dass es stimmte, weil ich ihn und seine Energie während unseres Gesprächs spüren konnte.

Ich spürte, dass es ihm gut geht, dass er okay ist mit dem Timing. Ich spürte seine Freude über diese absolute Freiheit, die er jetzt hat.

Das half mir und ich glaube, es half seiner Schwester auch ein bisschen.

Erst heute sackte es so richtig. Erst, als ich es laut aussprach. Erst dann kamen die Tränen. Ich weiß, dass es ihm gut geht. Ich weiß, dass ich mich jederzeit mit ihm unterhalten kann. Ich weiß, dass er immer da sein wird, wenn seine Familie ihn braucht und vermisst. All das wusste ich. Der Kopf hatte es begriffen.

Aber das Herz hatte es nicht gefühlt. Bis zum Herz hatte ich es nicht vordringen lassen.

Trauer gehört dazu.

Ganz egal, ob Du Dich mit den Verstorbenen „auf der anderen Seite“ unterhalten kannst oder nicht. Etwas ist vorbei. Ein Mensch ist gegangen und hinterlässt eine Leere.

Es ist an uns, diese Leere zu spüren, anzuerkennen und ziehen zu lassen, oder in ihr zu ertrinken. Ignorieren geht nicht. Oder nur bedingt. Gefühle kann man nur für eine gewisse Zeit verdrängen, bzw. versuchen mit egal welcher Art der Ablenkung zu betäuben.

Gefühle wirklich zu fühlen ist wichtig.

Überlebenswichtig. Nicht nur Trauer. Jedes Gefühl. Genauso wichtig, wie nicht in ihnen zu ertrinken.

Der Tod. Welch ein Thema, um aus meiner einmonatigen Pause zurückzukommen. Aber aus so vielen Gründen auch sehr passend für mich.

Der Tod hat so viele Facetten.

Man kann ihn fürchten, man kann ihn hassen, man kann ihn begrüßen und man kann ihn annehmen. Es gibt ihn. Wie die Sonne. Wie die Geburt.

Ich sehe Tod und Abschied nicht als etwas Zerstörerisches. Für mich ist es etwas Transformatives. Es ist unsere Entscheidung, ob wir am Schmerz festhalten, oder uns fragen: „Okay, und was ist das Neue? Wofür ist jetzt Platz gemacht worden?“.

Hier ist es wichtig, sich immer daran zu erinnern, dass uns alles, was geschieht, auf irgendeine Art und Weise dient.

Der Tod und ich hatten bislang auf persönlicher Ebene nicht so viel miteinander zu tun. Das erste Mal begegnete er mir richtig bewusst im Jahre 1999, als ich meine Mutter in ihrer Wohnung aufgefunden hatte.

Mein letztes Gespräch mit meiner Mutter endete damit, dass ich wütend war und den Hörer aufknallte. Das hat mich bis vor kurzem noch verfolgt.

Circa ein Jahr, nachdem ich meine medialen Fähigkeiten angenommen hatte und anfing, sie zu leben, starb mein ältester Bruder. An dem Tag, als ich in die USA flog, um Urlaub zu machen. Ich war noch in der Luft, als er starb. Gefunden hatte ihn mein anderer Bruder am Tag darauf. An seinem Geburtstag.

Er starb an Herzinfarkt. Einfach so.

Ich war geschockt. Und meine Gedanken rasten. Ich überlegte mir, ob ich den Urlaub abbrechen und sofort zurückfliegen sollte.

Ich spürte aber, dass mein Bruder, bzw. seine Seele, sich den Zeitpunkt seines Todes sehr bewusst ausgesucht hatte.

Er wusste, dass mein anderer Bruder das nur überstehen konnte, wenn ich nicht da bin. Er musste sich um alles kümmern und organisieren. Ich war nicht da, um ihm zu helfen. Er hatte keine Zeit, bzw. keine Gelegenheit, in der Trauer zu ertrinken. Wenn ich dagewesen wäre, hätte das anders ausgesehen.

Ich habe das Glück, dass ich meine medialen Fähigkeiten seit Jahren schule, so dass ich in der Lage bin, Energien wahrzunehmen. Egal, ob es die Energien von Verstorbenen sind oder andere Energien. Jeder kann das.

Das half mir, als mein Bruder starb.

Wir hatten nun besseren Kontakt als zu Lebzeiten.

Wir telefonierten beide nicht gerne. Wir schrieben in recht großen Abständen. Gesehen hatten wir uns selten. Kurz nach seinem Tod aber war er sehr präsent. Ich spürte seine Anwesenheit. Ich spürte sein Lächeln, seine Worte. Er sorgte auch auf sehr elaborate Art und Weise dafür, dass mein anderer Bruder und ich unsere Kommunikation nicht einschlafen ließen. 🙂

Auch bei der Beerdigung war er anwesend.

Er stand etwas abseits und schaute zu. Verstorbene kommen immer zur eigenen Beerdigung.

Im Jahr drauf starb ein Mann, den ich zum Zeitpunkt seines Todes erst zwei Jahre kannte. Ich lernte ihn im Rahmen meiner Ethnomedizin-Ausbildung kennen. Er gehörte mit zur Ausbildungsgruppe. Unsere Gruppe ist sich in den zwei Jahren sehr nahe gekommen und ist es immer noch. Als wir uns alle kennenlernten, war er bereits an Krebs erkrankt. Er war ein sehr starker, liebevoller und gefühlvoller Mann. Er wollte unbedingt an unserem Abschluss im Allgäu teilnehmen. Und er tat es und schenkte uns noch viele schöne Erinnerungen an ihn. Kurz danach starb er. Er ist uns allen noch immer sehr nah.

Er steht uns auch von „drüben“ aus noch mit Rat und Tat zur Seite.

Er wird immer ein Teil von uns sein. Wir „Ethnos“ haben uns von ihm gebührend mit Ritual, Gesang und geselligem Zusammensein verabschiedet.

Und jetzt mein langjähriger Freund.
Ich werde sein verschmitztes Lächeln vermissen, das Grinsen, das durch den Hörer kam, wann immer er mich „Garnerle“ nannte.

Diesmal werde ich es nicht zur Beerdigung schaffen, sondern mich mit einem eigenen Ritual von ihm verabschieden.

 

Vorhin erfuhr ich dann noch, dass letzte Woche einer meiner Dozenten starb. Auch er starb an einem Herzinfarkt. Einfach so. Beim Tango-Tanzen.

Mein erster Gedanke war: „Wie geil!“. (Nicht, dass er starb, aber wie er starb.)

So möchte ich auch sterben!

Einfach umfallen, am besten bei etwas, was mir ganz viel Spaß macht. Das ist doch ein toller Moment, um zur anderen Seite zu wechseln!

Für die Hinterbliebenen ist es am schwersten.

Wenn die Lieben plötzlich und unerwartet sterben, hat man keine Zeit, sich zu verabschieden. Vielleicht gibt es noch Ungesagtes, bzw. Ungeklärtes. Man hat vielleicht im letzten Gespräch den Hörer auf- oder die Tür zugeknallt.

Sorge dafür, dass Deine Beziehungen zu den Menschen in Deinem Leben in Frieden sind.

Oder zumindest, dass Du mit der Beziehung, so wie sie momentan ist, in Frieden bist.

Was wäre, wenn heute jemand sterben würde, der Dir wichtig ist? Gäbe es etwas, was Du bereutest, nicht getan oder gesagt zu haben?

Erkenne die Zeichen, dass Deine Lieben „auf der anderen Seite“ noch da sind.
Zum Schluss möchte ich Dir noch etwas an die Hand geben, was Dir helfen kann, diese Zeichen zu erkennen.
Wenn unsere Lieben sterben, sind sie immer noch nahe. Und sie tun einiges, um sich bemerkbar zu machen.

Oft machen sie sich durch Federn oder Cent-Stücke bemerkbar. 

Es können auch Lieder sein, die man im Radio hört, oder Sätze, die beim Zappen von einem Sender zum nächsten hängenbleiben. Es können Bilder sein, die schief hängen. Es kann ein Geruch sein, den man plötzlich in der Nase hat. Oder eine Erinnerung, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Man kann sie um Zeichen bitten.

Diese Infos teilte ich auch mit meinem Bruder. Kurz darauf sah er auf seinen Spaziergängen immer wieder Federn. Das gab ihm Kraft und das Wissen, dass Wolfgang bei ihm ist. Und das gab ihm Trost.

Als wir uns längere Zeit nicht unterhielten und Wolfgang dafür sorgte, dass ich mich ins Auto setzte und meinen Bruder einfach überraschte, erzählte er mir etwas sehr Faszinierendes:

An einem Tag, an dem er Wolfgang sehr vermisste und schon lange keine Federn mehr gesehen hatte, sprach er in Gedanken mit ihm und sagte ihm, dass er sich alleine fühlt und er gerne ein Zeichen hätte, dass Wolfgang noch da sei. Diesen Gedanken hatte er in seiner Wohnung. Fenster waren alle geschlossen, die einzigen Tiere im Haus waren seine zwei Hunde. Er ging von der Küche ins Wohnzimmer, schaute auf den Tisch …

Und sah dort eine Feder liegen.

Solche unerklärlichen Ereignisse sind nichts Ungewöhnliches, auch wenn es so klingt.

Wir alle können das Universum/den Schöpfer/Gott – wie auch immer man es nennen will – um ein Zeichen bitten.

Ja, auch Du. Bitte ihn einfach um ein Zeichen dafür, dass Du nicht alleine bist, dass „im Hintergrund“ Kräfte wirken, die uns helfend zur Seite stehen.

Achte darauf, dass Du Dich und sie nicht zu sehr einschränkst.

„Wenn Du wirklich da bist, zeige mir morgen um 16 Uhr einen roten Drachen mit einem riesigen Schwanz und langen Stacheln. Und Feuer soll er speien.“ Das wäre sehr einschränkend. 🙂

Wenn Du nur einen Drachen als Zeichen ausmachst, kann dieser Drache in der Woche drauf auf dem Flyer vom neuen chinesischen Restaurant in Dein Haus kommen. Oder Du siehst Kinder, die Drachen steigen lassen. Halte es allgemein. Und sei offen. Denn im Radio könnte dann auch „Puff the Magic Dragon“ gespielt werden oder Du siehst die Werbung für das neue „Dungeon & Dragon“-Spiel etc. …

Du siehst, es gibt ganz viele verschiedene Möglichkeiten.

Vor ein paar Jahren bat ich zum ersten Mal um ein Zeichen.

Ich glaube, es war damals nur aus Neugier, um zu sehen, ob es funktioniert. Ich überlegte mir, was das Zeichen sein sollte und entschied mich für ein rotes Herz.

Ein paar Tage später erhielt ich ein Päckchen mit einer Bestellung. Ich öffnete das Päckchen und was sah ich dort neben meiner Bestellung?

Einen weißen und einen roten Luftballon – in Herzform.

Da war mein Zeichen und meine Bestätigung, dass ich unterstützt werde, auch wenn ich es nicht wahrnehme.

Ich würde gerne von Dir hören: Was hast Du erlebt, das Dir zeigte, dass Du nicht alleine bist?

 

Mögest Du mit Deinem Leben und Deinen Lieben in Frieden sein und die Zeichen erkennen, die Dir bestätigen, dass Du nicht alleine bist, das wünsche ich Dir.

 

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An alle Mütter, die sich Vorwürfe machen

 

Man sieht die Posts auf Facebook von Menschen, die ihren Müttern danken, von Müttern, die sich gegenseitig einen schönen Muttertag wünschen.

Ich habe keinen Post von all den unzähligen Müttern gesehen, die von sich selber als Mutter mehr erhofft haben.

Mütter, die ihren Kindern mehr bieten wollten, als sie es am Ende taten. Mehr Freiheit, mehr Annehmlichkeiten, mehr Vater, mehr Geborgenheit, mehr Urlaub, mehr Bildung, mehr Liebe …

Mütter, die sich ihr Leben lang deswegen Vorwürfe gemacht haben, weil sie ihn ihren eigenen Augen als Mutter versagt haben.

Mütter, die nicht sehen, dass sie immer, immer, immer das beste getan haben, was ihnen möglich war.

Mütter, deren Anspruch an sich selber so hoch ist, dass sie ihm nie gerecht werden können.

Mütter, die durch ihr gelebtes schlechtes Gewissen Kinder heranziehen, die sie als Mutter genausowenig würdigen, wie sie sich und ihre Leistung selber würdigen.

Mütter, die sich als Versager sehen, weil ihre Kinder im Gefängnis sitzen, Drogen nehmen, von Zuhause weggelaufen sind, gestorben sind, die Schule geschmissen haben, nicht mit ihnen reden.

Mütter, die sich schworen, nicht dieselben Fehler zu machen, wie ihre eigene Mutter, dafür aber ihre eigenen Fehler machten.

Mütter, die sich diese Fehler nicht verzeihen können.

Mütter, die aus welchen Gründen auch immer überfordert sind und nicht wissen, wie sie ihre Situation zu ihrem eigenen Wohl und dem Wohle ihrer Kinder verändern sollen.

Mütter, die ihren Kindern in irgendeiner Weise Leid zugefügt haben und es bereuen.

Mütter, die sich, ihre Leistung und ihren Wert nicht sehen, nicht achten, nicht anerkennen.

All den Müttern wünsche ich von tiefstem Herzen, dass sie erkennen, dass sie sich selber lieben dürfen.

Zum Muttersein gehört so viel mehr, als eine perfekte Vorzeigemutter zu sein, wie auch immer die in ihren Augen aussieht – meist in vielen Dingen das Gegenteil von dem, wie man selber als Mutter war.

Ich wünsche uns Müttern, dass wir die Stärke haben, unseren Kindern vorleben zu können, was es bedeutet

… sich selber lieben zu können;

… die Verantwortung für unser eigenes Leben zu übernehmen;

… sicherzustellen, dass wir glücklich sind;

… unsere eigenen Grenzen zu erkennen und für sie einzustehen.

Nur so lernen unsere Kinder genau das. Sie leben das, was wir ihnen vorleben. Egal, was es ist.

Es ist nie zu spät, damit anzufangen. Lass Dich nicht davon irritieren, wenn sie Dich als egoistisch bezeichnen, beschimpfen, ignorieren, etc.

Du bist wichtig.

Nur wenn Du glücklich bist, kannst Du ihnen vorleben, wie es ist, glücklich zu sein.

Nur wenn Du Dich selber achtest, werden sie lernen, Dich und sich selber zu achten.

Nur, wenn Du Deine Grenzen kennst und sie wahrnimmst, zeigst Du Deinen Kindern, dass auch sie Grenzen haben, die niemand übertreten darf.

Nur wenn Du für Dich selber einstehst, lernen Deine Kinder, für sich selber einzustehen.

 

Mögest Du die Liebe spüren, die ich für Dich empfinde und mögest Du die Kraft haben, Dich genauso zu lieben und diese Liebe zu leben, das wünsche ich Dir

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Herzöffnung

Dein Herz muss solange brechen, bis es sich öffnet.
Rumi

Heute sprach ich mit einer sehr lieben Freundin. Sie hat nicht nur dieses Jahr, sondern in diesem Leben generell schon einiges hinter sich. Viel Herzleid. Viel Druck. Viel, was sie loslassen musste, was ihr das Herz noch schwerer machte. Und immer wieder steht sie auf, schaut sich um und will weitergehen. Sie hat ihr Herz nicht zugemacht, sondern ganz im Gegenteil. Sie stand vor mir und sagte: „Wie kann ich mein Herz weiter öffnen?“. Erst jetzt, wo ich diese Worte schreibe, fällt mir auf, wie viel Mut, wie viel Kraft und wie viel Herzenswärme in diesen Worten und in dieser Einstellung stecken.

Genau diese Frage ist das beste Indiz, dass sie und alle, die sich dieselbe Frage stellen, auf dem richtigen Weg sind, ihr Herz zu öffnen. In unseren Herzen ist ganz viel Druck durch den Schmerz, den wir bereits erfahren haben. Egal, wie sehr wir den Schmerz ausblenden, unter den Teppich kehren oder ignorieren wollen: Er meldet sich. Und das ist gut so. Wir wollen ja schließlich was daraus lernen. Wenn nämlich wir nicht daraus lernen, kommen wir solange in ähnliche schmerzhafte Situationen, bis wir die Lektion schließlich begriffen haben.

Wenn Du also nun die Tür zum Herzen aufmachst, nachdem Druck herrschte, ist ja logisch, dass der sich dann seinen Weg nach draußen sucht. Ist bei Hefeteig genauso: Der geht auf und bahnt sich seinen Weg nach vorne.

Das Gute ist:
Wenn der Druck erst mal raus ist, dann folgt ihm das Schwere auf den Fuß. Alles, was uns belastet, was uns als Last auf der Seele liegt, kann jetzt raus. Manches zeigt sich von alleine, manch anderem muss man nachhelfen. Je mehr Ballast und Dreck sich zeigt, desto besser ist es. Wir müssen dann nur sicher stellen, dass wir nicht wie paralysiert davorstehen und uns nicht bewegen. Oder – schlimmer noch – ständig darüber reden und es somit festhalten. Der goldene Mittelweg ist hier die Lösung:

Sprich drüber. Sprich über alles, was Dich bewegt, was Dich zornig macht, was Dich traurig stimmt. Über die Enttäuschungen, die gefühlten Ungerechtigkeiten, den Schmerz, die Angst. Und dann lass es gehen. Sprich maximal drei Mal darüber. Entweder zur selben Person, zu drei verschiedenen oder zu Dir selber.

Wenn Du keinem erzählen möchtest, wie es in Dir aussieht, was Dich so belastet, dann schreibe es auf…

Nimm einzelne Blätter Papier und schreibe Dir alles von der Seele. Welcher Körperteil macht Dir Sorgen? Schreibe es Dir durch diesen Körperteil hindurch auf.

Wenn Dir zum Beispiel Dein Rücken wehtut, denke an die Stelle, während Du ein Blatt und einen Stift nimmst, und Dir vorstellst, dass mit jedem Wort, dass Du schreibst, Du den Schmerz aus dieser Stelle ziehst. Dass er von dort aus durch jede einzelne Zelle zieht und wie ein Magnet auch aus allen anderen Zellen noch mehr Schmerz zieht.

Wie der Rattenfänger von Hameln zieht diese Prozession durch Deinen ganzen Körper, um dann Deinen Schreibarm hinab- und in Deine Finger hineinzuwandern. Von dort aus über die Tinte auf das Papier.

Schreibe alles auf.

Jeden Schmerz, jede Angst, jeden Hass, jede Ungerechtigkeit, jede Trauer, jeden depressiven Gedanken. Halte nichts zurück.

Wenn Du dann fertig bist, atme gaaanz tief durch. Mehrmals.

Nimm die Blätter und verbrenne sie. Stelle Dir dabei vor, wie Dein Herz jetzt leichter ist, denn alles, was es belastet hat, geht gerade in Flammen auf.

Die Blätter draußen zu verbrennen wäre am besten. Ansonsten in der Spüle – aber Vorsicht bei tief hängenden Küchenschränken!

Mach die Fenster auf, lass alles raus und frische Luft rein. Das ist ganz wichtig – nicht nur wegen dem Rauchmelder.

Das ist ein Prozess. Dazu gehört auch, viel Wasser zu trinken.

Im ersten Schritt hast Du dem Alten die Möglichkeit gegeben, Dein System zu verlassen. Jetzt sei sanft zu Dir. Verwöhne Dich. Gönne Dir die Zeit, die Du brauchst.

Halte Dir immer vor Augen: Die erste Person, für die Du Dein Herz öffnest, bist Du selber.

Dieser Prozess geht oft in Etappen vor sich. Es werden sich immer wieder andere Blickwinkel auf alte Themen zeigen können. Auch die wirst Du dann auf dieselbe Art loslassen können. 

Mögest Du erkennen, wie wertvoll und liebenswert Du bist, das wünsche ich Dir!

Gebete, Segen und die Magie

 

Am Anfang war das Wort.

Die Bibel

Mir fielen vor ein paar Tagen Aufzeichnungen eines Vortrages in die Hände, den ich letztes Jahr im Rahmen eines Aufenthaltes am Arthur Findlay College hielt. Ich wusste, dass sie mir unterkamen, weil ich diese Woche über das Thema schreiben soll. Es ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt. Eines, das für viele ein rotes Tuch ist, andere wiederum können gar nichts damit anfangen. Mir nähert es sich auf ganz viele Weisen und zeigt mir immer neue Gesichter.

Der Titel meines Vortrages lautete „Gebete, Segen und Magie“. Und ich lächle gerade beim Schreiben, weil diese drei Worte mein derzeitiges Leben sehr gut zusammenfassen. 🙂 

Ich hatte letztes Jahr für meinen Vortrag nur 15 Minuten Zeit und musste mich also sehr kurz fassen und entschied mich deswegen, mich auf drei Aspekte dieses weitläufigen Themas zu beschränken.

Zuerst eine kurze Einleitung

Es gibt verschiedene Formen des Gebets. Hier eine unvollständige Auswahl:

Bittgebete
Dankgebete
Segen
Heilgebete
Rituelle Gebete (die meist indigenen Völkern zugeschrieben werden)
Gebete, die gesungen bzw. getönt oder anderweitig durch Musik ausgedrückt werden, wie z. B. Mantren.
Gebete in Form von Symbolen
Gefühlsbasierte Gebete

Gebete und Magie haben etwas gemeinsam: Den Einsatz des Willens und des Wortes.

Das Wort Abrakadabra zum Beispiel kommt aus dem Aramäischen, der Sprache Jesu:
Avrah Ka Dabrah

Das bedeutet in etwas so viel wie „Ich werde erschaffen, während ich spreche.“

Worte sind geballte Energieformen. Dein Wille, Deine Intention, bestimmt die Richtung dieser Energie.

Besprechen/Böthen

Die Intention wird u. a. auch während der alten Kunst des Böthens, auch Besprechen genannt, genutzt. Als ich mich für den Vortrag vorbereitete, fand ich es faszinierend, dass ich keine englischsprachigen Informationen fand. Ich fragte das Publikum, das aus aller Herren Länder kam, aber niemand kannte diese Heilweise. Dabei ist sie eine der ältesten Form des europäischen Schamanismus, die uns derzeit bekannt ist.

Es wurden schon ganze Bücher über das Besprechen geschrieben, ich werde es hier nur anreißen.

Hier in Deutschland haben die meisten zumindest schon mal was vom Besprechen von Warzen gehört. Die Böthing-Meisterin Xenia Fitzner, die mich im Rahmen meiner Ethnomedizin-Ausbildung in die Kunst des Böthens einweihte, erzählte, dass sie bei ihrer Meisterin fünf Jahre lernte, um selber Meisterin zu werden. Es gehört also schon einiges dazu.

Aber was genau ist das Besprechen?

Der oder die Besprecher/in macht sich die Macht und die Wirkung bestimmter Gebete zu Nutze, um diverse Krankheiten, bzw. Situationen zu heilen.

Es gibt verschiedene Szenarien, in denen Böthing-Rituale abgehalten werden können: entweder in Einzelsitzungen, in Gruppen oder für bestimmte Situationen. 

Früher war es Usus, am 13. Tag eines jeden Monats einen sogenannten Heilsamen Abend zu veranstalten. Zu diesem Abend konnte jeder kommen, der ein bestimmtes Problem hatte. Dieses Problem wurde zusammen mit dem Namen auf einen Zettel geschrieben. Man kam in einem Kreis zusammen. Wer um Hilfe bitten wollte, ging in die Mitte, setzte sich und gab der Besprecherin den Zettel. Diese verband sich mit Himmel und Erde und überbrachte die Nachricht für den Hilfesuchenden in mächtigen und kraftvollen Worte. Manchmal waren Worte nicht genug, manchmal wurde getönt, mal Runen gesungen, mal wurde geklatscht, dann auf den Boden aufgetreten. Dadurch wird eine Energie freigesetzt, die in dieser Form sonst nicht möglich wäre. So kommt ganz viel in Bewegung und Heilimpulse werden gesetzt.

In den Einzelsitzungen werden einmal die Woche für drei Wochen spezielle Gebete je drei Mal wiederholt, also insgesamt neun Mal gesprochen.

Sanjeevini

Sanjeevinis sind die Kombination aus zwei Bereichen, die mir sehr am Herzen liegen: Worte und Symbole.

Als ich über sie stolperte, war ich total begeistert, denn ich bin u. a. auch Trainerin für Heilen mit Symbolen und liebe Symbole.

Dieses Heilsystem wurde vor 23 Jahren in Indien entwickelt. Es besteht mittlerweile aus 60 Körperteilkarten sowie 264 Krankheitskarten.

Das bekannteste Symbol daraus ist wohl das „Neutralise“, das man auch wunderbar einsetzen kann, um Elektrogeräte zu entstören.

Diese Karten zeigen hochpotenter Gebete in Form von Symbolen. Man kann diese Symbole auch kombinieren und dann energetisch entweder auf neutrale Globuli oder Wasser übertragen. Die Globuli bzw. das Wasser werden dann eingenommen. Es ist auch möglich, sich direkt mit den Karten zu verbinden, indem man sie anschaut, anfasst oder daran denkt. Auch einer Fernübertragung steht nichts im Wege.

Das Labyrinth von Chartres und das Vaterunser

Vor einiger Zeit las ich das Buch „Vater unser. Deine Schatzkarte zu Gott“ von Kathleen McGowan. Darin sprach sie von Zusammenhängen zwischen dem Labyrinth von Chartres und dem Vaterunser. Sie hat sich lange mit diesem und anderen Themen beschäftigt und stieß dabei auf die alte Mystikerschule von Chartres und ihren Lehren. Diese Lehren bezüglich des Vaterunsers und dem Labyrinth faszinierten mich besonders. 

Es wird gesagt, dass jedes der sechs Blütenblätter der in der Mitte des Labyrinths befindlichen Rose Repräsentant für einen Teil des Vaterunsers sei.

Glaube
„Vater unser im Himmel geheiligt werde Dein Name.“

Frage Dich: Was ist Deine Beziehung zum Schöpfer, zum Universum, oder welche Bezeichnung auch immer Dir am angenehmsten ist? Bist Du dankbar für das, was Du hast? 

Hingabe
„Dein Reich komme, Dein Wille geschehe.“

Willst Du alles kontrollieren? Merkst Du, wenn Du an Grenzen stößt, dass es hier nicht weiter geht? Siehst Du Schicksalsschläge als Kurskorrektur an? 

Dienen
„Wie im Himmel, so auch auf Erden.“

Erschaffe Deinen eigenen Himmel hier auf Erden. Weißt Du, dass es Deine Aufgabe ist, glücklich zu sein? Wenn Du glücklich bist, dienst Du den Menschen um Dich herum am besten.

Fülle
„Unser tägliches Brot gib uns heute.“

Fülle ist der natürliche Zustand allen Lebens. Wir erschaffen immer das, worauf wir unseren Fokus setzen, unsere Energie richten. Wir sind es gewohnt, von dem zu sprechen und uns darauf zu konzentrieren, was wir nicht haben. Hier brauchen wir eine Neuprogrammierung. Dabei hilft, uns immer wieder vor Augen zu führen, für was wir dankbar sein können. Was ist gut in Deinem Leben? Kannst Du hören, sehen, fühlen, schmecken, laufen, sprechen? Das ist doch ein genialer Anfang! Was ist sonst noch gut? Schreib es auf! 

Vergebung
„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“

All die Energie, die Du in Situationen steckst, die Du nicht verzeihen kannst, ist vergeudet. Nimm sie lieber und erschaffe das, was Du wirklich willst. Anstatt immer wieder anderen von dem zu erzählen, was Du nicht vergeben kannst oder die Situation in Deinem Kopf auf Dauerschleife zu fahren, nutze die Zeit zum Beispiel, um herauszufinden, wo Du die Ausbildung machen kannst, die Du schon die ganze Zeit machen wolltest. Oder tue etwas, was Dir Freude macht. 

Überwindung
„Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vor dem Bösen.“

Eine der Definitionen für „das Böse“ aus dem Mittelalter finde ich persönlich sehr einleuchtend und stimmig:
Dort wird als „böse“ all das bezeichnet, was uns davon abhält, unsere Bestimmung zu leben.

Also zum Beispiel sich auf Facebook zu verlieren, statt sich auf sich selber zu besinnen und etwas zu tun, was die Seele zum Erklingen bringt.

Liebe
Die Mitte der Rose steht für die Liebe, denn nicht nur müssen die Gebete aus dem Herzen kommen, um ihren vollen Nutzen zu entfalten, nein das ganze Leben muss aus dem Herzen kommen, um sich vollumfänglich entfalten zu können.

 

Das war nur ein kleiner Einblick in das riesige und sehr interessante Thema der Gebete. Wusstest Du zum Beispiel, dass ganze Bücher zum Thema Heilen mit Gebeten geschrieben wurden – von Ärzten der Schulmedizin?

Wie stehst Du zu Gebeten? Betest Du? Wenn ja, wie tust Du es?

Ich würde mich über einen regen Austausch zu diesem Thema sehr freuen.

Mögest auch Du stets wissen, dass Du jederzeit Gespräche mit Gott führen kannst, das wünsche ich Dir.

 

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30 Jahre Umweg

Ich finde das Gute, weil ich danach suche.
Alan Cohen

 

Im Rahmen meines Umzugs sortiere ich auch aus. Zum Glück bin ich innerhab der letzten 14 Monate bereits zwei Mal umgezogen, das heißt, viele Dinge sind bereits aussortiert.

Nun war es an der Zeit, doch endlich mal die Sachen meiner Mutter auszusortieren. Nach 18 Jahren ist es ja eh mal an der Zeit. 🙂

Neben spannenden Geschichten aus unserer Familiengeschichte fand ich auch bis zu 30 Jahre alte Briefe, die ich meiner Mutter geschrieben hatte. Neugierig wie ich war, las ich sie und war sehr überrascht:
Zum einen stellte ich fest, dass ich meiner Mutter gegenüber sehr offen war, was meine Beziehung zu Männern anging. Ich dachte echt, dass ich so was für mich behalten hätte. Nö. 🙂

Dann fand ich einen Brief aus dem Jahre 1987.

 

Eine kleine „Vorgeschichte“ dazu:

Ich war, bis ich diesen alten Brief las, felsenfest davon überzeugt, dass mein Kontakt zu „denen da oben“ relativ frisch sei. Bewusst fokussiere ich mich seit 2014 auf ihn. Mittlerweile ist es so, dass ich oft mehrere Unterhaltungen gleichzeitig führe. Zum Beispiel eine hörbare mit meiner Freundin, in der ich ihr etwas sage, und zeitgleich dann eine Unterhaltung, die in mir abläuft, in der ich Kommentare von „denen da oben“ erhalte. Dann lache ich zum Beispiel und sage meiner Freundin: „Gerade haben sie mir gesagt, dass das, was ich Dir gesagt habe, natürlich auch für mich gilt.“. Solche Doppelgespräche sind für mich mittlerweile normal.

Nun las ich also den Brief aus dem Jahre 1987, in dem ich meiner Mutter schrieb:

„Ich hoffe, dass das für Dich dann keine Probleme verursacht. Ach warte, die da oben haben mir gerade gesagt, dass sie Dir auf jeden Fall helfen werden.“

Ich hielt inne und las den Satz nochmal. Wie, der Kontakt war bereits vor 30 Jahren da!?!

Warum konnte ich mich nicht daran erinnern? Und viel wichtiger: Warum war er dann so lange Zeit einfach weg?

Ich ließ mein Leben nochmal Revue passieren.
In dieser Zeit wurde ich vierfache Mutter, heiratete zwei Mal und ließ mich genauso oft scheiden und gründete eine Firma. 15 Jahre verbrachte ich dann damit, von morgens bis nachts zu arbeiten.

Zuerst dachte ich, das würde es erklären. Aber beim Schreiben dieser Zeilen kam mir dann die Erkenntnis, dass all das nicht der Grund ist.

In diesen 30 Jahren habe ich mich selber verleugnet. Ich habe nicht mein Leben gelebt. Ich habe nicht agiert, ich habe reagiert. Ich habe nicht das getan, was ich tun wollte. Ich tat das, von dem ich dachte, dass ich es tun müsste, oder von dem ich dachte, es sei besser.

Ich war nicht ich.

Ich habe Stückchen für Stückchen meinen Weg zugeschüttet und habe einen anderen eingeschlagen. Je mehr ich mich von mir selber entfernte, desto schlechter wurde die Verbindung nach oben. Kein Wunder. Ich rede ja immer von einer Standleitung. Die Leitung ist da und war auch immer da. Wenn ich mich aber entferne, hilft mir die beste Standleitung nicht. Die bleibt ja.

Erst, als ich mich wieder mir selber annäherte und es mir immer wichtiger wurde, mich kennenzulernen, vor allem meine Schatten, sie wieder Licht sehen zu lassen, mich selber anzunehmen und zu lieben, so wie ich bin, seit diesem Zeitpunkt wurde die Verbindung immer besser und immer stärker. Je weniger Zeug zwischen mir und „denen da oben“, also der Liebe ist, desto mehr nehme ich wahr.

Ich möchte dieses Leben nicht mehr missen. Die Verbundenheit mit allem, was ist. Die Dankbarkeit für alles, was sich mir zeigt. Die Liebe zu den Menschen, Tieren und Wesen in meinem Leben. Mein Leben ist seitdem so reich, dass ich immer wieder voller Ehrfurcht und absoluter Dankbarkeit auf die Entwicklung der letzten Jahre schaue.

Ich sehe jetzt noch deutlicher, wie wichtig es ist, wirklich authentisch zu sein. Immer öfter Dinge zu tun, zu denen ich wirklich 100% Ja sagen kann. Und mich nicht zu verurteilen, weil ich trotzdem mal „Ja“ sagte, obwohl mein Herz „Nein“ fühlte.

Authentizität ist ein Muskel, den man trainieren kann. Hier gilt es, sich die Zeit zu nehmen, alle Möglichkeiten abzuwägen. Reinzufühlen. Sich zu fragen: Wie fühlt sich diese Möglichkeit an? Will ich das wirklich?

Und auch ganz wichtig: Entscheidungen treffen!

Wenn man sich nicht entscheiden kann, hilft es immer, eine kleine Aufstellung zu machen:

Nimm Dir so viele Blatt Papier, wie Du zwischen Möglichkeiten wählen kannst. Nimm immer noch ein Blatt extra und schreibe ein Fragezeichen drauf: Es gibt immer wieder eine Lösung, an die wir gerade nicht denken oder die wir noch nicht kennen.
Dann schreibe die verschiedenen Möglichkeiten auf (am besten mit Bleistift, so dass man die Schrift nicht lesen kann, wenn man das Blatt umdreht).
Drehe die Blätter um, mische sie und verteile sie auf dem Boden.
Stelle Dich anschließend auf jedes einzelne Blatt und nimm Dir die Zeit, reinzufühlen.
Frage Deine Seele: „Wie ist diese Möglichkeit für mich? Ist das eine gute Option?“
Schreibe Dir auf, was Dir kommt, oder lasse jemand anderen mitschreiben.
Drehe erst alle Blätter um, wenn Du in jede einzelne Möglichkeit hineingefühlt hast.

Je öfter Du Dich fragst, was Du willst, was gut für Dich ist, desto schneller wirst Du wissen, was gut für Dich ist.
Wenn Du Deinem Herzen folgst, folgst Du damit automatisch Deinem Weg.

Was tust Du, um Deinem Weg zu folgen?
Mögest Du immer der Stimme Deines Herzens folgen, das wünsche ich Dir.

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Dein Herzfokus

Wie herrlich ist es, dass niemand auch nur eine einzige Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt zu verändern.
Anne Frank

 

Man merkt, am Sonntag ist Vollmond. Und auch sonst ist planetarisch und energetisch nicht gerade Ruhe angesagt. Ich weiß ja nicht, wie Deine Woche war, meine hat dies widergespiegelt. Es liefen ganz viele Prozesse auf ganz vielen Ebenen ab. Viele auch als Hintergrundprozesse, was dazu führte, dass ich nicht all das erledigen konnte, was ich eigentlich wollte. Es baute sich auf und bis zum Ende der Woche hatte sich einiges angesammelt. Ich war sehr zerfahren und machte zehn Dinge auf einmal. Das eigentlich die ganze Woche schon.

Heute sprach ich mit meiner Freundin und sie stellte mir eine Frage, die meine Energie sofort bündelte:
Worauf liegt Dein Herzensfokus?

Sie kannte die Antwort. Die Frage war dazu gedacht, dass ich es mir selber noch mal vor Augen führen sollte. Es half. 🙂

Ende April werde ich für fünf Monate in die USA gehen. Ich liebe das Land und habe dort sehr enge Freunde und Familie. Fünf Monate mit ihnen zu verbringen, mehr vom Land zu sehen, ist der Fokus meines Herzens. Vielleicht schaffe ich es sogar, zur Sommersonnenwende auf Hawaii zu sein und dem World Peace and Prayer Day beizuwohnen. Zumindest habe ich seit 2012, den Gedanken, dass ich 2017 auf Hawaii sein werde. Eure unterstützende Gedanken dazu können nur helfen. 🙂

Durch die Frage meiner Freundin konnte ich mental alles, was diesem Ziel nicht förderlich ist, nach hinten schieben.

Ich weiß, dass sich alles andere immer fügt, wenn man seinem Herzen folgt. Ich hatte es eine Zeit lang aus den Augen verloren und mich auf all das konzentriert, was noch nicht so läuft, wie ich es wollte. Dadurch baute ich sehr viel Druck auf. Und ich tappte wieder in die alte Schiene:

Ich unterdrückte meine Gefühle und „funktionierte“ nur noch. Sobald aber jemand sich die Mühe machte, den Teppich, unter den ich all meine Gefühle gekehrt hatte, auch nur ein bisschen anzuheben, brachen die Tränen aus mir heraus.

Das Gespräch mit meiner Freundin fügte sich wunderbar mit dem Gespräch mit einer anderen Freundin am Abend vorher. Sie sagte mir, dass ich mehr Leichtigkeit in mein Leben lassen müsse, damit der Druck sich gibt. Ich müsste loslassen und vertrauen. Ich solle Dinge tun, die mich entspannen, damit die Verkrampfung aufhört.

Am Ende des Gesprächs erinnerte ich mich an das Wort dieses Tages. (Die Texte zu den Worten des Tages sind nicht von mir. Die Worte „melden sich bei mir“ und ich übersetze dann, was sie mir sagen wollen in meine Worte.)

Ich merkte gestern, dass diese Worte auch für mich waren:

Erleichterung.
Was ist in Deinem Leben gerade schwer?
Was drückt Dich, was lastet auf Deinen Schultern?
Und was gibt es in Deinem Leben, das Dir Leichtigkeit bringt?
Es muss noch nicht mal was mit dem zu tun haben, was Dich bedrückt.
Ganz allgemein gefragt:
Was zaubert Dir ein Lächeln auf das Gesicht?
Wodurch verbessert sich Deine Laune?
Musik?
Bewegung?
Dein Haustier?
Deine Freunde?
Ein gutes Buch?
Was immer es auch ist, tue es.
Je öfter Du es tust, desto eher ändert sich
Dein Blickwinkel auf Deine Probleme
und Du siehst Lösungen,
die Du vorher nicht sehen konntest.

Mögest Du Erleichterung in den kleinen Dingen des Lebens finden, das wünsche ich Dir.

Und so war ich wieder total dankbar ob der Führung „von oben“.

An diesem Punkt erinnerte ich mich dann an das Wort des heutigen Tages:

Danke.
Sagst Du es oft genug?
Vor allem dem Leben, dem Universum?
Schau doch mal, wie es Dich führt.
Ja, manchmal haust Du Dir den Kopf an.
Das ist aber normal,
wenn man nicht sieht, wo man hinläuft
und nicht auf die Zeichen und Hinweise achtet,
die die Navigation erleichtern würden.
Es läuft einfacher,
wenn Du Dich treiben lässt.
Wenn es wehtut,
ist das ein gutes Zeichen,
dass dieser Weg falsch ist.
Du musst nicht direkt große Kurskorrekturen machen.
Manchmal braucht man nur eine klitzekleine Kursänderung.
Sei offen und empfange.

Mögest Du die Zeichen immer sehen und richtig deuten, das wünsche ich Dir. 

Ist die göttliche Führung nicht im wahrsten Sinne des Wortes wundervoll?

Und ich habe heute bereits damit angefangen. Zuerst einmal habe ich mich mitten am Tag, während draußen die Sonne hell schien, einfach auf die Couch gelegt und eine Runde geschlafen. Herrlich! 🙂

Da ich dafür meine Wohnung aufgebe, muss ich mich von einigem trennen. Nicht nur von der Wohnung, in der ich mich sehr wohl fühle, auch von meinen Pflanzen, die mir sehr am Herzen liegen, und auch eine Zeit lang von meinen Hunden (wenn jemand die zwei Racker bis September zur Pflege nehmen möchte, meldet Euch bitte bei mir) und natürlich auch (zeitweise) von meinen Freunden.

Aber das ist auch ein guter Zeitpunkt, um auszumisten, und damit habe ich heute begonnen. Es ist faszinierend, was sich alles anfindet, bzw. wovon ich mich noch nicht getrennt habe, obwohl ich es nicht mehr brauche. 🙂

Durch diese Tätigkeit und den neuen Fokus ist viel Druck raus und neue Leichtigkeit macht sich breit. Dafür (und für meine Freunde) bin ich sehr dankbar.

Was ist das, was Dir am meisten am Herzen liegt? Und was kannst Du heute noch dafür tun, dass Du dieses Ziel erreichst?

Mögest Du immer auf Deinen Herzenswunsch fokussiert sein, das wünsche ich Dir.

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Mach Dich auf

Du bist hier auf der Erde, um Freude zu erfahren.
  Abraham Hicks
 
Ist Dir auch mal aufgefallen, wie sehr Gefühle die Welt regieren, auch Deine Welt?
Meist sind es negative Gefühle, allerdings eher das, was obendrauf schwimmt. Dinge, die uns im Augenblick beschäftigen, die unser Ego beschäftigen. Wir gehen unseren tiefen Gefühlen meist aus dem Weg. Da sitzt aber die Heilung. Ich möchte Dir ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben.
 
 
Ich habe vier wunderschöne, sehr willensstarke und kluge Töchter. Die älteste ist 27, die jüngste 19. Ich konnte ihnen in ihrer Kindheit und Jugend nicht die Liebe geben, die sie brauchten. Nach Außen hin, weil ich 16-18 Stunden pro Tag gearbeitet habe und das an sieben Tagen die Woche. Ich arbeitete von zu Hause, das heißt, ich war körperlich anwesend, allerdings emotional nicht.
 
Eine Szene ist mir sehr stark in Erinnerung. Ich unterhielt mich vor ein paar Jahren mit einer meiner Töchter und sie sagte mir, dass sie mich nie hat weinen sehen. Nur ein mal, als sie nachts wach wurde, kurz nachdem meine Mutter starb. Sie kam runter und sah mich weinend am Tisch sitzen. Selbst das gab mir damals nicht zu denken. „Ist halt so, ich weine nicht wirklich, außer bei traurigen Filmen“, dachte ich mir.
 
Vor drei Jahren dann bekam der von mir nicht wahrgenommene Panzer durch eine Frage und eine von mir getroffene Entscheidung einen Riss:
 
Mir begegnete die Frage:
Was war der Schmerz, der Dich am tiefsten geheilt hat?
 
Ich ließ diese Frage auf mich wirken und dachte drüber nach. Ich wusste auf einmal, dass es ein Schmerz ist, den ich ganz tief fühlte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, wo er herkam. In diesem Moment traf ich die Entscheidung, mir diesen Schmerz näher anzuschauen, ihn nicht mehr als Hintergrundprogramm laufen zu lassen. Ich schrieb sofort eine E-Mail, um einen Termin zu einem Beratungsgespräch zu machen. In der Sekunde, als ich auf „Senden“ klickte, fiel eine zentnerschwere Last von mir ab. Das merkte ich dadurch, dass ich total leicht und fröhlich war. Ich hatte total gute Laune, als wäre das Dämmmaterial verschwunden, das auf meiner Gefühlswelt lag. (Und das Gefühl hielt (und hält) auch noch an! Sicher, es gibt auch für mich Zeiten, in denen ich abhänge, mir Gedanken mache. Aber die Zeiten, die ich in diesem Tal verbringe, sind immer kürzer geworden, und verkürzen sich immer noch.)
 
Das war der Anfang meiner Reise in mein Inneres. Es hat sich viel gezeigt, und zeigt sich immer noch. Schichten, um Schichten. Aber ich fühle jetzt wieder. Je weniger Schmerz übrig ist, desto mehr Platz ist für liebe und Freude und Leichtigkeit. Dieselbe Tochter kommentierte das neulich damit, dass ich jetzt „anfälliger für Gefühle“ sei. 🙂 Ja, bin ich, und das hat mein ganzes Leben verändert.
 
 
Ich möchte, dass jeder Mensch wieder anfälliger wird für Gefühle. Dass sich jeder seinen Schmerz anschaut, um ihn loszulassen, und nicht wie eine Trophäe oder eine Fahne hochhält, weil man sich mit dem Schmerz so identifiziert hat, dass man gar nicht wüsste, wer man ohne diesen Schmerz ist.
 
Jeder, der andere in irgendeiner Art und Weise verletzt, über sie richtet, sie verurteilt, ausnutzt etc. trägt diesen Schmerz in sich.
Jeder, der sich über alles und jedes beschwert, fühlt diesen Schmerz und kann ihm nur so Ausdruck verleihen.
 
Manche kennen ihn und wollen sich nicht trennen, manche kennen ihn nicht und wissen nicht, dass sie sich von etwas trennen können.
 
Wir sind hier, um Freude zu empfinden, um zu lieben, um Leichtigkeit zu leben. Das ist der Sinn unseres Lebens. Und immer, wenn wir unserem Seelenpfad folgen, führen wir diese Leichtigkeit und diese Freude in uns.
 
 
Was ist mir Dir? Was ist der Schmerz, der Dich am tiefsten geheilt hat? Hast Du Dich ihm gestellt?
Bist Du bereit, Dich ihm zu stellen und ihn in absoluter Freude, Leichtigkeit und Hingabe ans Leben zu wandeln?
 
Mögest Du Dich öffnen und Dich auf Deinen Weg machen, das wünsche ich Dir.

Die innere Ausrichtung

Mit Hilfe der göttlichen Tonkunst lässt sich mehr ausdrücken und ausrichten als mit Worten.
Carl Maria von Weber

 

Ich habe mich in den letzten Tagen viel mit den Worten und Lehren von Abraham Hicks beschäftigt. Er begleitet mich schon seit ein paar Jahren. Falls Du noch nicht von Abraham gehört hast:

Abraham ist eine Entität, die von Esther Hicks gechannelt wird. Er sprach zuerst vom Gesetz der Anziehung und das Buch „Ein Neuer Anfang“ ist die Basis für „The Secret“. Auf YouTube findest Du massenweise Videos. Teilweise kurz, teilweise lang. Meist auf Englisch. Nicht nur auf dem eigenen Kanal, auch andere laden immer wieder Videos hoch.

Ich hörte in den letzten Tagen einige der neueren Videos. Ich hatte mich einfach inspirieren lassen und schaute scheinbar wahllos Videos an. Logischerweise war die Auswahl nicht wirklich wahllos. Ich wählte sie zwar nicht, aber sie wurden extra für mich ausgewählt.

Man hört immer wieder Dinge, nimmt sie mit dem Verstand auf und weiß, dass es stimmt, was man hört. Aber dann macht es irgendwann „Plopp“ und es sackt eine Schicht tiefer, in ein noch tieferes Verständnis. Kennst Du das auch? 

Es ging um Fülle. Ich weiß gar nicht mehr, um was genau. Aber Du hast doch bestimmt auch schon öfter gehört, dass ja immer alles da ist. Die Fülle ist um uns herum, wir müssen uns nur für sie öffnen. Wir müssen unsere Frequenz an die Frequenz dessen anpassen, was wir wollen. Egal, ob es die Fülle im Bereich Partnerschaft ist, oder Finanzen, oder Erfüllung im Beruf, oder Gesundheit. Alles, was gut für uns ist, ist da. In Massen.

Die Frage, die sich bestimmt nicht nur mir stellte:
Wie komme ich an sie heran?
Was muss ich tun?

Wenn ich ein bestimmtes Ergebnis möchte, muss ich ja irgendwas tun, um dahin zu kommen. Logisch, haben wir ja so gelernt.

Ich habe diese Woche ein tieferes Verständnis dafür erhalten, dass das wirklich wichtige Tun nicht im Außen, sondern im Innen geschieht: die energetische Ausrichtung.

Du kannst im Außen tun, was Du willst. Wenn die energetische Ausrichtung nicht stimmt, kommst Du nicht weiter.

Ein Beispiel:
Ich liebe Eis! Ich kann problemlos eine 500g-Packung Eis verputzen. An einem Stück, versteht sich. 🙂 Vorher ein bisschen antauen lassen, damit es noch besser im Mund schmilzt. Hmmm…

Hier das Faszinierende:
Als ich aus Frust eine Packung Eis aß und mir dabei auch noch selber dafür Vorwürfe machte, wog ich am nächsten Tag ein Kilo mehr.
An einem Tag, als es mir richtig gut ging, gönnte ich mir wieder einen Becher meines damaligen Lieblingseises und genoss jeden einzelnen Löffel, den ich aß. Ohne Vorwürfe, einfach nur purer Genuss.

Ob Du es glaubst oder nicht, am nächsten Morgen wog ich ein Kilo weniger als am Tag, bevor ich das Eis aß.

Es ist egal, was Du im Außen tust. Du kannst jede Diät versuchen, täglich Sport treiben … All das ändert nicht, wie Du über Dich selber denkst und welche Energien Du dadurch aussendest. Die wahre Veränderung geschieht von innen heraus.

Dasselbe gilt für Finanzen, Gesundheit, Partner und jedes andere Thema. Du musst Dich energetisch an dem ausrichten, was Du willst.

Während ich also Abraham lauschte, sprach er davon, sich mit dem Gefühl der Fülle zu verbinden.

Ich richtete mich also auf das Gefühl der Fülle aus und spürte auf einmal die tiefe Liebe des Universums. Ich spürte zum ersten Mal, dass Fülle und Liebe dasselbe ist.

Bis dahin waren Fülle und Liebe für mich zwei verschiedene Dinge.
Fülle konnte mich bislang nicht berühren. Es hatte kein Leben.

Wenn ich wahrer Liebe begegne, berührt mich das immer so sehr, dass mir die Tränen über die Wangen laufen. Liebe ist für mich alles, was mein Herz berührt: die Schönheit der Natur, selbstlose menschliche Interaktionen, das Spüren des Göttlichen bei meiner Arbeit, etc.

In diesem Moment spürte ich das allererste Mal den Zusammenhang zwischen Fülle und Liebe und brach in Tränen aus.

Das war für mich ein Drehpunkt in meiner Beziehung zur Fülle. Wo vorher keine energetische Verbindung da war, so wurde sie in diesem Augenblick gezogen. Das Leben in dieser Verbindung pulsiert und das erste Mal seit langer, langer Zeit fließt wieder Energie, es fließt Liebe.

Im Innen fühlt es sich gut an und auch im Außen hat sich bereits einiges zum Positiven hin verändert.

Diese Erkenntnis hatte noch ein anderes Geschenk für mich:

Ich habe ein noch tieferes Verständnis für die Art und Weise, wie die geistige Welt durch mich arbeitet: Zusammen helfen wir meinen Klienten dabei, ihre Energie auf ihre Ziele, Visionen und Projekte auszurichten. Sie passen ihre Energie an ihr Ziel an, damit sie zum Magneten werden und dieses anziehen. Ganz nebenbei werden dann auch noch die Dinge, die ihrem Ziel im Wege stehen, aufgelöst.

Es ist für mich immer wieder zutiefst berührend, wenn Verzweiflung und Schmerz sich auflösen und sich wieder Leichtigkeit ausbreitet.

Ich hoffe, dass ich in der Lage war, auch in Dir ein Aha-Erlebnis auszulösen.

Wo und wie kannst Du Deine innere Einstellung ändern, um an Dein Ziel zu kommen? Dies ist der wichtigste Schritt.
Du musst die Verbindung mit Deinem Ziel fühlen. Das ist die halbe Miete.
Mögest Du Dein Herz für Deine Ziele, Deine Vision öffnen und die Verbindung dadurch entstehen lassen, das wünsche ich Dir.